Witus bringt Klimaschutz in den Kindi

VN / 28.06.2026 • 07:30 Uhr
Anton Broger, Lina Batlogg, Alma Broger und Emma Beer zeigen stellvertretend die grünen Mini-Fähnchen mit dem Motto „Kleiner Daumen, große Wirkung“.
Anton Broger, Lina Batlogg, Alma Broger und Emma Beer zeigen stellvertretend die grünen Mini-Fähnchen mit dem Motto “Kleiner Daumen, große Wirkung”.Peter Strauss

Schon die Kleinsten sollen lernen und verstehen, dass es um ihre Zukunft geht.

Bezau “Kinder sind neugierig, Kinder stellen jede Menge Fragen – und deshalb wollen wir schon im Kindergarten Bewusstsein schaffen, wie einfach es ist, etwas für den Klimaschutz zu tun”, ist Margit Hinterholzer, die das Projekt der Witus-Gemeinden Bezau, Bizau, Reuthe, Mellau und Schnepfau koordiniert, überzeugt. Sie organisiert deshalb mit ihrem Team der Klima- und Energie-Modellregion (KEM Witus) nicht nur Aktionen für “die Großen”, sondern geht sogar in die Kindergärten.

Mit großen Eifer halfen die Kinder bei der Zubereitung des Menüs mit.
Mit großem Eifer halfen die Kinder bei der Zubereitung des Menüs mit.

Spielerisch lernen

Schon im zu Ende gehenden Kindijahr legten die Pädagoginnen der Kindergärten in Bezau, Bizau, Mellau, Reuthe und Schnepfau einen Schwerpunkt auf Klimaschutz. Das Programm unter dem Motto “Kleiner Daumen, große Wirkung” soll den Kindern diese wichtige Materie spielerisch näherbringen. “Themen wie bewusster Konsum, klimafreundliche Mobilität oder Abfallvermeidung und -verwertung werden kindgerecht und spielerisch vermittelt und werden von den Kindern natürlich auch in deren Familien getragen”, erläutert Hinterholzer.

Ein Erlebnis zum Abschluss

Zum bevorstehenden Abschluss des Kindergartenjahres wurden die 60 Kinder der Kindergärten Reuthe und Mellau zu einer spannenden Abschlussveranstaltung eingeladen. Gemeinsam mit den Gartenfreunden Reuthe-Bezau, mit Obfrau Isabella Moosbrugger sowie dem Küchenprofi Wolfgang Mätzler (fairkocht), konnten die jungen Klimaschützer zuerst Kräuter entdecken und ihre eigenen Bohnentöpfle pflanzen. In den kommenden Wochen werden sie gespannt verfolgen können, wie “ihre Bohnen” wachsen und gedeihen, bis geerntet werden kann.

Riesenhallo bei den 60 Kindergartenkindern aus Mellau und Reuthe zum Abschluss eines spannenden Vormittags – sie ließen sich das leckere Menü, bei dessen Zubereitung sie fleißig mithelfen durften, schmecken. PETER STRAUSS
Riesenhallo bei den 60 Kindergartenkindern aus Mellau und Reuthe zum Abschluss eines spannenden Vormittags – sie ließen sich das leckere Menü, bei dessen Zubereitung sie fleißig mithelfen durften, schmecken.

Das Wetter machte den Organisatoren zwar einen Strich durch die Rechnung, das konnte dem Eifer der jungen Gärtnerinnen und Gärtner keinen Abbruch tun, denn die Aktion wurde spontan vom Gemeinschaftsgarten der Gartenfreunde in den Bezauer Bauhof verlegt, wo die Bauhofmitarbeiter Hubert Eberle und Josef Graf eine kleine “Gärtnerei” eingerichtet hatten. Es gab eine kleine Kräuterkunde, und dann wurden natürlich die Bohnentöpfle hergerichtet. Mit der richtigen Erde gefüllt, wurden dann die Bohnen gesteckt. Dabei wurde den Kleinen auch anhand einer “Wurmkiste” vermittelt, wie wichtig Würmer für die Erde sind.

Auch Karoline Berchtold und Katja Carbonare lassen sich Wolfgang Mätzlers regionales Menü schmecken.   
Auch Karoline Berchtold und Katja Carbonare lassen sich Wolfgang Mätzlers regionales Menü schmecken.

Echt regionale Küche

Nach getaner Arbeit in der “Bauhof-Gärtnerei” und einer gesunden Stärkung (Vollkornbrot und Obst) ging es zum Höhepunkt des spannenden Vormittags. In der Küche der Mittelschule Bezau hatte Wolfgang Mätzler alles vorbereitet für das gemeinsame Kochen: Die Kinder durften dem Andelsbucher, der seine Philosophie der regionalen Küche unter anderem bei Mittagsverpflegungen in verschiedenen Schulen oder Kindergärten umsetzt, nicht nur in die Töpfe schauen, sondern auch aktiv mithelfen, das einfache – aber regionale und gesunde – Menü zu kochen.

Weil die geplante Exkursion in den Gemeinschaftsgarten der Gartenfreunde dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, floh man kurzerhand in den Bezauer Bauhof, der zur „Gärtnerei“ umfunktioniert wurde.
Weil die geplante Exkursion in den Gemeinschaftsgarten der Gartenfreunde dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, floh man kurzerhand in den Bezauer Bauhof, der zur “Gärtnerei” umfunktioniert wurde.

Unbedingt weitermachen

Die Abschlussveranstaltung mit den Kindergärten von Mellau und Reuthe gibt den Initiatoren viel Rückenwind für eine Fortsetzung. “Nach Mellau und Reuthe, die heuer viele Aktivitäten setzten, steigen die drei Betreuungsstätten in Bezau, Bizau und Schnepfau im kommenden Kindergartenjahr 2026/27 ein und werden dabei ebenfalls viele Aktivitäten rund um den Klimaschutz machen können”, so Hinterholzer, die sich für die gute Zusammenarbeit bedankt: “Die Leiterinnen der Kindergärten Vera Meusburger (Bezau), Nadine Ellensohn (Bizau), Andrea Hänsler-Herr (Mellau), Karoline Berchtold (Reuthe) und Andrea Purin (Schnepfau) mit ihren Mitarbeiterinnen leisten engagiert wertvolle Arbeit, um das KEM-Projekt von Witus erfolgreich zu gestalten.” STP

„Witus ist dabei, wenn es um die Gestaltung der Energiewende geht“, signalisiert Margit Hinterholzer mit der KEM-Plakette.
“Witus ist dabei, wenn es um die Gestaltung der Energiewende geht”, signalisiert Margit Hinterholzer mit der KEM-Plakette.
Katja Carbonare und ihre Kolleginnen von den Witus-Kindergärten bringen die Klima- und Energie-Modellregion mit großem Engagement schon den Kleinsten näher.
Katja Carbonare und ihre Kolleginnen von den Witus-Kindergärten bringen die Klima- und Energie-Modellregion mit großem Engagement schon den Kleinsten näher.
 „Gemüse ohne Kilometer“ ist der einprägsame Slogan für den Gemeinschaftsgarten der Gartenfreunde Reuthe-Bezau. Für Wolfgang Mätzler gilt die Devise „Gemüse mit wenig Kilometer“, denn seine Lieferanten sind in der Nähe.
“Gemüse ohne Kilometer” ist der einprägsame Slogan für den Gemeinschaftsgarten der Gartenfreunde Reuthe-Bezau. Für Wolfgang Mätzler gilt die Devise “Gemüse mit wenig Kilometer”, denn seine Lieferanten sind in der Nähe.
Der Gemeinschaftsgarten unterhalb der Kirche von Reuthe ist ein grünes Paradies, das den Gartenfreunden nicht nur vielerlei Ackerfrüchte liefert, sondern auch ein Ort für Gemeinschaft ist.
Der Gemeinschaftsgarten unterhalb der Kirche von Reuthe ist ein grünes Paradies, das den Gartenfreunden nicht nur vielerlei Ackerfrüchte liefert, sondern auch ein Ort für Gemeinschaft ist.
Isabella Moosbrugger, Obfrau der Gartenfreunden Reuthe-Bezau, wusste viel über Kräuter aus dem eigenen Garten oder aus der „freien Wildbahn“ zu erzählen.
Isabella Moosbrugger, Obfrau der Gartenfreunde Reuthe-Bezau, wusste viel über Kräuter aus dem eigenen Garten oder aus der “freien Wildbahn” zu erzählen.
Margit Hinterholzer koordiniert die Projekte der Klima- und Energie-Modellregion in den Witus-Gemeinden Bezau, Bizau, Reuthe, Mellau und Schnepfau.
Margit Hinterholzer koordiniert die Projekte der Klima- und Energie-Modellregion in den Witus-Gemeinden Bezau, Bizau, Reuthe, Mellau und Schnepfau.