Podestplatz als Ziel: Neue Vereinsphilosophie soll sich auszahlen

Frühe Planung und klare Linie sollen den Weg in die Spitzengruppe ebnen.
Dornbirn Der FC Dornbirn hat die turbulenten Sommer der vergangenen beiden Jahre hinter sich gelassen und startet diesmal mit deutlich mehr Ruhe und Planungssicherheit in die Saison 2026/27. Schon vor dem Beginn der Übertrittszeit stellten Funktionär Robert Brzaj und Trainer Heinz Fuchsbichler den starken Kader zusammen. Die sieben Neuzugänge mit den Rückkehrern Florian Pirsch und Marcel Krnjic entsprachen exakt dem Anforderungsprofil der Rothosen. „Es waren alles Wunschspieler“, betont Fuchsbichler. Damit schlägt der Traditionsverein bewusst einen anderen Weg ein. Profitum ist in Dornbirn kein Thema mehr. Stattdessen setzt der Klub auf Kontinuität, wirtschaftliche Vernunft und Spieler, die sich mit der Philosophie des Vereins identifizieren.
Die Verantwortlichen wollen eine Mannschaft entwickeln, die sich über Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Konstanz definiert. Der Fokus liegt auf einer gesunden Mischung aus erfahrenen Akteuren und jungen Spielern mit Entwicklungspotenzial. Gleichzeitig soll die Identifikation mit dem Verein wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Die frühzeitige Kaderplanung verschaffte den zwei Verantwortlichen dabei den nötigen Handlungsspielraum, um alle Wunschkandidaten zu verpflichten und die Mannschaft ohne Hektik zusammenzustellen.
Trotz der geänderten Ausrichtung sind die sportlichen Ziele klar formuliert und lösbar. „Wir wollen einen Podestplatz erreichen und haben eine konkurrenzfähige Mannschaft auf der Habenseite. Allerdings ist der Kader kleiner geworden. Wir wollen uns vorne festsetzen. Es ist aber kein Wunschkonzert“, sagt Trainer Heinz Fuchsbichler. Der kleinere Kader soll durch Qualität, Flexibilität und einen ausgeprägten Teamgeist kompensiert werden.

Ein wichtiger Baustein der neuen Philosophie ist auch die verstärkte Einbindung des eigenen Nachwuchses. Mehrere Spieler aus den Juniors wurden in den Eins-Kader hochgezogen und sollen sich auf Regionalliga-Niveau weiterentwickeln. Gleichzeitig hat der Verein bewusst in Kauf genommen, an Erfahrung zu verlieren. Nicolai Bösch, Enes Koc und Slobodan Mihajlovic haben noch keinen neuen Verein gefunden. Dennoch herrscht im Lager der Rothosen große Zuversicht, mit der neuen Ausrichtung den Grundstein für nachhaltigen sportlichen Erfolg in der neuen Westliga zu legen. VN-TK





