Mittelschüler wurden zu Kunstschaffenden

Mit einer Vernissage endete das Kunstprojekt der 3a-Klasse der MS Dornbirn Markt.
Dornbirn “Wenn wir uns hier im Raum umsehen, begegnen wir nicht nur Farben, Formen und Materialien – wir begegnen Ideen. Jede Linie, jeder Schnitt, jede geklebte Fläche erzählt eine kleine Geschichte”, sagte Klassenvorstand Johannes Spies bei der Präsentation der Werke der 3a-Klasse der Mittelschule Dornbirn Markt. Mit einer kleinen Vernissage in der CampusVäre ging ein Projekt zu Ende, das die Drittklässler das ganze Schuljahr über begleitet und ihnen einen neuen Zugang zur Kunst eröffnet hatte.

Zeitgenössische Kunst
“Kunst verstehen leicht gemacht” hieß das durch das Netzwerk “Double Check” finanzierte Projekt, im Laufe dessen sich die Schüler mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen auseinandersetzten. Insgesamt dreimal waren sie zu Besuch im Kunstraum Dornbirn, wo sie Christa Bohle durch die jeweilige Ausstellung führte. “Frau Bohle hat uns manchmal eigenwillige und ungewohnte Kunst nähergebracht. Durch ihre spannenden Erklärungen konnten wir die Werke mit anderen Augen betrachten und einen besseren Zugang zur zeitgenössischen Kunst finden”, meinte Loran, 13 Jahre alt. Im Anschluss an die Führung wurden die Schüler selbst zu Kunstschaffenden und durften ihre eigenen Ideen verwirklichen. “Die Jugendlichen bekamen das gleiche Material, mit dem auch die ausstellenden Künstler und Künstlerinnen gearbeitet hatten, und durften individuelle Kunstwerke schaffen”, erzählt Workshopleiterin Christa Bohle.

Persönliche Werke
Parallel zu den Workshops im Kunstraum arbeiteten die Mittelschüler an drei weiteren Terminen mit dem Künstler Matthias Bildstein, der dafür sein Atelier in der CampusVäre zur Verfügung stellte. Dabei konnten sie experimentieren und ganz persönliche Werke gestalten. Zum Einsatz kamen verschiedene Materialien, auch scheinbar unbrauchbare Dinge, die sonst weggeworfen worden wären. “Ich habe unter anderem ein Modell eines Turmes mit Straßen, Autos und Bussen gebaut. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, meiner Kreativität einfach freien Lauf zu lassen”, meinte Loran. Geleitet wurde das Projekt von Werklehrerin Andrea Walther. “Es war schön mitzuerleben, wie sich die Schüler mehr und mehr auf das Projekt eingelassen haben. Sie haben vor allem eines bewiesen: Kreativität entsteht dort, wo man sich traut, etwas Eigenes zu schaffen”, zog sie ein positives Fazit. LCF















