Joker sticht in der Nachspielzeit: Zwei Traumtore beenden lange Durststrecke

Ein später Geniestreich beschert dem Aufsteiger ein 2:1-Sieg gegen Reichenau.
Wolfurt Was für ein Ende am Sportplatz an der Ach. Erst in der 82. Minute eingewechselt, wurde Rückkehrer Mehmet Bayraktar beim zweiten Heimspiel des RLW-Neuling FC Wolfurt zum großen Matchwinner. In der dritten Minute der Nachspielzeit schnappte sich der 22-jährige Offensivspieler auf der linken Außenbahn den Ball, setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und vollendete aus spitzem Winkel am Fünfer ins lange Eck. Das 2:1 gegen die SVG Reichenau war die letzte Aktion des Spiels. Nur Sekunden später beendete Schiedsrichterin Biljana Iskin vor 300 Zuschauern die Partie.
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Der Jubel kannte entsprechend kaum Grenzen. Schließlich mussten die Wolfurter lange auf einen solchen Moment in der Regionalliga West warten. Der letzte Heimsieg in dieser Spielklasse lag mehr als drei Jahre zurück: Am 20. April 2023 hatte Wolfurt Bischofshofen mit 1:0 bezwungen.
Dabei begann die Partie mit einer Schrecksekunde. Bereits nach acht Minuten musste Wolfurts Torhüter Robin Fink gegen Lukas Zangerl in Extremis klären und verhinderte einen frühen Rückstand. Ömer Köken brachte Reichenau in der 46. Minute mit 1:0 in Führung.
Wolfurt zeigte sich keineswegs geschockt. Nur neun Minuten später schlugen die Hausherren zurück. Nach einer gefühlvollen Ecke von Yusuf Özüyer stieg Verteidiger Marian Zehrer hoch und setzte einen wuchtigen Kopfball ins linke Kreuzeck. Ein Treffer, der nicht nur den Ausgleich brachte, sondern auch neue Energie freisetzte.

In der 62. Minute hätte die Partie bereits kippen müssen. Der eingewechselte Finn Bolkart kam mit seinem ersten Ballkontakt zu einer Riesenchance, ließ diese jedoch ungenutzt. Zwei Minuten später brauchte Wolfurt auf der anderen Seite Glück und einen aufmerksamen Valerio Petrovic. Nach einem Schuss von Mahmut Bozkurt rettete der Verteidiger auf der Torlinie und hielt das 1:1 fest.
Als vieles bereits auf eine Punkteteilung hindeutete, kam Bayraktars großer Auftritt. Acht Minuten nach seiner Einwechslung nahm der Rückkehrer sein Herz in die Hand und sorgte für die Entscheidung. Zwei Traumtore, drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Für die Maccani-Elf ist dieser Erfolg nach den jüngsten Personalsorgen auch ein Befreiungsschlag zur richtigen Zeit. VN-TK