Salti auf zwei Brettern in den Rheinauen

VN / 13.08.2026 • 13:13 Uhr
Die stolzen Sieger beim Freestyle-Camp: (v.l.)  Jonas Pelikan, Juliane Liesinger, Trainer und Wettkampforganisator Hans Krojer, Aaron Auer, Lilith Gann, Johanna Mühlhäuser und Luis Rüttler.
Die stolzen Sieger beim Freestyle-Camp: (v. l.) Jonas Pelikan, Juliane Liesinger, Trainer und Wettkampforganisator Hans Krojer, Aaron Auer, Lilith Gann, Johanna Mühlhäuser und Luis Rüttler.Carmen Thurnher

Beim Salto-Camp des SC Mühlebach zeigten junge Freestyler in den Rheinauen ihr Können.

Hohenems Zwei Wochen lang gehörten die Freestyle-Schanzen im Erholungszentrum Rheinauen in Hohenems ganz den jungen Skispringern auf zwei Brettern. Beim Salto-Camp des SC Mühlebach trainierten Buben und Mädchen zwischen neun und 14 Jahren an ihrer Technik – und machten dabei auch vor spektakulären Sprüngen nicht Halt.

Das lang anhaltende schöne Wetter ermöglichte intensive Trainingseinheiten auf den Schanzen. Für die Badegäste in den Rheinauen war das eine willkommene Abwechslung. Während nebenan im Wasser Abkühlung gesucht wurde, zeigten die Kinder auf den Freestyle-Schanzen, was sie sich in den vergangenen Tagen erarbeitet hatten. Besonders der Salto auf Ski entwickelte sich zum Lieblingssprung.

                     Wendelin Gann mit einer perfekten Grätsche.
Wendelin Gann mit einer Grätsche.Carmen Thurnher

Vom Trampolin auf die Schanze

Bevor es auf die Schanze ging, stand allerdings viel Grundlagenarbeit auf dem Programm. Die Kinder übten die Bewegungsabläufe beim Bodenturnen, auf dem Trampolin und am Sprungbrett. Erst dann wurde die Technik auf die Ski übertragen. So entstanden sichere Salti – vorwärts ebenso wie rückwärts.

Luis Rüttler zeigte einen
Luis Rützler zeigte einen “Helikopter”.Carmen Thurnher

Mit dabei war wieder die Kindergruppe von Philipp Steinwender aus Salzburg, die mehrere Wochen im Sommer zu den Trainingspartnern des SC Mühlebach gehört. Gemeinsam wurde an den Sprüngen gefeilt und immer wieder korrigiert. Mut, Konzentration und eine sichere Landung gehörten ebenso dazu.

Den Badegästen präsentierten sich spektakuläre Sprünge.
Den Badegästen präsentierten sich spektakuläre Sprünge.Carmen Thurnher

Den Abschluss des 14-tägigen Sprungtrainings bildete am Wochenende der zweite Wettkampf. Dabei kam es nicht darauf an, den schwierigsten Sprung zu zeigen. Bewertet wurden vor allem die technische Ausführung und eine möglichst sichere Landung. Zusätzlich konnten Zufallspunkte gesammelt werden. Auf dem Programm standen zwei Wettkampfsprünge, bei denen die jungen Freestyler ihre Salti zeigen konnten.

Junge Talente zeigen auf

Bei den Mädchen setzte sich Lilith Gann mit einem gelungenen Vorwärtssalto und 28 Punkten durch. Juliane Liesinger kam mit 26 Punkten auf Rang zwei, Johanna Mühlhäuser belegte mit 22 Punkten den dritten Platz. Bei den Buben holte sich Aaron Auer mit 32 Punkten den Sieg. Er zeigte sowohl einen Vorwärts- als auch einen Rückwärtssalto in sehr guter technischer Ausführung und landete sicher. Nur einen Punkt dahinter folgte Jonas Pelikan mit 31 Punkten. Dritter wurde der jüngste Teilnehmer, Luis Rützler, mit 30,5 Punkten. Mit einem tollen Helikopter und einem Vorwärtssalto stellte er dabei ebenfalls sein Talent unter Beweis.

Aaron Auer zeigte einen
Aaron Auer zeigte einen “Daffy”.Carmen Thurnher

Auch Hans Krojer, der seit 13 Jahren die Entwicklung im Vorarlberger Skiverband lenkt,  zeigte sich vom Nachwuchs angetan: “Scheinbar wächst hier die nächste Freestyle-Generation Vorarlbergs heran”, meinte er. Krojer kennt die Entwicklung des Sports aus nächster Nähe. Mit dem Dornbirner Julius Forer gehört auch ein Olympiateilnehmer und Hoffnungsträger für die Freestyle-Weltmeisterschaften 2027 im Montafon zu seinem Team.

Für die jungen Teilnehmer endete das Camp damit mit einem Wettkampf, viel Erfahrung und einigen gelungenen Salti. cth