Von Sonnwendfeuer bis Sagen und Legenden – der VN-Überblick für die kommenden Tage

VN / 19.06.2026 • 08:00 Uhr
Von Sonnwendfeuer bis Sagen und Legenden – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende in Vorarlberg alles zu erleben gibt.

In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.

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Sonnwendfeuer vor beeindruckender Bergkulisse

Von Sonnwendfeuer bis Sagen und Legenden – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Julia Böcken ist Bezirksredakteurin von Bludenz, sucht die Freiheit in den Bergen und entdeckt gerne neue Orte.

Der längste Tag des Jahres steht bevor und damit die Sonnwende. Diese wird im Montafon traditionell mit Sonnwendfeuern am Berg gefeiert. Einen besonders schönen Rundumblick hat man am Hochjoch.

Am Samstag, 20. Juni, glühen die Berge wieder. Einheimische wandern mit Fackeln und großen Mengen Holz in die Höhe, um die Tradition der Sonnwendfeuer bei Einbruch der Dunkelheit zu zelebrieren. Bereits seit dem Mittelalter werden im südlichsten Tal Vorarlbergs Bergfeuer entzündet, die Glück, Segen und Heilung bringen sollen.

Spektakuläre Ausblicke vom Rätikon bis zu den Lechtaler Alpen erwarten die Besucherinnen und Besucher am Hochjoch. Die Hochjoch Bahn bringt die Gäste zwischen 8.30 und 17 Uhr auf den Berg, die Zamang Bahn fährt bis 23 Uhr. Von 18.30 bis 22 Uhr sorgen „Die Oberleiner und Freunde“ an der Bergstation für musikalische Unterhaltung. Die Bahnfahrt ist für WildPass-Inhaberinnen und -Inhaber inkludiert, ab 16.30 Uhr gilt ein ermäßigter Abendtarif. Die Sonnwendfeier findet nur bei guter Witterung statt.

Mein Tipp: Eine Wanderung auf das Kreuzjoch lohnt sich, da man von dort oben die beleuchteten Grate der Zamangspitze sowie des Hochjochs sieht. Der Blick reicht von der Innerfratte bis zum Alpstein. Wichtig: Die Stirnlampe sollte man für den Abstieg nicht vergessen und bei all der Schönheit sollte man auch einmal einen Blick auf die Uhr werfen, um die letzte Bahnfahrt ins Tal nicht zu verpassen.

Tango, Skulptur und Sommerluft

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Andreas Marte leitet die Kulturredaktion der VN, wo er seine größte Leidenschaft – neben seiner Familie – zu seinem Beruf gemacht hat. Seinen jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Der Blumenegger Sommer 2026 beginnt am Sonntag, 21. Juni, um 11 Uhr in der Villa Falkenhorst in Thüringen mit einer reizvollen Doppelveranstaltung aus Matinee und Vernissage. Schon diese Verbindung macht den Auftakt besonders, weil Musik und zeitgenössische Kunst hier nicht nebeneinanderstehen, vielmehr einander auf schöne Weise ergänzen.

Das Ensemble Caminos Nuevos mit Monica Tarcsay, Juan Carlos Diaz, Raphael Brunner und Stefan Greussing stellt sein neues Programm im Geist des Tango Nuevo vor. Eigenkompositionen, improvisatorische Freiheit und folkloristische Einflüsse aus verschiedenen Kulturen verbinden sich zu einer Musik, die zwischen Vertrautem und Neuem unterwegs ist und genau darin ihren besonderen Reiz entfaltet.

Zugleich wird im Blumenegger Skulpturenpark die Werkreihe „Protagonisten“ des Innsbrucker Bildhauers Georg Loewit eröffnet. Seine Figuren zeigen den Menschen zwischen Individualität und Anonymität, Nähe und Distanz. Besonders spannend ist Loewits Blick auf die Rückenansicht, durch die das Verborgene plötzlich in den Vordergrund tritt. Um 14 Uhr folgt ein öffentliches Künstlergespräch mit Georg Loewit und Kurator Thomas Schiretz. Der Eintritt ist frei.

Sagen und Legenden in Feldkirch

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Franziska Eckert ist Redakteurin für VOL.AT und die VN. In ihrer Freizeit ist sie gern aktiv in den Bergen unterwegs. Genauso gern mag sie Kultur, Theater und Flohmärkte zum Stöbern.

Wer hätte gewusst, dass der Fund von Dinosaurierzähnen einst Menschen zur Erfindung von Drachengeschichten inspirierte? Wer kennt sich überhaupt gut mit Sagen und Legenden aus?

Die Künstler Karl Pont und Daniel Nachbaur haben den Pulverturm in Feldkirch in diesem Monat in einen „Turm der Geschichten“ verwandelt und lassen Besucher dort in eine sagenhafte Welt eintauchen. Neben Kunstwerken und Skulpturen können Vorarlberger Sagen in dieser Zeit interaktiv erlebt werden. Erwachsene und Kinder können etwa bei einem Dungeon-&-Dragons-Spiel Teil der Sagenwelt werden. Zu den Öffnungszeiten sind die Künstler sowie eine Spielführerin vor Ort, um die Besucher auf Entdeckungsreise mitzunehmen.
Wer diese Welt für sich selbst entdecken möchte, kann über Hörbücher in die Geschichten eintauchen. Für junge Künstlerinnen und Künstler gibt es die Sagen zum Ausmalen. Wissbegierige können in der Ausstellung Mineralien, Fossilien und sogar einen echten „Drachenzahn“ bestaunen.

Die kostenlose Ausstellung im sagenhaften Turm ist am Freitag und Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Eilige Besucher können sich alles in fünf Minuten anschauen, wer mehr Zeit mitbringt, kann hier durchaus eine Stunde verweilen. Am Samstag, 27. Juni, endet das Spektakel bereits wieder. Die Finissage ist um 17 Uhr geplant.

Stadt, Land, ­Lauterach

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Andreas Scalet ist Leiter der VN-Wirtschaftsredaktion und sehr an Wirtschafts- und Lokalgeschichte interessiert.

Der Samstag verspricht gutes Wetter und in Lauterach bereits ab 10 Uhr ein Highlight: Im Gasthaus Bären wird bei einem Flohmarkt das verbliebene Inventar verkauft. Der Bären ist ein Stück Lauteracher Geschichte. Doch die Rheintalgemeinde hat noch mehr „Geschichte“ zu bieten. Das „Mehr“ kann man an diesem Samstag ab 17 Uhr bei einem Spaziergang entdecken. Titel: Dorf- oder Stadtführung?, Treffpunkt: Säge, Hofsteigstraße 4. Durch die Gemeinde führen Karl Dörler und die Leiterin des Gemeindearchivs, Christine Schurr. Zu erfahren gibt es einiges: Denn schon unter den Karolingern war „Lutaraha“ von Bedeutung.

Das Bauerndorf im Gericht Hofsteig wuchs zwischen Kirche und „Unterlauterach“ (Unterdorf). Geschichtliche Basics gibt es bereits zum Start der Tour, anschließend erzählt Karl Dörler über die Kunstgegenstände in der Kirche. Vorbei am ehemaligen Hirschen führt der Spaziergang zum alten Markt und weiter ins Unterdorf. Nach einem Abstecher in die Pariserstraße führt der Spaziergang zum Entenbach, am alten Bahnhof und an der Seifenfabrik Pässler & Schlachter vorbei zum ehemaligen Gasthaus Rose. Der Ausflug in die lokale Geschichte sei übrigens exemplarisch genannt. Ähnliche Führungen gibt es in etlichen Vorarlberger Gemeinden. Anmeldung unter: info@bodenseeguides.at

Gefeiert wird im Gsohl

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Michael Prock ist Leiter der VN-Politikredaktion, Vater einer siebenjährigen Tochter, Fußballer und ein großer Freund der Popkultur. Seinen jeden Freitag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Wie sieht der perfekte Samstag aus? Zuerst ausschlafen oder ausgiebig mit der Familie brunchen. Anschließend bei Kaiserwetter die Emser Runde mit dem Mountainbike in Angriff nehmen. Kurze Pause beim Emser Tor, vielleicht ein Einkehrschwung in der Emser Hütte, dann weiter ins Gsohl. Mit etwas Glück ist dort sogar schon etwas los.

Diesen Samstag stehen die Chancen dafür besonders gut. Die Alpe Gsohl lädt wieder zur traditionellen Sonnwendfeier. Los geht es um 18 Uhr, inklusive Livemusik und garantiert kitschigem Sonnenuntergang. Aber Achtung: Vielleicht ist es danach die bessere Idee, das Bike talwärts zu schieben, statt mit ein paar Promille im Blut über die steilen Schotterwege hinunterzuzittern. Sie sollten schließlich gesund bleiben, denn am Montag wartet bereits das nächste Highlight.

Nun hat auch Hohenems sein Public Viewing. Am Montag ab 18 Uhr öffnet das Herrenriedstadion seine Pforten. Wer im Trikot erscheint, erhält ein Freigetränk. Und damit das hier nicht als Hohenems-Werbung endet: Im ganzen Land gibt es schöne Plätze, um gemeinsam mit Freunden die Weltmeisterschaft im schönsten Sport der Welt zu verfolgen. Ob auch Ihr Heimatort dabei ist, verrät der Public-Viewing-Finder der Kollegen von vol.at.

Immer wieder Österreich!