Beliebter Klettersteig gesperrt: Bürgermeister sah Felsbrocken stürzen

Helmut Pechhacker reagierte umgehend und stellte mehrere Warnschilder auf. Klettersteig und Wanderweg bleiben vorerst gesperrt – nun schaut sich ein Landesgeologe das Gelände an.
St. Anton im Montafon „Gestern um 16 Uhr hat es ghörig gerumpelt.“ Bürgermeister Helmut Pechhacker wohnt direkt unterhalb des Wasserfalls in St. Anton im Montafon. Er hat gesehen, wie Felsbrocken hinter dem Wasserfall hinuntergestürzt sind. Auch Baumstämme wurden in die Tiefe gerissen. Daraufhin hat Pechhacker eigenhändig mehrere Schilder mit dem Hinweis aufgestellt, dass der Wanderweg und der Klettersteig bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Beim Parkplatz hat er ein Schild platziert, zwei weitere auf dem Weg zum Klettersteig sowie eines beim Einstieg. „Die Schilder sind nicht zu übersehen.“

Wo genau die Steine hinuntergingen, konnte Pechhacker mit dem Fernglas nur erahnen. Der Klettersteig selbst sowie der Wanderweg seien vom Felssturz jedoch nicht direkt betroffen. Dennoch wollte der Bürgermeister kein Risiko eingehen und sperrte beides sicherheitshalber, denn die Sicherheit der Bevölkerung stehe schließlich an oberster Stelle.

Klettersteiggeher haben den Felssturz gestern ebenfalls gehört, befanden sich zu diesem Zeitpunkt aber glücklicherweise beim Ausstieg. Ein Landesgeologe schaut sich noch am Montag das Gelände und die Abbruchstelle an. Er wird anschließend über die Freigabe des Klettersteigs und des Wanderwegs entscheiden.
Der Wasserfall-Klettersteig im Schwierigkeitsgrad C/D ist bei Einheimischen und Touristen dank des kurzen Zustiegs beliebt. Über den Wanderweg gelangt man zudem zur Kapelle Valleu und weiter zur Davenna sowie zum Zwölferkopf.