“Enges Naheverhältnis mit Opfern”: Eine furchtbare Tragödie erschüttert Satteins

Ein Vater und seine sechsjährige Tochter starben bei einem Traktorunfall in Satteins. Wegen der tiefen Betroffenheit der Ortsfeuerwehr musste die Nachbarwehr Frastanz die Bergung übernehmen.
Satteins Zu dem Unglück kam es am Dienstagvormittag im Bereich Zwischentobel im Ortsgebiet von Satteins. Tragisches Detail: Wann genau, ist nicht sicher. Denn der Notruf ging erst am Nachmittag ein, da der Unfall zunächst unbemerkt geblieben war.
Ins Rutschen geraten
Ein Mann aus Satteins war gemeinsam mit seinen beiden minderjährigen Töchtern im Alter von vier und sechs Jahren mit einem Traktor samt Anhänger auf einem Wiesengelände unterwegs, als das Gespann vermutlich ins Rutschen geriet und sich anschließend überschlug.
Der Lenker sowie seine sechsjährige Tochter erlagen noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Die vierjährige Tochter wurde unbestimmten Grades verletzt und nach der notärztlichen Erstversorgung mit dem Hubschrauber zum Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen.

Im Einsatz standen Rettungskräfte mit Notarzt-Hubschrauber, die Freiwilligen Feuerwehren Satteins und Frastanz, die Bergrettung, ein Kriseninterventionsteam sowie die Polizei mit Libelle, Drohne und mehreren Streifen. Die genaue Unfallursache ist Gegenstand der laufenden Erhebungen.

“Alles an Unterstützung”
Der Satteinser Bürgermeister Andreas Dobler äußerte sich gegenüber den VN am Mittwoch mit den Worten: “In der ganzen Gemeinde herrscht tiefe Betroffenheit über das furchtbare Unglück. Man kennt die betroffene Familie, denn sie ist sehr gut in Satteins verwurzelt. Wir werden alles daran setzen, die Angehörigen zu unterstützen, und sind in Kontakt mit den entsprechenden Stellen, etwa dem Sozialfonds.”
“Extrem schwere Situation”
Von einem engen Naheverhältnis mit den Opfern spricht auch die Feuerwehr Satteins in einer Mitteilung in den sozialen Medien. Dabei drückt sie ihre tiefe Trauer und Verbundenheit aus: “Es gibt Einsätze, die uns als Retter an unsere Grenzen bringen. Und es gibt Momente, die uns mitten ins Herz treffen und sprachlos zurücklassen. Beim tragischen Unfall in der Nähe des Gulmweges haben wir gemeinsam mit dem Team des Rettungshubschraubers und der Polizei alles gegeben und versucht, zu helfen. Doch leider müssen auch wir schmerzhaft erkennen, dass wir nicht immer helfen können. Leider sind ein Vater und seine Tochter dabei ums Leben gekommen. Da uns ein teils enges persönliches Naheverhältnis mit den Opfern verbindet, stießen wir nicht nur an fachliche, sondern vor allem an emotionale Grenzen. In dieser extrem schweren Situation hat die bereits mitalarmierte Feuerwehr Frastanz die Bergung für uns übernommen. Ein aufrichtiges und tief empfundenes Danke dafür.”