Geerdet und doch voller Pläne

Understatement oder doch Realismus: Altach spricht vor dem Auftakt vom Klassenerhalt.
Altach 36 Spiele, 15 Tore und sechs Torvorlagen! Hinter diesen imponierenden Zahlen steht mit Patrick Greil die “Lebensversicherung” aus der Vorsaison. Mit dem Start in die neue Saison steht der 29-Jährige verständlicherweise im Mittelpunkt des Interesses. Bei den heimischen Fans, aber auch bei den gegnerischen Trainern. Das gilt für Sonntag umso mehr, als er seinen 30. BL-Auftritt im SCRA-Dress ausgerechnet bei einem seiner Ex-Vereine, beim SK Rapid, bestreitet.
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Doch Altachs erfolgreichster Torschütze der Vorsaison hat gelernt, die Dinge ein wenig entspannter zu nehmen. “Ich bin mit großen Erwartungen hierhergekommen”, verrät er im Vorfeld des Auftaktspiels. Das Umfeld, die Mannschaft und auch die Fans hätten ihm den Druck dieser Erwartungshaltung genommen. Nun, ein Jahr später, spricht er für sich von einer “Super-Vorbereitung”, in der er stets versucht habe, an das Limit zu gehen. Greil fühlt sich bereit, auch weil er hier in Altach erst unter Fabio Ingolitsch und seit Jänner auch bei Ognjen Zaric das volle Vertrauen spürt. “Im Vorjahr habe ich mir das etwas erarbeiten müssen, jetzt kann ich mich voll auf die Arbeit konzentrieren”, skizziert er seine unterschiedliche Wahrnehmung.
Fußball
Admiral Bundesliga 2026/27
1. Spieltag
SK Rapid Wien vs. SCR Altach, Sonntag
Wien, Allianz Arena, 19 Uhr, SR Jakob Semler (ST)
Saisonergebnisse 2025/26: 0:0 (h), 1:1 (a)
SK Rapid Wien (4-3-3) Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Auer – Tilio, Bajlicz, M. Seidl – Haidara, Kara, Dahl
Es fehlen: Ndzie, Nunoo, Mbuyi, Marcelin, Vincze (alle verletzt)
Fraglich: Amane (angeschlagen)
SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Rahmani – Jäger, Demaku, Bähre, Böckle – Massombo, Diawara, Greil
Viel Lob für den Charakter
Greil ist sich dennoch bewusst, dass es für ihn persönlich jetzt gilt, die Auftritte aus dem Vorjahr zu bestätigen. Doch darüber zu sprechen ist nicht so sein Ding, viel lieber lässt der Rechtsfuß auf dem Feld Taten folgen.
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Mit seinen Leistungen hat sich Greil auch innerhalb der Mannschaft Gehör verschafft. Und so haben seine Aussagen durchaus Gewicht, wenn er im positiven Sinne davon spricht, dass Spieler wie Dejan Stojanovic oder Mike Bähre im Verein geblieben sind. “Als österreichischer Verein hätte ich da schon mal ein Auge auf die beiden geworfen”, lobt er diesbezüglich auch die sportliche Leitung wegen der Verlängerung der Verträge.

Wichtig ist ihm ebenso, dass der Charakter innerhalb der Mannschaft passt. “Wir sind eine Truppe, die will, die einen Ehrgeiz hat und die trotz eines gewissen Alters das Bedürfnis hat, absolute Topleistungen auf den Platz zu bringen.” Die körperlichen Defizite wie bei Neuzugang Srdjan Hrstic oder auch beim erneut leicht angeschlagenen Denizcan Cosgun sollten bis Ende des Monats behoben sein.
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Wichtige Veränderung
Den Wegfall der Punkteteilung nach 22 Runden beurteilen sowohl Greil als auch sein Trainer Ognjen Zaric als sehr positiv, wohlwissend, dass Altach in den vergangenen Jahren durchaus Profiteur dieser Regelung war. Aus Spielersicht ist deshalb der Herbstdurchgang noch einmal anders zu beurteilen. “Wir werden versuchen, da gleich bei der Partie zu sein”, sagt Greil.

In personeller Hinsicht kann Altach bis auf den verletzten Japaner Shingo Nakano (21) auf jenen Kader zurückgreifen, der für einen erfolgreichen Start in die Cupsaison gesorgt hat. Die auferlegte Außenseiterrolle lässt sich laut Zaric leicht aufzeigen. “Der Marktwertunterschied der Mannschaften von Altach (Anm. d. Red.: 8,9 Millionen Euro) zu Cupgegner Leobendorf ist nicht so hoch wie jener von Rapid (46,1 Millionen Euro) zu uns.”