Analysen und individuelle Trainingspläne: Was Wendelin Seher in seinem Fitnessstudio anders machen will

VN / 10.08.2026 • 11:12 Uhr
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Wendelin Seher eröffnet im Oktober sein eigenes Fitnessstudio. Bilder: VN/JUN

Kein „Massenbetrieb“, sondern bewusst exklusiv: In Lorüns eröffnet Wendelin Seher im Herbst das „House of Performance“ mit einem besonderen Ansatz.

Lorüns In Lorüns entsteht im Herbst das „House of Performance“ – ein Fitnessstudio, aber nicht im klassischen Sinne. Im Mittelpunkt stehen laut Wendelin Seher (25) individuelle Betreuung und auf die Kunden abgestimmte Trainingspläne.

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Früher befand sich in diesem Gebäude ein Escape Room.
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Acht bis zehn Parkplätze stehen den Mitgliedern zur Verfügung.

„Ich finde, das größte Problem ist, dass man oft einen Vertrag unterschreibt und dann ziemlich allein gelassen wird“, sagt Wendelin Seher. „Mich persönlich hat das in anderen Fitnessstudios nicht gestört, weil ich mich auskenne. Aber ich weiß, dass es für viele Menschen ein Problem ist.“ Er hat einen anderen Ansatz: Durch Tests und Screenings ermittelt er den Ist-Zustand und erstellt darauf basierend einen Trainingsplan. „Danach ist das Training eigentlich einfach“, sagt der Brazer. Alle vier bis fünf Wochen gibt es neue Tests und einen neuen Trainingsplan.

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Wendelin Seher ist Fitnesstrainer, Athletiktrainer und Strength Coach.

Analysen und Tests

Eine Körperstrukturanalyse gibt Aufschluss über Körperfett und Muskelmasse. Die Spiroergometrie zeigt zudem, welche Energiequellen der Körper nutzt und wie der Stoffwechsel arbeitet. „Das ist besonders interessant für Menschen, die in ihrer Ernährung etwas verändern möchten.“ Die Ergebnisse fließen in einen auf Kalorienbedarf und Trainingsziel abgestimmten Ernährungsplan ein. Mit dem Stresspilot testet Seher das Nervensystem. „Ich sehe, wie hoch die Belastung ist und wie gut der Wechsel zwischen Stress- und Erholungsmodus funktioniert.“

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Der Brazer kann sich vorstellen, künftig auch einen Outdoor-Trainingsbereich anzubieten.

Auch reine Diagnostik mit regelmäßigen Stoffwechsel- und Belastungstests bietet Seher an. „Das ist für ambitionierte Marathonläufer interessant, weil sie dadurch genau wissen, in welchen Trainingszonen sie trainieren sollten.“ Langfristig möchte er einen Athletikbereich mit individueller Leistungsdiagnostik aufbauen.

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Mit einem QR-Code kann man jederzeit ins Fitnessstudio.

Wendelin Seher ist ausgebildeter Fitnesstrainer, Athletiktrainer und Strength Coach. Sein Studium in Fitnesswissenschaft und Fitnessökonomie habe ihm fachlich wenig gebracht. „Vieles war Auswendiglernen und wieder Vergessen. Das meiste lernt man in der Praxis.“ Ein eigenes Fitnessstudio wollte er schon immer haben. „Ich habe mit 17 Jahren meine Lehre begonnen und damals schon davon geträumt. Zwischendurch habe ich diesen Gedanken etwas verloren, aber in den vergangenen zwei Jahren ist er wieder stärker geworden.“

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Noch befindet sich das Fitnessstudio im Bau. Hier sollen bald die zwei Umkleidekabinen, das Büro und die Theke entstehen.
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Im Obergeschoss kann man seine Ausdauer trainieren und Krafttraining mit Hanteln machen.

Im Erdgeschoss befinden sich die Kraftgeräte, im Obergeschoss der Freihantelbereich sowie Ausdauergeräte. Die Ausdauergeräte greifen auf die Testergebnisse zurück und passen die Belastung automatisch an. „Mir geht es darum, dass die Leute immer wissen, was sie tun müssen. Auch wenn ich nicht da bin, haben sie ihren Trainingsplan in der App“, sagt Seher. Per QR-Code erhalten die Mitglieder Zugang zum „House of Performance“, doch Seher ist ohnehin vor Ort. Die Öffnungszeiten werden voraussichtlich von 7.30 bis 21.30 Uhr sein. Mitarbeiter sind vorerst nicht geplant. „Wenn das Studio gut läuft, kann sich das natürlich ändern.“

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Hier entsteht der Kraftbereich.

100 Mitglieder

Das Gebäude ist recht klein, weshalb ein „Massenbetrieb gar nicht möglich wäre“. Deshalb möchte er „das Studio bewusst exklusiv halten“. Vorerst beschränkt Seher die Mitgliederzahl auf 100. Er könnte sich vorstellen, später einmal auf 110 oder 120 Mitglieder aufzustocken, „aber sicher keine tausend Mitglieder wie in großen Fitnessketten“.

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Im Büro führt Wendelin Seher die Tests durch.

Ein wichtiger Punkt für ihn ist das Thema Longevity. „Es ist nie zu spät, etwas für die Gesundheit zu tun – egal ob man 30 oder 80 Jahre alt ist. Ich möchte die Menschen gesund und mobil halten.“

Sehers Vater fand das Gebäude über eine Anzeige. „Wir haben es uns angesehen und ich hatte sofort das Gefühl, dass das Konzept perfekt hierher passt. Deshalb ging alles relativ schnell“, erzählt Seher. Die Eröffnung ist für Oktober geplant.