Lampert knackt den Streckenrekord

Sport / 21.06.2026 • 16:52 Uhr
Lampert knackt den Streckenrekord
Christoph Lampert dominiert beim Arlberg-Rennen. Noger

Der Bergspezialist aus Feldkirch setzte den Rennen am Arlberg die Krone auf.

Klösterle Der neunte Arlberg-Rennslalom bot am Wochenende Motorsport auf höchstem Niveau. Auf der 1500 Meter langen Strecke kämpften an beiden Renntagen jeweils rund 200 Fahrer um Bestzeiten und wichtige Punkte für den Internationalen 47. Vorarlberger Dinovino Automobil Cup. Den sportlichen Höhepunkt setzte dabei Christoph Lampert.

Die Siegreiche Manschaft
Die siegreiche Mannschaft von Christoph Lampert. Noger

Der Nofler ließ am Samstag keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen. Mit seinem 540 PS starken Nova Proto NP1, der auch in der österreichischen Berg-Meisterschaft eingesetzt wird, war der 44-Jährige das Maß aller Dinge. Bereits in den Trainingsläufen deutete Lampert sein Potenzial an, im Rennen zündete er schließlich ein wahres Feuerwerk.

Tagessieger am Freitag Wolfgang Zobel
Tagessieger am Freitag: Wolfgang Zobel. Noger

Dreimal blieb der Routinier unter der magischen Marke von einer Minute. Mit einer Bestzeit von 57,96 Sekunden stellte er zudem einen neuen Streckenrekord auf und schrieb damit ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Arlberg-Renn-Slaloms. Präzise, kompromisslos und nahezu fehlerfrei pilotierte Lampert seinen Prototypen durch die anspruchsvollen Passagen und ließ der Konkurrenz keine Chance.

Philipp Brändle grtuliert Christoph Lampert
Philipp Brändle (links) im Gespräch mit Christoph Lampert. Noger

“Christoph war an diesem Tag einfach in einer eigenen Liga unterwegs”, war im Fahrerlager mehrfach zu hören. Tatsächlich betrug sein Vorsprung auf die ersten Verfolger bereits deutliche Ausmaße. Zu den ersten Gratulanten zählte auch Formel-1-Experte Philipp Brändle aus Klösterle, der den Boliden des Mechatronikers, der mit der Kapfgarage in Feldkirch beruflich fest verankert ist, anschließend genauer unter die Lupe nahm und dabei auch aerodynamische Verbesserungsvorschläge entdeckte.

Vor dem Start
Christoph Lampert vor dem Start. Noger

Hinter dem Sieger reihte sich Wolfgang Zobel auf Rang zwei ein. Der Tiroler hatte bereits den Freitag gewonnen und bestätigte seine starke Form auch am zweiten Renntag. Sein spektakulärer Abarth Hayabusa V8 mit rund 500 PS sorgte nicht nur akustisch für Aufsehen. Platz drei sicherte sich Dominik Fröhle. Nachdem den Feldkircher am Freitag noch Überhitzungsprobleme eingebremst hatten, fand er rechtzeitig die richtige Abstimmung und kämpfte sich zurück aufs Podest.

Kurt Flatz mit zwei Klassensiege
Kurt Flatz feierte zwei Klassensiege. Noger

Bereits am Freitag hatte Zobel den Tagessieg gefeiert. Der Tiroler setzte sich vor dem Schweizer Hanspeter Bochsler im KTM X-Bow durch. Rang drei ging an Kurt Flatz aus Alberschwende, der seinen Lancia Delta Integrale sicher ins Ziel brachte und sich gleichzeitig den Klassensieg sicherte.

Dominik Fröhle bei Vorbereitungen
Dominik Fröhle bei seinen Vorbereitungen. Noger
Fleißiger Helfer Papa Reinhard
Auch Reinhard Lampert (links), Vater von Christoph, half mit. Noger

Auch am Samstag blieb Flatz in seiner Klasse erfolgreich. Marco Schöbel belegte im Opel Kadett Rang zwei und unterstrich mit einem weiteren starken Auftritt seine Konstanz. Insgesamt präsentierte sich das Teilnehmerfeld auf hohem Niveau und sorgte für packenden Slalomsport.

Stuben im Rennfieber
Stuben im Rennfieber. Noger