“Wir haben 4,10 Meter See unterm Brett” – Springen erlaubt, Nervenkitzel inklusive

Der Wasserstand des Bodensees ist deutlich gesunken. Während Badegäste im Innenbereich der Bregenzer Mili bereits problemlos stehen können, darf am Brett noch gesprungen werden.
BREGENZ Der niedrige Wasserstand des Bodensees sorgt derzeit vielerorts für Diskussionen. Während im Innenbereich der Bregenzer Mili das Wasser inzwischen so flach ist, dass Erwachsene stellenweise problemlos stehen können, bleibt das Sprungbrett weiterhin geöffnet. Der Grund liegt tief unter der Wasseroberfläche.

“Beim Sprungbrett haben wir nach wie vor mehr als vier Meter Wassertiefe”, erklärt Alexander Fritz, Betriebsleiter des Strandbads Bregenz und der Mili. Bereits vor Jahrzehnten wurde der Bereich gezielt ausgebaggert. Dadurch bleibt dort selbst bei sinkendem Pegel genügend Wasser, um einen sicheren Sprungbetrieb zu ermöglichen.


Anders präsentiert sich die Situation beim Holzsteg im Strandbad Bregenz. Dort wird die Wassertiefe zu Beginn jeder Saison exakt vermessen. Grundlage ist der aktuelle Seestand, anschließend beobachten die Mitarbeiter laufend den Pegel des Bodensees.

Ausreichende Wassertiefe unterm Sprungbrett
Derzeit befinden sich unter dem Sprungbereich am Holzsteg noch rund 4,10 Meter Wasser. Erst wenn die Tiefe auf 3,80 Meter absinkt, wird der Bereich vollständig gesperrt. “Wir haben also noch einen Sicherheitsabstand. Das Wasser müsste nochmals rund 30 Zentimeter sinken, bevor an der Spitze des Stegs nicht mehr gesprungen werden darf”, sagt Fritz.


Absperrungen gibt es entlang des Holzstegs allerdings keine. Stattdessen weisen Schilder auf das Sprungverbot außerhalb der freigegebenen Bereiche hin. “Das ist entlang der gesamten Uferlinie so. Es ist offensichtlich, dass links und rechts des Stegs zu wenig Wasser ist. Da setzen wir auch auf die Eigenverantwortung der Badegäste”, betont der Betriebsleiter.

Durch den gesunkenen Pegel hat sich für Mutige das Sprungerlebnis sogar verändert. Seit Anfang Juni ist der Bodensee um rund 40 Zentimeter gefallen. “Das Sprungvergnügen ist dadurch um diese 40 Zentimeter höher geworden”, sagt Fritz mit einem Schmunzeln.

Für Sprungbegeisterte gibt es vorerst Entwarnung: Sowohl das Sprungbrett in der Mili als auch der Sprungbereich am Holzsteg erfüllen derzeit weiterhin die notwendigen Sicherheitsvorgaben.