Großübung der Feuerwehrjugend in Lustenau

60 Nachwuchskräfte aus Lustenau, Hohenems und Dornbirn probten den Ernstfall.
Lustenau Rund 60 Jugendliche der Feuerwehren Dornbirn, Hohenems und Lustenau stellten am Samstagnachmittag bei einer gemeinsamen Großübung in Lustenau ihr Können unter Beweis. Das Übungsszenario hatte es in sich: Angenommen wurde ein Vegetationsbrand am Alten Rhein, der sich aufgrund starker Trockenheit bis zum Industriebetrieb “Air Liquide” ausbreitete. Die jungen Einsatzkräfte mussten nicht nur mit dichter Rauchentwicklung und der schnellen Herstellung einer Wasserversorgung zurechtkommen, sondern auch eine eingeklemmte Person unter einem Auto retten – und das bei hochsommerlichen Temperaturen.

Überblick verschaffen, rasch handeln
Beim Eintreffen am Übungsort bot sich dem Einsatzleiter ein dramatisches Bild: Schwarze Rauchwolken stiegen auf, eine Person war unter einem Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehrjugendlichen, begleitet von ihren Betreuern, trafen zügig ein und erhielten ihre Einsatzaufträge. “Eine der wichtigsten Aufgaben bei solchen Großereignissen ist es, möglichst schnell ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben”, erklärte Feuerwehrmann und Übungskommentator Walter Grabher.

Die Wasserversorgung wurde bei dieser Übung über die Furt am Alten Rhein sichergestellt. Während ein Teil der Jugendlichen die Wasserleitung aufbaute, bekämpften andere den Vegetationsbrand durch das Bewässern der umliegenden Flächen. Eine weitere Gruppe kümmerte sich um die Rettung eines Radfahrers, der unter einem Auto eingeklemmt war. Hier wurde simuliert, dass dieser nach einer Gasexplosion bei Air Liquide vom Fahrzeug touchiert wurde. Mithilfe von Hebekissen gelang es den Jugendlichen, die Person zu befreien und in Sicherheit zu bringen. Die Übung wurde von Milos Zivanovic und Daniel Steinhofer von der Feuerwehr Lustenau konzipiert, um den Jugendlichen ein möglichst realistisches Einsatzszenario zu bieten.
Lob für den engagierten Nachwuchs
Für ihre Leistung erhielten die jungen Feuerwehrleute viel Anerkennung. “Liebe Jugendliche, einen riesigen Applaus für eure Leistung, die ihr hier vor Publikum gezeigt habt”, lobte Bezirksfeuerwehrjugendreferent Marcel Fitz. Auch Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Kisser zeigte sich beeindruckt: “Ihr habt eine über 300 Meter lange Zubringerleitung gelegt, gerade bei dieser Hitze eine großartige Leistung.” Neben den Feuerwehrverantwortlichen verfolgten auch die Bürgermeister Patrick Wiedl (Lustenau) und Dieter Egger (Hohenems) sowie Martina Schönherr von der Abteilung Inneres und Sicherheit das Geschehen vor Ort.

Startschuss für den Action Day
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übung wurden die Jugendlichen aus dem Bezirk Dornbirn im Lustenauer Feuerwehrhaus mit einem Eis belohnt. Für die Gruppen aus Hohenems und Dornbirn war die Großübung Teil ihres “Action Day”, bei dem sie 24 Stunden lang in Alarmbereitschaft verschiedene Einsätze meistern. Für die rund 20 Lustenauer Jugendlichen markierte der Einsatz am Alten Rhein den Auftakt ihres Action Days, der sie bis zum Mittag des darauffolgenden Tages forderte. Das vergangene Wochenende war für die Feuerwehrjugend im Bezirk Dornbirn damit besonders ereignisreich. BVS
















