Neue Qualität, neue Energie: Katnik will mit Bizau den nächsten Schritt machen

Spielertrainer geht mit einem neu formierten FC Bizau in seine vierte Saison.
Bizau Beim Eliteligisten FC Bizau hat sich im Sommer einiges bewegt. Nach dem Klassenerhalt in der vergangenen Saison wurde der Kader verändert, Qualität verpflichtet und bewusst Platz für neue Hierarchien geschaffen. Für Spielertrainer Lukas Katnik, der seit drei Jahren beim Wälder-Klub tätig ist, soll daraus vor allem eines entstehen: eine Mannschaft, gegen die niemand gerne spielt.
“Wir haben teilweise bewusst Spieler mit hoher Qualität abgegeben, um uns neu auszurichten und andere Schwerpunkte zu setzen”, erklärt Katnik. Gleichzeitig seien Neuzugänge gekommen, die frische Energie, Mentalität und neue Hierarchien in die Mannschaft bringen sollen. Mit Julian Klaus Wießmeier und Boro Todorovic vom FC Dornbirn sowie Ivo Antonio Kralj von SW Bregenz holte Bizau prominente Namen. Dazu kommen Reinaldo Silva Ribeiro von Wacker Innsbruck, Luca Samuel Forster aus Lochau, Hakan Cansiz vom Dornbirner SV, Luca Natter und Manuel Palkovich aus Bezau sowie Lorenz Aurel Beer aus Ravensburg. Die Leihe von Raphael Welte aus Sulz wurde verlängert.
Spielern eine Plattform bieten
Dass Verpflichtungen wie jene von Kralj oder Wießmeier kritisch gesehen werden, beschäftigt Katnik wenig. “Irgendwo müssen die Jungs ja Fußball spielen – oder sollen sie aufhören?” Wenn Bizau diesen Spielern eine gute Plattform bieten könne und sie vom eingeschlagenen Weg überzeugt seien, profitiere letztlich auch die Liga davon. Entscheidend sei aber die Mischung. “Langfristig funktioniert das nur, wenn das Fundament aus eigenen Spielern und einem guten Nachwuchs besteht.”
Genau darin liegt für Bizau eine besondere Herausforderung. Als einwohnermäßig kleinste Gemeinde der Eliteliga sind die Möglichkeiten begrenzt. Der Kader ist entsprechend schmal. Umso wichtiger werden die Spieler aus Bizau und der Umgebung, von denen einige längst zu Leistungsträgern geworden sind. Katnik hofft, künftig wieder mehr Eigengewächse dauerhaft in die Kampfmannschaft integrieren zu können. Gleichzeitig stellt er klar: In der Eliteliga müsse die Qualität stimmen. Eine konkrete Platzierung ruft der Spielertrainer nicht aus. Viel wichtiger sei es, möglichst schnell eine Einheit zu formen.

Für Katnik selbst bleibt Bizau ebenfalls der Mittelpunkt. Der Spielertrainer absolviert derzeit die A-Lizenz und schließt eine spätere Zukunft im Profifußball nicht aus. “Alles kann, nichts muss.” Mit einem Auge schiele er zwar in diese Richtung, aktuell gelte seine gesamte Aufmerksamkeit aber dem FC Bizau. VN-TK