Hochjochbahn soll neu gebaut werden – dadurch fällt eine andere Bahn weg

Der Antrag für den Neubau der Hochjochbahn ist eingereicht. Bis das Projekt umgesetzt werden kann, sind jedoch noch einige Hürden zu nehmen.
Schruns Die Hochjochbahn soll neu gebaut werden. Die Silvretta Montafon hat dazu die naturschutzrechtliche Bewilligung bei der Bezirkshauptmannschaft eingereicht. „Wir befassen uns derzeit mit der Weichenstellung für die Zukunft der Hochjochbahn“, informiert Thomas Ettenberger, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Silvretta Montafon.

Die Bahn stammt aus dem Jahr 1966, weshalb eine umfassende Generalrevision erforderlich ist, um den Betrieb künftig gewährleisten zu können. Auch der alte Kropfen-Sessellift müsste modernisiert werden. Für die Hochjochbahn gibt es damit zwei Varianten: eine umfassende Generalrevision oder ein Neubau auf der bestehenden Trasse, der gleichzeitig die Kropfenbahn ersetzen würde.

Für den Neubau müssen jedoch noch mehrere Voraussetzungen erfüllt werden. Derzeit laufen unter anderem das naturschutzrechtliche Bewilligungsverfahren, baurechtliche Klärungen sowie Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümern. Zudem steht noch die finale Genehmigung durch die internen Gremien aus. „Erst wenn sämtliche Voraussetzungen gegeben sind, könnte mit der Realisierung des Projekts begonnen werden“, so Ettenberger.

Einseil-Umlaufbahn mit 10er-Kabinen
Geplant ist eine Einseil-Umlaufbahn mit 10er-Kabinen, die eine Förderkapazität von rund 2000 Personen pro Stunde hätte. Damit würde sich die Förderkapazität gegenüber den aktuellen kombinierten Kapazitäten der Hochjochbahn und der Kropfenbahn zwar nur um rund 500 Personen pro Stunde erhöhen, „für die Gäste würde dies jedoch eine massive Qualitätsverbesserung durch höheren Komfort, erleichterten Ein- und Ausstieg sowie kürzere Fahrzeiten bedeuten“.