Pioneers-Youngsters stürmen los

Bis zum Saisonauftakt am 18. September gibt es für die Feldkircher noch viel zu tun.
Feldkirch Gute fünf Wochen hat Pioneers-Trainer Marko Ojanen und seine Mannschaft noch Zeit, um für das erste Meisterschaftsspiel am 18. September gerüstet zu sein. „Tägliches Eistraining, etliche Leistungstests und Aktivitäten abseits der Halle lassen zum Auftakt keine Zeit zum Verschnaufen“, betont der neue Feldkirch-Trainer nach der ersten offiziellen Einheit am Montag. Zwei Torhüter, sieben Verteidiger und 12 Stürmer umfasst der aktuelle Kader des ICEHL-Teilnehmers. Im Vergleich zum Vorjahr stellte der Verein das Team bis auf wenige Ausnahmen komplett um. Dies war notwendig, da lange nicht feststand, ob die Oberländer eine weitere Liga-Saison finanziell stemmen können. „Das war eine große Herausforderung“, erklärt Michael Lampert. Der sportliche Leiter vertraut auf das Potenzial des aktuellen Kaders. Mit einem Durchschnittsalter von 24,3 Jahren sind die Feldkircher das jüngste Liga-Team. „Natürlich visieren wir wieder die Pre-Playoffs an. Der Weg bleibt schwierig, aber unser finnisches Trainerteam mit Marko Ojanen und Tony Virta besitzt viel Erfahrung. Die beiden holen garantiert das Letzte aus der Mannschaft heraus.“

Neuzugänge suchen Verantwortung
Einer, der genau deshalb nach Feldkirch wechselte, ist der 20-jährige Oliver Lam. Der Stürmer, der für den KAC bereits 70 Spiele in der höchsten heimischen Spielklasse absolvierte, drängt auf Einsatzzeit. „Ich möchte einfach mehr Verantwortung übernehmen“, erklärt der Linksschütze. Für den ehemaligen Rotjacken ist dieser Schritt eine Umstellung: „Ich verlasse zum ersten Mal Klagenfurt und gewöhne mich erst an die neuen Rahmenbedingungen.“ Lam steht mit dieser Erfahrung nicht allein da: Gleich 14 der 21 Spieler feierten zum Trainingsauftakt ihre Premiere im Pioneers-Dress.
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Mögliches Zwillingsbruderduell auf dem Eis
Das gilt auch für Anthony Costantini. Für den 24-jährigen kanadischen Verteidiger bildet die Montfortstadt die erste Station außerhalb Nordamerikas. „Mir gefällt das europäische Eishockey. Die größere Eisfläche erfordert viel stärkere Scheibenkontrolle und mehr Puckbesitz“, analysiert Costantini. Sein Zwillingsbruder Marco wagte gemeinsam mit ihm den Sprung über den Teich und hütet beim Ligakonkurrenten Bozen das Tor. Costantini hofft auf ein Aufeinandertreffen: „Wir bestritten in unserer Karriere schon öfter direkte Duelle. Das ist immer speziell.“

Heimkehr nach Feldkirch
Eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln vollzieht Colin Leeb. Nach drei Jahren in kanadischen und US-amerikanischen Nachwuchsligen kehrte der 20-jährige in seine Heimatstadt zurück. „Hier erlernte ich das Eishockeyspielen und hier setze ich meinen nächsten Karriereschritt“, betont der Angreifer, der auch schon für den Nachwuchs der Vienna Capitals auflief. „Ich möchte überzeugen“, meint der Angreifer.

Einer, der die Liga bestens kennt, ist Aron Summer. Der 21-Jährige bildet seit dem Ligaeinstieg der Pioneers vor vier Jahren einen festen Kaderbestandteil. „Die momentan größte Herausforderung besteht darin, dass ich mir die Namen meiner neuen Teamkollegen merke. Aber es klappt von Tag zu Tag besser“, scherzt der Allrounder, der sowohl stürmen als auch verteidigen kann. Ob die Trainer ihn in dieser Saison als Goalgetter oder als Abräumer aufbieten, bleibt für Summer zweitrangig: „Das entscheiden die Coaches. Für mich zählt, dass ich zu Einsätzen komme.“ Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bald: Bereits am 18. August steigt das erste Testspiel gegen den Schweizer Zweitligisten HC Thurgau. ABR