Hohenems und der Cup-Fluch

Sport / 26.07.2026 • 12:30 Uhr
Ünal schießt für Hohenems das Ehrentor gegen Hertha Wels. VN-SCHÖLLER
Ünal trifft für Hohenems, es ist das Ehrentor gegen Hertha Wels. VN-SCHÖLLER

Trotz starker Leistung fehlten ein paar Zentimeter und Aluminium zur großen Überraschung.

Hohenems Der VfB Hohenems hat dem Zweitligisten Hertha Wels in der ersten Runde des Uniqa-ÖFB-Cups einen beherzten Kampf geliefert, am Ende aber dennoch mit 1:2 (1:2) den Kürzeren gezogen. Vor 350 Zuschauern im Stadion Herrenried fehlten den Emsern gleich mehrfach nur Zentimeter, um den Favoriten in die Knie zu zwingen. Dreimal verhinderte die Torumrandung den möglichen Ausgleich oder sogar den Aufstieg in die zweite Runde. Damit setzte sich der Cup-Fluch fort, denn erst zweimal gelang den Emsern in den vergangenen elf Jahren der Sprung in Runde zwei.

Großer Einsatz von Liam Tripp, aber seine Mannschaft verlor knapp. VN-SCHÖLLER
Großer Einsatz von Liam Tripp, aber seine Mannschaft verlor knapp. VN-SCHÖLLER

Dabei erwischte Hertha Wels den besseren Start und schlug mit zwei Traumtoren eiskalt zu. Ausgerechnet die beiden Neuzugänge Oliver Kregar (12.) und Nikolas Freund (38.) trafen jeweils mit Sonntagsschüssen unhaltbar ins rechte Kreuzeck und brachten den Favoriten früh auf die Siegerstraße. Hohenems ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Kurz vor der Pause verkürzte Mert Can Ünal mit einer sehenswerten Direktabnahme nach einer weiten Flanke von Tim Wolfgang auf 1:2 und brachte die Hoffnung auf eine Wende zurück.

Fußball

Uniqa ÖFB-Cup

1. Runde

VfB Hohenems – FC Hertha Wels 1:2 (1:2)
Hohenems, Stadion Herrenried, 350 Zuschauer, SR Manuel Jauk (V)
Torfolge: 12. 0:1 Kregar, 38. 0:2 Freund, 45. 1:2 Ünal
VfB Hohenems (4-2-3-1) Eres – Gruber, Weissenhofer, Wolfgang (80. Bösch), Marold (80. Belhaj) – Tiefenbach, Nagler – Ancevski, Gunz (70. Heimböck), Ünal – Tripp

Nach dem Seitenwechsel drängte der Regionalligist mit großem Einsatz auf den Ausgleich und war dem zweiten Treffer mehrmals ganz nahe. Finn Marold traf bereits in der ersten Halbzeit die Torumrandung, der eingewechselte Niklas Heimböck scheiterte nach der Pause ebenfalls am Aluminium, und in der Schlussphase hatte auch Jonas Weissenhofer mit einem Abschluss an die Torumrandung großes Pech. Wären diese drei Versuche nur wenige Zentimeter weiter innen gelandet, hätte Hohenems die Partie drehen und für eine der großen Überraschungen der ersten Cuprunde sorgen können.

“Wir haben es diesem Gegner sehr schwer gemacht. Es war ein richtiger Fight und eine enge Geschichte”, bilanzierte Trainer Werner Grabherr. Besonders die Entwicklung seiner Mannschaft im Laufe der Partie stimmt den Coach optimistisch. “Je länger das Spiel gegangen ist, umso besser waren wir. Das darf uns Mut machen, auch wenn wir den Cup verloren haben.” Für Grabherr zeigte die Begegnung zudem, dass seine Mannschaft trotz kurzer Vorbereitung gegen einen Zweitligisten auf Augenhöhe agieren kann. Belohnt wurde der starke Auftritt zwar nicht, dennoch können die Emser auf dieser Leistung aufbauen.

Thomas Knobel