Vom Beinahe-Abstieg zum großen Neustart

Der große Umbruch weckt Hoffnung auf eine deutlich bessere Saison.
Lauterach Nach einer Saison zum Vergessen blickt der FC Lauterach mit völlig veränderten Vorzeichen auf die neue Spielzeit in der Regionalliga West. Sportlich war der Hofsteigklub im vergangenen Jahr das Schlusslicht der Liga. Nur wegen der Neustrukturierung der Regionalligen blieb Lauterach der Abstieg in die VOL.AT-Eliteliga erspart Stattdessen erhielt der Verein die Chance auf einen kompletten Neustart – und nutzte sie konsequent.

Mit Ivan Kristo übernahm ein neuer Trainer die sportliche Verantwortung. Gleichzeitig wurde der Kader von Sportchef Zlatko Jurcevic nahezu runderneuert. Nicht weniger als 15 Neuzugänge stehen elf Abgängen gegenüber. Vor allem die Qualität der Verstärkungen lässt die Erwartungen steigen. Mit Spielern wie Marko Martinovic, Kruno Basic, Mert Fikret Aras, Muhamed Canazlar, Ömer Efe Tas und Daniel Sigg um nur einige hoffnungsvolle Kicker zu nennen, konnte Lauterach auf nahezu jeder Position erfahrene und leistungsstarke Akteure verpflichten. Der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft ist dadurch deutlich größer geworden.

Trotz der umfassenden Veränderungen bleibt der Klassenerhalt das oberste Ziel. Dafür muss Lauterach die Saison zumindest auf dem drittletzten Tabellenplatz abschließen. Intern wird jedoch höher gezielt. Die Mannschaft hat sich einen Rang unter den Top sieben vorgenommen. Angesichts der deutlich verbesserten Kaderqualität und der viel größeren personellen Breite erscheint ein einstelliger Tabellenplatz durchaus realistisch.
Ein Selbstläufer wird die Mission allerdings nicht. Das Auftaktprogramm hat es in sich. Mit Röthis, Imst, Schwaz, Kitzbühel und Hohenems warten gleich mehrere anspruchsvolle Gegner auf den neu formierten Kader. Gerade in den ersten Wochen wird sich zeigen, wie schnell die zahlreichen Neuzugänge als Einheit funktionieren.
Mit einem Durchschnittsalter von lediglich 21 Jahren setzt Lauterach zudem auf eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft. Der eingeschlagene Weg ist langfristig ausgelegt und verlangt Zeit und Geduld. Die Verantwortlichen wollen den Verein nach den Turbulenzen der vergangenen Saison nachhaltig in der Regionalliga etablieren. Die Voraussetzungen dafür sind so gut wie schon lange nicht mehr. Jetzt gilt es, das neu zusammengestellte Potenzial auch auf dem Platz in Ergebnisse umzuwandeln. VN-TK



