Kreative Frauenpower auf Schloss Wolfurt

Drei junge heimische Künstlerinnen stellten ihre Werke aus.
Wolfurt: “Wo kann es eine bessere Kombi geben? Hier auf Schloss Wolfurt haben wir Kunst, Sonne und dazu eine unglaubliche Aussicht”, meinte Vizebürgermeister Johannes Böhler in seinen Begrüßungsworten und bezeichnete Kunst als wichtigen Teil der Gesellschaft, der dabei helfe, die Welt besser zu verstehen. Unter dem Motto “Plural Bodies” präsentierten die Künstlerinnen Magdalena Köb, Shirin Fink und Tahereh Fink vier Tage lang ihre Werke im historischen Rahmen von Schloss Wolfurt. Dabei waren sie bereit, “ihr Innerstes nach außen zu kehren”, wie Kurator Siegi Fink betonte.

Feierliche Vernissage
Viele Menschen hatten trotz hochsommerlicher Temperaturen den Weg zum Schloss gefunden, wo im schattigen Garten die Vernissage der Ausstellung stattfand. Nach einem musikalischen Einklang mit Roland Bundschuh am Didgeridoo und Sebastian King an der Percussion sprach Mitinitiator Ferde Hammerer zu den Gästen.


“Wir sind sehr froh, dass es uns trotz der Auflösung des Kulturkreises gelungen ist, erneut Kunst ins Schloss zu bringen. Dabei konnten wir auf die Unterstützung der Marktgemeinde, der Raiffeisenbank am Hofsteig und zahlreicher Ehrenamtlicher zählen.” Nach persönlichen Einblicken der jungen Künstlerinnen hielt die Künstlerin, Theaterpädagogin, Clownfrau und Grafikerin Francesca Motta die Vernissagerede. “Auch in meiner Arbeit ist das Thema Körper zentral. Unser Körper bietet uns auch viele Möglichkeiten, uns den Kunstwerken zu nähern. So möchte ich Sie einladen, nah heranzugehen, zu experimentieren und sich auszutauschen.”




Verschiedene Zugänge
Die Einladung Mottas nahmen die Gäste gerne an und begaben sich ins Innere des Schlosses. Jede der drei Künstlerinnen hatte einen Bereich mit ihren Werken bespielt. Magdalena Köb hat sich in den vergangenen Jahren in Dänemark intensiv mit Glas und Keramik beschäftigt. An der Royal Danish Academy auf Bornholm absolvierte sie den Studiengang “Crafts in Glass and Ceramics”. Erst im Frühjahr kehrte sie nach Vorarlberg zurück und präsentierte auf Schloss Wolfurt ihre Glaskunst. “Glas dient mir als Metapher, um Fragen von Zeit, menschlicher Erfahrung und Existenz zu erforschen. Intuition sowie die transformativen Eigenschaften des Materials sind ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeiten”, beschrieb sie ihre eindrücklichen Skulpturen.



Für die Schwestern Shirin und Tahereh Fink ist Kunst auf unterschiedliche Weise Teil ihres Lebens. Shirin studiert aktuell Grafikdesign an der New Design University St. Pölten und widmet sich daneben vor allem der Malerei. “Das Zeichnerische ist für mich auch ein Weg, gewissen Dingen einen Körper zu geben”, meinte sie. Tahereh Fink beschäftigt sich in ihrer Fotografie vor allem mit dem experimentellen Porträt. Mit ihren Fotografien war sie nun Teil der Ausstellung “Plural Bodies”. “Es ist für mich eine schöne Gelegenheit, zu zeigen, was ich kann, und zu sehen, wie es beim Publikum ankommt. Wir sind alle drei sehr dankbar für diese tolle Möglichkeit”, sagte sie.LCF








