Wetterkapriolen zum Käsklatsch-Auftakt

Allerhand-Betriebe weckten bei den Kids Lust auf Handwerk – Gäste trotzten dem Regen.
Alberschwende Volles Haus und Riesenstimmung – der Käsesommer legte einen Bilderbuchstart hin, doch nach genau einer Stunde war Schluss mit lauem Sommerabend: Ein Regenschauer fegte über die Arena, und die Müselbacher Musik, die unter Leitung von Christoph Weidinger den Käsesommer 2026 schwungvoll eröffnet hatte, brachte nach dem letzten Stück ihre nässeempfindlichen Instrumente gerade noch ins Trockene. In der Folge wechselten Regenschauer mit trockenen Phasen.
Have You Ever Seen the Rain?

Der Szenenwechsel hätte dramatischer nicht sein können – mit den letzten Tönen des MV Müselbach fielen erste Regentropfen, und in den Applaus für die Musik legte die Kultband Get Rusty auf der Bühne am anderen Ende der Arena los – “Have You Ever Seen the Rain?” von Creedence Clearwater Revival schallte es von der Bühne, während die Besucher eilig unter Zelten Schutz vor dem Regen suchten.
Zufall? “Nein, als wir für diesen Auftritt probten, ließen die Wetterprognosen schon vermuten, dass es so kommen könnte …”, meinte Get-Rusty-Gründungsmitglied Jürgen Leissing schmunzelnd. Nicht nur die Kultband mit Walter “Tüte” Canaval, Gerhard Dornbach, Jürgen Leissing und Günter Hopfner nahm den Wettersturz mit Humor, auch das wetterfeste Publikum ließ sich von der nach 48 Jahren noch immer erstaunlich jugendlich wirkenden ehemaligen Boygroup mitreißen und vergaß das Wetter.

Die Zeit zurückgedreht
Drei Stunden lang drehte die Freunde, die sich vor 50 Jahren in einer Schulband zusammengefunden hatten und 1978 als “Bad Boys” den ersten großen Auftritt hatten, die Zeit zurück und nahmen ihr Publikum mit auf eine Reise in die Zeit der Beatles, Simon & Garfunkel, Manfred Mann oder Bob Dylan, streuten Rainhard Fendrichs I am from Austria oder Tage wie diese von den Toten Hosen dazwischen oder blieben mit STS “Irgendwann bleib i dann dort …”
Als die vier sich mit Sweet Home Alabama verabschiedeten und zum Schluss mit Johnny B. Goode gar noch Chuck Berrys Rock-’n’-Roll-Klassiker aus dem Jahre 1955 auspackten, hatte das wetterfeste Publikum den Regen längst vergessen, und man blieb noch lange sitzen, um in Erinnerungen zu schwelgen, zumal die Gäste vorzüglich verköstigt wurden: Allerhand und die Sportschützen hatten die Gastronomie übernommen – Teil des Konzepts, das die Einbeziehung der Ortsvereine in den Käsklatsch vorsieht. Ergänzt wurde das kulinarische Angebot von der Familie Katharina und Tobias Flatz, die von der Alpe Schreibere leckere Käsehäppchen mitgebracht hatten.

Handwerk begeisterte die Kids
Im Rahmenprogramm stellten sich Alberschwender Handwerksbetriebe vor und machten vor allem die Kids neugierig auf Handwerk. Und diese nahmen das Angebot begeistert an, bastelten bei Sohm Holzbau stabile Stockerln, “schmiedeten” bei Metall Gmeiner persönliche Flaschenöffner oder bei Dach-Rusch Blüten aus Kupferblech. Bei Naturholz Dür konnten Bilderrahmen und bei Elektro-Thurner lustige Figuren aus Draht und Klemmen gebastelt werden. Geschicklichkeit war bei Fahrzeugbau Willi gefragt, und die Wäldergarage begeisterte die “Größeren” mit einem Einblick in die Welt der Automobiltechnik.

Und jetzt der Motorsport-Klatsch
Stichwort Automobiltechnik: Thema des Käsklatsch-Abends am Donnerstag, ab 19 Uhr, ist der Motorsport. Der Motorsportclub sorgt mit der Müselbacher Musik auch für die Gastronomie, die Quärgängar sind für die Musik, Trittroller für das Kinderprogramm verantwortlich und Nicole und Martin Flatz bringen Käse von der Alpe Leugehr mit. STP


















