Bittere Heimniederlage bedeutet das Cup-Aus

Nach langer Pause ist das Pokal-Comeback des FC Lustenau schon in Runde eins wieder beendet.
Lustenau Die Rückkehr auf die Bühne des Uniqa ÖFB-Cups hat für den FC Lustenau mit einer Enttäuschung geendet. Die Sticker mussten sich vor 750 Zuschauern im Stadion an der Holzstraße dem Regionalliga-Rivalen FC Kitzbühel klar mit 1:4 geschlagen geben und schieden damit wie schon vor fünf Jahren wieder in der ersten Runde aus. Der Traum von einem attraktiven Heimspiel gegen einen Bundesligisten platzte bereits zum Auftakt.

Dabei hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen, geriet aber schon früh auf die Verliererstraße. Nach 19 Minuten brachte Stefan Lauf die Gäste in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Luka Redek per Elfmeter auf 2:0, ehe Deniss Stradins mit seinem ersten Treffer noch vor dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung sorgte. Besonders bitter verliefen die Schlussminuten der ersten Hälfte für die Hausherren. Batuhan Karakas sah in der 42. Minute wegen wiederholter Kritik die Gelb-Rote Karte, sodass der FC Lustenau mehr als eine Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste.

Mit einem Mann weniger fanden die Gastgeber keinen Weg zurück ins Spiel. Stattdessen erhöhte Stradins nach 61 Minuten mit seinem zweiten Treffer auf 4:0 und machte die Kräfteverhältnisse endgültig deutlich. Erst danach brachte Trainer Philipp Hagspiel Torjäger Kerim Kalkan aufs Feld. Der 28-Jährige hatte wegen seiner Verletzung zunächst auf der Bank Platz genommen und kam erst nach einer Stunde zu seinem Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings längst entschieden.
Fußball
Uniqa ÖFB Cup
1. Runde
FC Lustenau 1907 – FC Kitzbühel 1:4 (0:3)
Lustenau, Stadion an der Holzstraße, 750 Zuschauer, SR Jonas Mayrhofer (V)
Torfolge: 19. 0:1 Lauf, 38. 0:2 Redek (Elfer), 43. 0:3 Stradins, 61. 0:4 Stradins, 79. 1:4 Rizvanovic
Gelb-Rote Karte: 42. Batuhan Karakas (FCL/wiederholte Kritik)
FC Lustenau 1907 (4-4-2) Noah Küng – Karakas, Beck, Arslan (75. Hagen), Junior (67. Joshua Küng) – Mair (61. Rizvanovic), Häfele, Bischof, Adrian Mendes – König (61. Kalkan), Hagspiel (46. Bence Szin)
Immerhin gelang den Lustenauern noch ein versöhnlicher Abschluss. Marcel Rizvanovic traf in der 79. Minute zum 1:4-Endstand und sorgte damit zumindest für den Ehrentreffer vor den eigenen Fans.
Für den FC Lustenau endet damit auch eine lange Durststrecke im Cup. Nach fünf Jahren Pause war der Traditionsverein erstmals wieder im Bewerb vertreten, das erhoffte Erfolgserlebnis blieb jedoch aus. Den letzten Einzug in die zweite Runde schafften die Lustenauer vor 14 Jahren, damals noch als Profiteam mit einem 4:3-Erfolg gegen Völkermarkt. Dieses Mal war gegen einen effizienten Gegner bereits nach 90 Minuten Endstation. Während Kitzbühel verdient in die zweite Runde aufsteigt, gilt der volle Fokus der Lustenauer nun dem Auftakt in der Regionalliga West.
Thomas Knobel









