Derby-Wende bringt ersten großen Jubel der Saison

Regionalliga / 16.08.2026 • 10:17 Uhr
Lochau gewann das Derby gegen Altach II mit einem Tor Differenz. VN
Lochau gewann das Derby gegen Altach II mit einem Tor Differenz. VNthomas Knobel

Nach Rückstand dreht der Aufsteiger die Partie mit zwei Toren und viel Druck.

Lochau Großer Jubel beim SV Lochau: Der Westliga-Neuling hat am dritten Spieltag den ersten vollen Erfolg in dieser Leistungsstufe eingefahren. Im Derby gegen die SCR Altach Juniors drehten die Leiblachtaler einen 0:1-Rückstand nach der Pause noch in einen 2:1-Heimsieg. Vor 400 Zuschauern im Stadion Hoferfeld sorgten Benjamin Kaufmann und Robin Lhotzky mit ihren Treffern innerhalb von nur 13 Minuten für die Wende.

Altach Juniors agierte kompakt und ging unmittelbar vor dem Seitenwechsel in Führung. Nico Helbock traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:0. Es war bereits das dritte Saisontor des Angreifers, der von Nemanja Krstovic ideal bedient wurde.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild allerdings grundlegend. Lochau kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine, übernahm immer stärker das Kommando und drängte auf den Ausgleich. Der fiel in der 53. Minute durch Benjamin Kaufmann, der mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern ins rechte Eck traf. Der Angreifer, der im Derby im Offensivbereich eine starke Vorstellung bot, ließ Altach-Torhüter Selke keine Abwehrchance.

Lochau blieb am Drücker und belohnte sich zwölf Minuten später ein zweites Mal. Verteidiger Robin Lhotzky war bei einer Offensivaktion mit aufgerückt, stand im richtigen Moment goldrichtig und staubte zum 2:1 ab. Zwei Treffer in nur 13 Minuten hatten aus einem Rückstand eine Führung gemacht, die sich die Gastgeber anschließend nicht mehr nehmen ließen.

Lochau-Coach Metin Batir sah vor allem in der zweiten Hälfte eine klare Dominanz seiner Mannschaft und durfte sich über den ersten Dreier in der Vereinsgeschichte freuen.

Die Altach Juniors versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Ohne einen Vollprofi im Aufgebot fehlte dem jungen Team nach dem Seitenwechsel allerdings zunehmend die Durchschlagskraft. Özbek und Yabantas hatten noch Möglichkeiten auf den Ausgleich, konnten die Niederlage aber nicht mehr verhindern.

Damit steht für die Rheindörfler nach drei Spieltagen weiterhin erst ein Punkt zu Buche. Mit nun vier Punkten rangiert der Aufsteiger bereits auf Platz sieben und unterstreicht, dass er in dieser Liga eine Bereicherung sein kann. VN-TK