Lange gezittert, am Ende gejubelt: Der erste Dreier ist geschafft

Der Aufsteiger hielt stark dagegen, doch am Schluss setzte sich Qualität durch.
Dornbirn Der erste Saisonsieg ist eingefahren, doch leicht wurde er dem FC Dornbirn nicht gemacht. Beim 3:1 (1:0) gegen den FC Wolfurt mussten die Rothosen vor 500 Zuschauern in der Birkenwiese lange Geduld beweisen. Der Aufsteiger hielt das Prestigeduell bis tief in die Schlussphase offen und hatte sogar die große Möglichkeit, die Partie zwischenzeitlich komplett zu drehen. Erst Kapitän Tamas Herbaly beseitigte in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer die letzten Zweifel.
Für Dornbirn-Trainer Heinz Fuchsbichler stand nach einem intensiven Match bei enormer Hitze deshalb vor allem eines über allem: „Das Wichtigste waren die drei Punkte und der erste Sieg.“ Dabei sah der Trainer durchaus, warum seine Mannschaft länger als notwendig um den Erfolg zittern musste. „Bei diesen Mördertemperaturen war es ein Geduldsspiel, weil wir schon in der ersten Viertelstunde zu viele Chancen ausgelassen haben. Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen“, bilanzierte Fuchsbichler.

Toptorjäger Herbaly traf in der starken Anfangsphase nur die Torumrandung. Die Führung benötigte schließlich etwas Wolfurter Mithilfe. Nach einer Hereingabe von Talip Karaaslan bugsierte Marian Zehrer den Ball in der 16. Minute unglücklich ins eigene Tor. Danach stabilisierten sich die Gäste und gestalteten die Begegnung zunehmend ausgeglichen.

Nach der Pause zahlten sich laut Fuchsbichler vor allem die Veränderungen der Hausherren aus. „Die taktischen Umstellungen zur Pause waren goldrichtig“, sagte der Dornbirner Trainer. Trotzdem schlug zunächst Wolfurt zu. Ausgerechnet der frühere Dornbirner Yusuf Özüyer glich in der 58. Minute zum 1:1 aus – und plötzlich war das Derby völlig offen.
Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Finn Bolkart sogar die Wolfurter Führung auf dem Fuß. Mit seinem ersten Ballkontakt kam der Joker zur Riesenchance, konnte sie aber nicht verwerten. Diese Szene sollte sich rächen. Wenig später schlug Herbaly erstmals zu und brachte Dornbirn in der 65. Minute wieder mit 2:1 in Führung.
Wolfurt-Coach Jürgen Maccani haderte deshalb nach dem Schlusspfiff mit dem Resultat. „Wir haben das Spiel bis zum Schlusspfiff offen gestaltet und da wäre sicher mehr drinnen gewesen. Wir hätten sehr gerne von der Birkenwiese etwas mitgenommen. Die sehr gute Leistung wurde leider nicht belohnt“, sagte Maccani. Eine besondere Note bekam das Wiedersehen auch dadurch, dass gleich sieben Wolfurter in der Startelf standen.
Eine Schlüsselrolle spielte dabei Karaaslan. In seiner neuen Position als Regisseur war er mit zwei Assists Dreh- und Angelpunkt des Dornbirner Offensivspiels und der auffälligste Akteur auf dem Platz.
Vier Langzeitverletzte fehlen Dornbirn, drei davon sollen in den kommenden Wochen zurückkehren und die Qualität im Kader weiter erhöhen.
Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen ist Dornbirn damit wieder vorne dabei. Aufsteiger Wolfurt hält nach zwei Runden bei einem Zähler und wartet trotz einer starken Vorstellung auf den ersten vollen Erfolg. VN-TK
















