Außergewöhnlicher Nachwuchs: Ein kleiner Stier sorgt in Bartholomäberg für große Freude

Der kleine Sancho schreibt Geschichte. Für Gerd Mangeng ist auch ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen.
Bartholomäberg Die Geschichte von „Sancho“, dem Longhorn-Ochsen aus dem gleichnamigen Disneyfilm, faszinierte Gerd Mangeng (60) schon als Kind. Nun hat er selbst einen „Sancho“ – und der ist etwas ganz Besonderes. Der kleine Stier ist, soweit bekannt, das erste Texas-Longhorn-Kalb, das jemals in Vorarlberg geboren wurde.


Das Texas Longhorn ist eine der traditionsreichsten Rinderrassen der Welt. Sein Markenzeichen sind die riesigen, weit ausladenden Hörner, die eine Spannweite von mehr als zweieinhalb Metern erreichen können. Die ursprünglich aus Texas stammenden Tiere sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch äußerst robust. „In Gebieten mit vielen Wölfen und Bären werden Longhorns mittlerweile oft gemeinsam mit Angus- und Hereford-Rindern gehalten. Die anderen laufen davon, die Longhorns gehen auf den Wolf los. Es ist sogar bekannt, dass sie Bären mit ihren Hörnern aufspießen und anschließend zertrampeln“, erzählt der Bartholomäberger.


Die Begeisterung für Amerika begleitet Gerd Mangeng seit Jahrzehnten. Er verbrachte selbst eine Zeit lang in den USA, fährt einen Chevrolet Bel Air aus dem Jahr 1961 und ein Indian Motorcycle. Dass irgendwann einmal Texas Longhorns in Bartholomäberg grasen würden, stand für den ausgebildeten Heilmasseur längst fest. “Ich habe immer gesagt: Wenn ich einmal in Pension bin, dann halte ich Texas Longhorns”, sagt Mangeng und lacht. Ganz so lange wollte er dann doch nicht warten.

Im April 2025 sind die ersten Tiere auf dem Hof von Gerd Mangeng und seiner Frau Daniela (59) eingezogen. Heute grasen in der Panoramastraße 30 Spotter, Win Wins Pride, Hazelnut, Espresso Chex, Claudius, Summerpearl – und seit Dienstag der kleine Sancho. „Für mich ist quasi ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“, schwärmt der erste Longhornhalter Vorarlbergs.









