“Chansons” par excellence im Bildstein

Eine musikalische Zeitreise mit Hits von Édith Piaf und Marlene Dietrich im Kultursaal.
Bildstein Für Isabella Rapp war der Auftritt in Bildstein ein besonderer, denn für die derzeit in Berlin wohnhafte Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin war es zugleich eine Rückkehr in ihre “alte Heimat”. Dass ihr Konzert in Bildstein zudem im Kultursaal bei der Volksschule stattfand, rührte sie sehr, denn hier verbrachte sie ihre ersten Schultage. Anschließend wuchs die Künstlerin im Dreiländereck zwischen der Schweiz, Vorarlberg und Deutschland auf. Vor allem die Zeit in der französischsprachigen Schweiz trug mit dazu bei, dass sie heute sprachlich im Französischen genauso beheimatet ist wie im Deutschen. Sie studierte später Gesang, Schauspiel und Tanz in Hamburg und stand danach in vielen Theaterproduktionen auf der Bühne.

Zwischen Paris und New York
Mit dem Programm “Chansonmanie”, das sie gemeinsam mit dem Musiker und Schauspielkollegen Mathias Weibrich sowie dem Bassisten Lars Hansen auf die Bühne brachte, begeisterte die Sängerin das fachkundige Publikum. Dabei spannte das Trio den musikalischen Bogen über die große Zeit des Chansons, der Mitte des letzten Jahrhunderts von Paris bis New York für Furore sorgte. Neben den musikalischen Interpretationen wurde auch das Leben der Diven Édith Piaf und Marlene Dietrich in vielen Anekdoten schauspielerisch, kurzweilig und humorvoll erzählt.

Eine “Diven-Romanze”
Und die Historie dieser zwei völlig unterschiedlichen Diven, dieser beiden “Weltstars”, ist so einzigartig wie faszinierend, wie Isabella Rapp erklärte: “Édith Piaf, die noch junge, scheinbar unbezähmbare, freche Chansonette aus Paris, begeisterte ihr Publikum in New York und zog dabei auch Marlene Dietrich in ihren Bann. Diese große Blonde mit ihren preußischen Tugenden, ihren Männern und ihren Frauen. Sie wurden schnell beste Freundinnen, und auch eine Liebschaft verband sie.” Das ging so weit, dass nach dem Tod von Marlene Dietrich ein an die Französin geschriebenes Brieflein mit den Worten “Vergiss nie, dass ich dich liebe!” gefunden wurde. Sehr außergewöhnlich zu der Zeit, genauso wie der begeisternde Abend, der vom Verein “Kultur in Bildstein” organisiert wurde. NAM



