Zwischen Realität und virtueller Welt

VN / 09.07.2026 • 12:53 Uhr
Zwischen Realität und virtueller Welt
Peter Hoffmann ist überzeugt, dass Avatare unsere digitale Zukunft prägen werden – auch wenn der Hype um das Metaversum abgeflaut ist.Laurence Feider

An der FHV stellte Peter Hoffmann sein neues Buch “Avatare im Metaversum” vor.

Dornbirn Was bleibt vom sogenannten Metaversum, nachdem der große Hype abgeklungen ist? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Themennachmittag an der FHV, bei dem Hochschullehrer, Medieninformatiker und Buchautor Peter Hoffmann sein neues Fachbuch “Avatare im Metaversum” präsentierte. Mit Fachvorträgen, einer Postersession und Diskussionsrunden rückte die Veranstaltung die Rolle von Avataren und virtuellen Identitäten in den Mittelpunkt.

Wie sich virtuelle Welten anfühlen, konnten Besucherinnen und Besucher mit einer VR-Brille selbst erleben.
Wie sich virtuelle Welten anfühlen, konnten Besucherinnen und Besucher mit einer VR-Brille selbst erleben.

Hoffmann spannte dabei einen weiten Bogen – von den ersten Visionen virtueller Welten bis zu aktuellen Entwicklungen rund um digitale Avatare. Das Metaversum habe zwar seinen Höhepunkt als Schlagwort überschritten, erklärte er, die zugrunde liegenden Technologien seien jedoch aktueller denn je. “Ich bleibe dabei, wir brauchen Avatare”, betonte Hoffmann. Virtuelle Welten, Avatare sowie Anwendungen aus Virtual und Augmented Reality würden sich kontinuierlich weiterentwickeln und zunehmend mit Künstlicher Intelligenz verschmelzen.

Praktische Anwendungen

Im Mittelpunkt stand dabei weniger die Technik als vielmehr ihre Auswirkungen auf den Menschen. Welche Rolle übernehmen Avatare künftig in der Kommunikation? Wie verändert sich unser Verhalten, wenn sich reale und digitale Welt immer stärker annähern? Hoffmann zeigte anhand zahlreicher Beispiele aus Forschung und Praxis, dass digitale Identitäten längst keine Zukunftsvision mehr sind, sondern bereits heute in unterschiedlichen Bereichen Einzug halten.

In der Postersession präsentierten Bachelor- und Masterstudierende ihre Forschungsarbeiten und kamen mit den Gästen ins Gespräch.
In der Postersession präsentierten Bachelor- und Masterstudierende ihre Forschungsarbeiten und kamen mit den Gästen ins Gespräch.

Einen besonderen Blick auf die medizinischen Möglichkeiten warf Gastredner Alexander Lutz. Der Professor für Wirtschaftsinformatik lehrt in München vor allem zu den Themen Künstliche Intelligenz (KI), Data Science, Big Data, Digitalisierung und Onlinemarketing. Unter dem Titel “Wenn der Avatar zum Patienten wird” zeigte er auf, wie digitale Zwillinge künftig Diagnosen, Therapien und medizinische Entscheidungen unterstützen könnten. Dabei wurde deutlich, dass Avatare längst nicht mehr ausschließlich in virtuellen Spielwelten eine Rolle spielen, sondern zunehmend auch in Wissenschaft und Gesundheitswesen Anwendung finden.

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Alexander Lutz erläuterte, wie digitale Zwillinge und Avatare künftig Diagnosen und medizinische Entscheidungen unterstützen könnten.

Arbeiten von Studierenden

In einer Postersession präsentierten Bachelor- und Masterstudierende der Studiengänge Software Engineering und Digital Innovation aktuelle Forschungsarbeiten und standen den Besucherinnen und Besuchern für Gespräche zur Verfügung. Dabei bot sich die Gelegenheit, innovative Projekte kennenzulernen und mit den Studierenden über neue Entwicklungen rund um digitale Welten und interaktive Technologien ins Gespräch zu kommen.

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Von den ersten Visionen virtueller Welten bis zu heutigen Anwendungen spannte Peter Hoffmann den Bogen seines Vortrags.

Blick nach vorn

Zum Abschluss richtete Hoffmann den Blick in die Zukunft. Das Metaversum möge als Schlagwort an Aufmerksamkeit verloren haben, die Entwicklung virtueller Identitäten gehe jedoch weiter. Als Beispiel nannte er die südkoreanische virtuelle Girlgroup MAVE:, deren Mitglieder ausschließlich als Avatare existieren. Sein Buch versteht Hoffmann deshalb nicht als Rückblick auf einen kurzlebigen Hype, sondern als Einordnung einer Entwicklung, die gerade erst an Fahrt aufnimmt. LCF

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Im Hörsaal der FHV diskutierte Peter Hoffmann mit den Besucherinnen und Besuchern über die Zukunft virtueller Identitäten.
Peter Hoffmann zeigte, wie sich das Thema Metaversum von einem Schlagwort hin zu konkreten Anwendungen rund um Avatare und virtuelle Identitäten entwickelt.
Peter Hoffmann zeigte, wie sich das Thema Metaversum von einem Schlagwort hin zu konkreten Anwendungen rund um Avatare und virtuelle Identitäten entwickelt.
Studierende präsentierten digitale Anwendungen und gaben Einblicke in ihre Bachelorprojekte.
Studierende präsentierten digitale Anwendungen und gaben Einblicke in ihre Bachelorprojekte.
Bachelor- und Masterstudierende der Studiengänge Software Engineering und Digital Innovation präsentierten ihre Arbeiten.
Bachelor- und Masterstudierende der Studiengänge Software Engineering und Digital Innovation präsentierten ihre Arbeiten.
Studierende präsentierten ihre Forschungsprojekte im direkten Austausch mit den Gästen.
Studierende präsentierten ihre Forschungsprojekte im direkten Austausch mit den Gästen.
Mit dem Konzept des „Real-Life-Connectors“ zeigte Hoffmann, wie sich reale und virtuelle Welt künftig stärker miteinander verbinden könnten.
Mit dem Konzept des “Real-Life-Connectors” zeigte Hoffmann, wie sich reale und virtuelle Welt künftig stärker miteinander verbinden könnten.