Rotkreuz-Sanitäter trainierten den Ernstfall bei Großübung

VN / 30.06.2026 • 14:03 Uhr
Sanitäter von der Rotkreuz-Abteilung Lustenau trainierten am Samstagnachmittag den Ernstfall.
Sanitäter von der Rotkreuz-Abteilung Lustenau trainierten am Samstagnachmittag den Ernstfall. Bernadette von Sontagh

Bei realitätsnahen Übungen bewiesen Lustenauer Rotkreuz-Sanitäter ihr Können.

Lustenau Die Sanitäter der Rotkreuz-Abteilung Lustenau stellten am Samstagnachmittag bei einer groß angelegten Übung ihr Können unter Beweis. Schulungsreferent Michael Brieda hatte dazu mehrere realitätsnahe Einsatzszenarien vorbereitet, die von den Einsatzkräften höchste Konzentration verlangten. Ob Reanimation im häuslichen Umfeld, Fahrradunfall mit Schädelbasisbruch, Höhenrettung mit Unterstützung der Feuerwehr oder die Bergung einer Person aus dem Rhein gemeinsam mit der Wasserrettung – die Sanitäter waren gefordert. Und das nicht nur fachlich, sondern auch angesichts der extremen Hitze. “Diese Großübung ist realitätsnah und hat für uns Sanitäter einen ganz anderen Charakter als die monatlichen Schulungen im Haus”, erklärte Michael Brieda.

An vier verschiedenen Stationen konnten sie ihr Wissen unter Beweis stellen.
An vier verschiedenen Stationen konnten sie ihr Wissen unter Beweis stellen.

Kühlen Kopf bewahren

Für die Übung wurden die Sanitäter in Teams aufgeteilt. Jedes Team erhielt ein Rettungsfahrzeug und wurde zu einer der vier Übungsstationen entsandt. Tatjana Oberhammer, Caroline Schertler und Stephanie Lamprecht wurden beispielsweise zu einem simulierten Fahrradunfall gerufen, bei dem der Radfahrer über einen Randstein gestürzt war. Routiniert versorgte das Team den Verletzten und sammelte wichtige Informationen für den Notarzt. Während Oberhammer den Transport vorbereitete, stabilisierte Schertler den Kopf des Unfallopfers, und Lamprecht klärte alle relevanten Fragen zur Verletzungslage. An jeder Station beobachteten erfahrene Kollegen das Vorgehen und gaben im Anschluss Feedback. Auch die Zusammenarbeit mit der Notärztin und die Übergabe des Patienten wurden bei einem angenommenen Herz-Kreislauf-Stillstand geübt.

Bei einem Fahrradunfall galt es den Patienten zu stabilisieren und herauszufinden, welche Verletzungen er sich zugezogen hatte.
Bei einem Fahrradunfall galt es, den Patienten zu stabilisieren und herauszufinden, welche Verletzungen er sich zugezogen hatte.

Nicht alltägliche Szenarien

Besonders herausfordernd waren die Einsätze am Rhein, bei denen eine Person von einer Brücke ins Wasser gestürzt war, sowie eine Höhenrettung von einem Balkon mittels Krans. “Solche Übungen sind wichtig, um noch mehr Routine zu bekommen”, betonte Michael Brieda. Unterstützung erhielten die Sanitäter dabei von der Wasserrettung und der Feuerwehr Lustenau. Stephanie Lamprecht zog ein positives Fazit: “Der Fahrradunfall war für uns anspruchsvoll, weil wir an viele Details denken mussten, um alle Verletzungen zu erkennen. Die Höhenrettung gemeinsam mit der Feuerwehr war natürlich besonders spannend.” Michael Brieda zeigte sich mit den Leistungen der Sanitäter sehr zufrieden: “Trotz der Hitze haben alle die Übungsannahmen hervorragend gemeistert”, lobte er.

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Der Patient wurde nach dem Fahrradunfall  mit Verdacht auf einen Schädelbasisbruch ins Krankenhaus gefahren.
Der Patient wurde nach dem Fahrradunfall mit Verdacht auf einen Schädelbasisbruch ins Krankenhaus gefahren.

Ständige Fortbildung

Derzeit sind rund 55 aktive Sanitäterinnen und Sanitäter bei der Rotkreuz-Abteilung Lustenau im Einsatz. Ihr Hauptgebiet umfasst Lustenau, Höchst und Gaißau. “Wenn wir gebraucht werden, fahren wir selbstverständlich auch in andere Städte und Gemeinden”, so Sanitäterin Anna-Lena. Für das Rettungspersonal sind 20 Fortbildungsstunden innerhalb von zwei Jahren verpflichtend, um die Qualifikation regelmäßig zu rezertifizieren. Für die Übung am Samstag wurden den Teilnehmern vier Fortbildungsstunden angerechnet. Zusätzlich finden monatlich Schulungen statt, um für sämtliche Einsatzszenarien bestmöglich vorbereitet zu sein. Nach der Übung feierten sie gemeinsam ihr jährliches Grillfest. BVS

Mithilfe der Feuerwehr Lustenau wurde auch eine Höhenrettung trainiert.
Mithilfe der Feuerwehr Lustenau wurde auch eine Höhenrettung trainiert.
Eine Person musste aus dem Rhein gerettet werden. Die Wasserrettung kam zur Hilfe.
Eine Person musste aus dem Rhein gerettet werden. Die Wasserrettung kam zur Hilfe.
Der Patient wurde mit dem Schlauchboot der Wasserrettung in Sicherheit gebracht. Nun versorgten die Sanitäter den Patienten.
Der Patient wurde mit dem Schlauchboot der Wasserrettung in Sicherheit gebracht. Nun versorgten die Sanitäter den Patienten.
Der Patient wurde vom Schlauchboot über die Böschung zum Rettungswagen transportiert.
Der Patient wurde vom Schlauchboot über die Böschung zum Rettungswagen transportiert.
Eine verunglückte Person musste mit Hilfe des Seils von einem Balkon geborgen werden.
Eine verunglückte Person musste mithilfe des Seils von einem Balkon geborgen werden.
Anhand der Übungen erhalten die Sanitäter noch mehr Routine.
Anhand der Übungen erhalten die Sanitäter noch mehr Routine.
Schulungsreferent Michael Brieda arbeitet die Übungsstationen aus.
Schulungsreferent Michael Brieda arbeitet die Übungsstationen aus.
Am Ende jedes Einsatzes erhielten die Sanitäter Feedback von den Beobachtern.
Am Ende jedes Einsatzes erhielten die Sanitäter Feedback von den Beobachtern.
Auch ein Herzkreislauf-Stillstand in einem häuslichen Umfeld wurde trainiert.
Auch ein Herz-Kreislauf-Stillstand in einem häuslichen Umfeld wurde trainiert.
Gemeinsam mit der Notärztin versorgten sie den Patienten.
Gemeinsam mit der Notärztin versorgten sie den Patienten.
Die Sanitäter wurde mit dem Kran zu einer Höhenrettung gebracht.
Die Sanitäter wurden mit dem Kran zu einer Höhenrettung gebracht.
Kommandantin Nadine Fitz beobachtete die Einsätze genau.
Kommandantin Nadine Fitz beobachtete die Einsätze genau.
Die Patientin wurde für die Bergung vom Balkon vorbereitet.
Die Patientin wurde für die Bergung vom Balkon vorbereitet.