Feldkirchs Geschichte wird digital

VN / 09.07.2026 • 15:59 Uhr
Feldkirchs Geschichte wird digital

Mittelalterliche Urkunden aus dem Stadtarchiv Feldkirch sind künftig kostenlos online abrufbar.

Feldkirch verfügt über einen beeindruckenden Schatz an schriftlichem Kulturerbe. Das Stadtarchiv verwahrt insgesamt 1.347 mittelalterliche Urkunden, was im Vergleich zu anderen kommunalen Archiven dieser Größe eine beachtliche Menge darstellt. Um diesen Kulturschatz sichtbar zu machen, beschloss der Stadtrat die Veröffentlichung der Bestände auf der europäischen Plattform Monasterium.net.

Die wertvollen Dokumente wurden bereits vor einigen Jahren professionell digitalisiert. Mit der Umsetzung der städtischen Digitalisierungsstrategie folgt nun der nächste Schritt: Die Öffnung dieser Bestände für die Forschung und die breite Öffentlichkeit.

Internationale Sichtbarkeit 

Durch die Kooperation mit Monasterium.net wird das Stadtarchiv Teil einer internationalen Gemeinschaft, die bereits über 770.000 Urkunden vernetzt. Bürgermeister Manfred Rädler unterstreicht die Bedeutung dieses Schrittes: „Die Geschichte Feldkirchs ist ein wichtiger Teil unserer Identität. Durch die digitale Öffnung bleibt dieses Erbe nicht länger verborgen, sondern steht der Bevölkerung sowie der Fachwelt zur Verfügung.“

Kostenloser Zugang 

Der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger, Schulen und Forschende ist hoch: Der Zugriff erfolgt kostenfrei und niederschwellig. Da die Dokumente bereits digital vorliegen, entsteht ein hoher kultureller Mehrwert bei überschaubarem Aufwand. Zudem sichert die Plattform die langfristige Verfügbarkeit der Daten. Kulturstadträtin Natascha Soursos sieht in der Maßnahme eine zeitgemäße Kulturvermittlung: „Transparenz und Barrierefreiheit sind zentrale Säulen moderner Archivarbeit. Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, Geschichte zu entdecken und historische Quellen zeitgemäß zu nutzen.“