Jünger war in der Westliga noch kein Team unterwegs

Regionalliga / 30.07.2026 • 17:01 Uhr
So wollen die Altach Juniors in der neuen Saison jubeln. KNOBEL
So wollen die Altach Juniors in der neuen Saison jubeln. KNOBELthomas Knobel

Mit Mut zur eigenen Jugend in eine richtungsweisende Saison.

Altach Mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 18,1 Jahren stellt der SCR Altach II in der neuen Saison die wohl jüngste Mannschaft der Westliga. Nach dem 15. und drittletzten Tabellenrang im Vorjahr schlägt die zweite Garnitur des Bundesligisten ein neues Kapitel auf. Trainer Rene Fink setzt gemeinsam mit Sportchef Markus Podhradsky konsequent auf junge Talente und vertraut auf jene Philosophie, die den Verein seit Jahren prägt. Acht neue Spieler haben sich der Mannschaft angeschlossen und ergänzen ein bereits sehr junges Aufgebot. Die meisten Akteure stammen aus den Jahrgängen 2007 und 2008, rund die Hälfte des Kaders sind Eigenbauspieler des SCR Altach. Trotz des großen Umbruchs blickt man optimistisch auf die bevorstehende Spielzeit.

Nico Helbock hat viel Potenzial. KNOBEL
Nico Helbock hat viel Potenzial. KNOBELthomas Knobel

In den Testspielen überzeugte die neuformierte Mannschaft bereits mit guten Ansätzen und ließ erkennen, welches Potenzial in ihr steckt. Zusätzlich machen die vier Siege im Frühjahr Mut, nachdem sich die Mannschaft in der Rückrunde bereits deutlich stabilisiert hatte. Für Trainer Rene Fink steht die Entwicklung der Spieler klar im Mittelpunkt. „Wir tun das ganz bewusst und wollen den jungen Talenten eine Plattform bieten. Die Spieler schätzen es sehr, in dieser Liga Spielpraxis zu sammeln und ihre ersten Schritte im Erwachsenenfußball zu machen. Die Ausbildung steht im Vordergrund. Wir wollen die Basis für eine spätere sportliche Zukunft ermöglichen“, erklärt der Altach-Coach. Trotz des neuerlichen Lernprozesses sieht Fink seine Mannschaft nicht im Kampf gegen den Abstieg. Vielmehr soll sich das junge Team Schritt für Schritt weiterentwickeln und die nächste Generation an Bundesliga-Spielern heranführen. Entscheidend wird allerdings sein, möglichst rasch Punkte zu sammeln. Ein erfolgreicher Saisonstart würde nicht nur Selbstvertrauen bringen, sondern auch dabei helfen, früh ein stabiles Gerüst für die Startelf zu finden. Die Mischung aus großem Entwicklungspotenzial, hoher Lernbereitschaft und der Möglichkeit, regelmäßig auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln, macht Altach II erneut zu einem spannenden Projekt. Ob sich die Geduld auszahlt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Klar ist aber schon jetzt: Kaum ein Team der Liga geht mit einer derart jungen und entwicklungsfähigen Mannschaft in die neue Saison. VN-TK