“Abenteuer” mit selbstgebasteltem Floß fiel buchstäblich ins Wasser: So verlief eine dramatische Rettung auf dem Bodensee

Sieben Männer versanken in einer Holzkiste im Bodensee. Ihr Glück im Unglück: Zufällig befanden sie sich auf dem Kurs, den das Feuerwehrboot “Föhn” eingeschlagen hatte.
Hard Im wahrsten Sinne des Wortes turbulent ging es am frühen Montagabend auf dem Bodensee zu. Nicht nur, dass stürmischer Wind die Wellen über einen halben Meter hoch schlagen ließ, sondern auch, dass ein Notruf wegen eines manövrierunfähigen Motorbootes bei der Feuerwehr Hard einging.
Doch als sich deren Mannschaft mit ihrem Boot “Föhn” auf den Weg zur Bergung machte, stach ihr ein weitaus ernsterer Notfall ins Auge. Es war auf Höhe der Rheinmündung, wie Feuerwehrkommandant Patrick Wiedl den VN schilderte: “Wir sahen, dass direkt vor uns ein hölzernes Floß im Sinken begriffen war. Mehrere Personen befanden sich bereits im Wasser. Ein Notruf war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgesetzt worden.”
“G’hörige Kerle aus Vorarlberg”
Für die “Schiffbrüchigen” sei die Situation aufgrund der stürmischen Verhältnisse und einer beträchtlichen Entfernung zum Rheindamm doch recht dramatisch gewesen, sagte Wiedl. Aber sie hatten Glück, dass das Feuerwehrboot zufällig den Unfallort passierte und die Mannschaft umgehend Rettungsmaßnahmen ergriff.

Während das selbstgebastelte Floß, bei dem es sich laut dem Einsatzleiter mehr um eine “Holzkiste als ein Floß” handelte, immer mehr mit Wasser volllief und schlussendlich von den Fluten des Bodensees verschlungen wurde, konnten sämtliche Männer sicher mit Seilen aus dem Wasser geborgen werden. “Da waren keine Frauen dabei, sondern es waren sieben g’hörige Kerle aus Vorarlberg”, schildert Wiedl.
“Überaus dankbar”
Sämtliche Männer konnten sicher an Bord des Feuerwehrbootes gehievt werden. “Sie waren alle unverletzt geblieben, sie erlitten keine Unterkühlungen oder sonst was. Anschließend brachten wir sie sicher an Land, wo sie sich uns gegenüber dann überaus dankbar erwiesen”, so Wiedl über den glücklichen Abschluss der Rettungsaktion.