Von Bundesliga bis Sommerausstellung – der VN-Überblick für die kommenden Tage

VN / 30.07.2026 • 19:30 Uhr
Von Bundesliga bis Sommerausstellung – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende in Vorarlberg alles zu erleben gibt.

In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.

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Emotionale Rückkehr als Premiere

Von Bundesliga bis Sommerausstellung – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Christian Adam ist Sportchef bei den VN. Sein Herz schlägt für den Fußball, seine Expertise geht jedoch weit darüber hinaus. Seinen jeden Samstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

814 Tage werden es am Sonntag sein, 814 Tage Warten haben dann ein Ende. Mit dem 2. August (17 Uhr) kehrt die Lustenauer Austria in die höchste Spielklasse im österreichischen Fußball zurück. Schon zum dritten Mal in der 112-jährigen Clubgeschichte gelang der Aufstieg in die Bundesliga. Was in den 1990er-Jahren als Vision des damaligen Präsidenten Hubert Nagel begonnen hat, darf mit dem Start in die neue Meisterschaftssaison gleich doppelt gefeiert werden.

Denn mit dem Heimspiel gegen die SV Ried beginnt für das Team von Cheftrainer Markus Mader eine neue Zeitrechnung. Es wird das erste Bundesligaspiel in der neuen Sun Minimeal Arena, was für die grün-weißen Anhänger:innen wie auch für die Mannschaft selbst noch einmal für einen zusätzlichen „Kick“ sorgen wird. Deshalb darf noch einmal ein Rückblick gestattet sein: Vor 814 Tagen verabschiedete sich die Austria mit einem 1:0-Heimsieg über BW Linz aus dem Oberhaus, mehr als zwei Jahre danach ist Lustenau zurück, der damalige Gegner jedoch nur noch Zweitligist.

Auch der Blick auf den damaligen Spieltagskader lohnt: Gerade einmal vier Spieler, die am 11. 5. 2024 auf dem Rasen in Bregenz (Ausweichstadion) standen, werden am Sonntag wieder dabei sein. Das Quartett um Kapitän Matthias Maak, Pius Grabher, Torhüter Domenik Schierl sowie Fabian Gmeiner wird also den Moment vor dem Anpfiff in besonderem Maße in sich aufsaugen. Emotionen sind also garantiert bei der Ligarückkehr, auch bei Aufstiegstrainer Markus Mader.

Jugend in Bludenz

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Franziska Eckert ist Redakteurin für VOL.AT und die VN. In ihrer Freizeit ist sie gern aktiv in den Bergen unterwegs. Genauso gern mag sie Kultur, Theater und Flohmärkte zum Stöbern.

Wie war Ihre Jugend? Meine war geprägt vom Ausprobieren und von Neuerungen: das erste Mal auf ein richtiges Konzert gehen, der erste Freund, das erste Handy. Mein erstes Handy war ein orangefarbenes Klapphandy von LG. Es war klein und schon ohne störende Antenne. Ich konnte sogar ein buntes Hintergrundbild einstellen. Und natürlich meinem neuen Freund schreiben, ohne dass es meine Eltern mitbekamen.

In der Jugendzeit meiner Eltern gab es das noch nicht. Damals gab es nur Telefone mit Kabel. Und selbst die nur in den wenigsten Haushalten. Dafür gab es noch Briefe und Faxe für die ganz wichtige Kommunikation. Für meine Großeltern wiederum war das Wichtigste in ihrer Jugend, abends satt ins Bett zu gehen. Für die Kriegsgeneration war das keine Selbstverständlichkeit. Die Sommerausstellung der Stadt Bludenz widmet sich der Lebenswelt junger Menschen vor Ort – heute und in vergangenen Jahrzehnten. Sie ist vom 31. Juli bis 6. September im Kunstraum Remise zu sehen.

Ein Schwerpunkt liegt auf den gesellschaftlichen Veränderungen der 1960er- und 1970er-Jahre. Die Jugendbewegung dieser Zeit prägte auch das Leben in Bludenz und hinterließ dort ihre Spuren. Gleichzeitig kommen in der Ausstellung junge Menschen der Gegenwart zu Wort. So entsteht ein vielfältiges Bild der Jugend und der Themen, die sie bewegen.

Vorarlberger ­Komponisten im Fokus

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Andreas Marte leitet die Kulturredaktion der VN, wo er seine größte Leidenschaft – neben seiner Familie – zu seinem Beruf gemacht hat. Seinen jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Mein Kulturtipp der Woche führt am Freitag ab 18.30 Uhr ins vorarlberg museum, wo der Wiener Concert-Verein bei „zeitklang im museum I“ Musik in großer Nähe erlebbar macht.

Eine klassische Bühnensituation gibt es hier nicht: Das Publikum sitzt rund um die Musikerinnen und Musiker, verfolgt jede Bewegung und hört nicht nur die Töne, sondern beinahe auch ihr Entstehen. Seit 2016 widmet sich die Reihe aktuellen Werken, mit besonderem Augenmerk auf Komponistinnen und Komponisten aus Vorarlberg. Dietmar Kirchner, der in „Weltbühne 1932“ eine Rede Carl von Ossietzkys aufgreift, verbindet Violine und Elektronik. Wolfram Schurig, dessen Musik von feinen klanglichen Verschiebungen lebt, ist mit dem Cellosolo „Fenster“ vertreten. Wolfgang W. Lindner, der sich mit musikalischer Tradition auseinandersetzt, erinnert in „In the Spirit“ an Franz Schubert. Gerda Poppa, deren Werke Sprache und Klang eng verbinden, bringt mit „Deine Rede sei ohne Falsch“ eine Uraufführung für Streichquartett ein. Reizvoll ist die Verbindung zum Museumsschwerpunkt „erinnern!“. Charmant und kenntnisreich, moderiert von Manfred Welte, der Gespräche mit den Kunstschaffenden führt, verspricht der Abend so Nähe, Konzentration und den Mut, sich auf neue Klänge einzulassen.

Akrobatik, Zauberei und Clownerie

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Johannes Rausch ist Redakteur für VOL.AT und VN. In seiner Freizeit spielt er gerne Tennis, geht wandern, laufen und liest Bücher (Krimis, Politik, Geschichte, Fußball, Romane). Nicht nur bei Regenwetter hält er sich bevorzugt in Kaffeehäusern, Museen und Kinos auf.

Für zwei Tage verwandelt sich das Zentrum der Montfortstadt in eine bunte Welt des Straßentheaters. Das Gauklerfestival macht die Feldkircher Innenstadt am 31. Juli und 1. August erneut zur großen Freiluftbühne. Akrobatik, Zauberei, Musik, Clownerie und Straßentheater sorgen an acht Spielorten für ein abwechslungsreiches Programm voller Staunen, Humor und spektakulärer Momente.

Seit 1987 zählt das Festival zu den beliebtesten Sommerveranstaltungen der Region und richtet sich an Besucher jeden Alters. Neben den Vorstellungen laden ein Mitmachzirkus, Kinderzüge, Karussellfahrten und Kinderschminken zum Mitmachen ein. Die Künstler finanzieren sich über freiwillige Hutspenden und freuen sich über die Unterstützung des Publikums.

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 31. Juli, um 15:30 Uhr am Sparkassenplatz mit der Vorstellung aller Künstler. Ab 16 Uhr beginnen die ersten Aufführungen an den verschiedenen Spielorten in der Feldkircher Innenstadt.

Auch heuer sorgen Gaukler, Solokünstler und Ensembles aus zahlreichen Ländern, darunter Italien, Schottland, Frankreich, Deutschland, Rumänien, die Slowakei und Ghana, für internationales Flair und ein abwechslungsreiches Straßenkunstprogramm.