So sichert der Fischerverein Au den Fischbestand in der Ache

Fischerverein setzt 50 Kilogramm Forellen in die Bregenzer Ache ein.
Au Ein Beitrag zur Erhaltung der heimischen Fischbestände wurde kürzlich im Fischereirevier der Bregenzer Ache in Au geleistet. Insgesamt 50 Kilogramm Forellen wurden in die Bregenzer Ache eingesetzt. Die Fische stammen vom Fischereiverein Feldkirch, der eine Fischzucht betreibt.
Beim Einsetzen der Forellen packten Obmann Josef Rüf, Kassier Bruno Berbig und Ewald Moosbrugger mit an. Dank ihrer Erfahrung kennen die Fischer die geeigneten Stellen entlang der Bregenzer Ache und des Argenbachs. Dort wurden die Fische behutsam in ihren neuen Lebensraum entlassen.

Der Besatz dient nicht nur dem Erhalt stabiler Fischbestände, sondern auch der verantwortungsvollen und nachhaltigen Freizeitfischerei. Für den Fischereiverein Au steht dabei stets das ökologische Gleichgewicht der Gewässer im Mittelpunkt.

Das Fischereirevier umfasst rund zehn Kilometer Fließgewässer in der Bregenzer Ache und im Argenbach. Die klaren Bäche des Bregenzerwaldes bieten zahlreichen Fischarten wertvolle Lebensräume. “Damit diese auch künftig erhalten bleiben, investieren die Mitglieder des Fischereivereins regelmäßig viel Zeit und Arbeit in die Pflege und den Schutz der Gewässer”, so Bruno Berbig.

“Fischen bedeutet für uns weit mehr als nur Angeln”, betont der Verein. So gehören regelmäßige Reinigungsaktionen, Besatzmaßnahmen, Schulungen und kameradschaftliche Vereinsaktivitäten zum Jahresprogramm. Immer wieder sind die Mitglieder entlang der Gewässer unterwegs, um Müll zu sammeln, Uferbereiche zu pflegen oder kleinere Nebenbäche zu renaturieren. Mit Schaufel und Pickel werden Laichgebiete erhalten und naturnahe Lebensräume für Fische geschaffen.

Besonders am Herzen liegt dem Verein die Nachwuchsarbeit. Mit einem eigenen Kinderprogramm sollen junge Menschen früh für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Gewässern und Fischen sensibilisiert werden. “Nur wer die Natur kennt und schätzt, wird sie auch schützen”, lautet die Überzeugung von Obmann Josef Rüf.
Sorge bereitet den Fischern allerdings die zunehmende Vermüllung entlang der Gewässer. Immer häufiger werden Uferbereiche und Böschungen der Bregenzer Ache als Müllablage missbraucht. Was dabei alles gefunden wird, lässt selbst erfahrene Fischer den Kopf schütteln. Ewald Moosbrugger berichtet von einer alten Nähmaschine, über die er kürzlich mitten im Bachbett gestolpert sei. “Für solche Aktionen fehlt uns jedes Verständnis”, sagt er. Nicht selten nehmen die Fischer nach einem Tag am Wasser auch Müll mit nach Hause.

Neben menschlichen Eingriffen stellen auch natürliche Feinde eine Herausforderung für den Fischbestand dar. Insbesondere der Fischreiher und zunehmend auch der Gänsesäger sorgen für zusätzliche Verluste bei den Beständen.
Der Fischereiverein Au besteht derzeit aus 18 Mitgliedern. Seit seiner Gründung im Jahr 1977 setzt sich der Verein für den Schutz der Gewässer, den Erhalt gesunder Fischbestände und die Förderung einer nachhaltigen Fischerei ein. MAM



