Tierisch krass: So entkam eine ausgebüxte Hausente der Schrunser Feuerwehr

Federvieh türmte trotz hartnäckiger Verfolgung entlang der Litz in die Freiheit.
Schruns Die Feuerwehr von Schruns kann auf einen außergewöhnlichen tierischen Einsatz zurückblicken. So begab es sich, dass sich die Hausente eines Geflügelbesitzers vor Ort plötzlich selbstständig machte und seelenruhig einen Spaziergang zum Gewässer der Litz unternahm.
Erinnerung an eine Gans
Doch ihr Besitzer mochte den Verlust nicht hinnehmen. Er entsann sich eines Berichtes in den VN, demzufolge die örtliche Feuerwehr bereits vor Jahren einmal eine ausgebüxte Gans eingefangen und ins häusliche Gehege zurückgebracht hatte. “Also rief er uns an mit der Bitte um nochmalige Unterstützung”, erinnert sich Feuerwehrkommandant Martin Jenny.
Drei Tage im Bachbett
Umgehend wurde eine zehnköpfige Mannschaft zusammengetrommelt. Die flüchtige Ente konnte beim Bachbett der Litz ausgemacht werden. Dort befand sie sich bereits seit drei Tagen. Doch das Einfangen des Federviehs sollte sich schwieriger als erwartet gestalten. Vielmehr begann eine Verfolgungsjagd, die es in sich hatte.

So entzog sich die Ente dem Zugriff der Florianis auf beharrliche Weise. “Sie lief uns links und rechts davon und von hinten nach vorn. Das ging die Litz entlang vom Schrunser Zentrum bis hin zum Bahnhof von Tschagguns. Aber es gelang uns einfach nicht, sie einzufangen. Zudem war die Geländesituation im Bachbett durch den steilen Damm schwierig. Nach einer Stunde gaben wir schließlich auf”, so Jenny.

In Freiheit gelassen
Doch der Ente schien es nicht schlecht zu gehen. “Es schien, als ob es ihr gut ging und sie Futter finden konnte. Also sprachen wir mit ihrem Besitzer und beschlossen gemeinsam, die Ente in der Freiheit der Litz zu lassen”, umschreibt der Kommandant das Ergebnis von “Ente gut, alles gut”. Übrigens soll dieselbe Hausente schon öfters ausgebüxt und dann wieder zurückgekehrt sein, wie zu vernehmen war.