Hier treffen sich Harderinnen und Harder zur Feierabend-Fitness

Teilnehmer von “Bewegt im Park” sind beim Fitnesskurs am Seeufer zusammen sportlich aktiv.
Hard Es ist Montagabend, die Sonne ist kurz vor dem Untergehen, und auf der Wiese am Ufer des Harder Beckens findet sich ein Dutzend Leute zusammen. Aus einer Musikbox läuft Popmusik, Sportmatten werden ausgerollt, Trinkflaschen bereitgestellt. Sobald alle fertig sind, begrüßt Trainer Bernd Schäfer die Teilnehmer und erklärt die ersten Übungen. Sie kreisen die Arme und machen Hampelmänner, um sich aufzuwärmen, während Schäfer rundumgeht und schaut, dass alle die Übung korrekt ausführen.
Jeden Montagabend um 19 Uhr treffen sich im Harder Stedepark Menschen zum Fitnesskurs des österreichweiten Projekts “Bewegt im Park”. Der zwölf Wochen lange Kurs geht noch bis zum 31. August. Das Projekt wurde kurz nach der Corona-Pandemie durch die Karate & Kickbox Union Hard auch nach Vorarlberg gebracht. Schäfer ist Trainer im Verein und leitet den Harder Fitnesskurs seit Beginn.

Der Kurs soll die Leute daran erinnern, dass man auch mit wenig Platz und wenig Zeit Sport treiben kann. “Viele sagen, ich kann nicht ins Fitnesscenter, das geht sich von der Zeit nicht aus. So kriegen sie mit, was man eigentlich auf zwei Quadratmetern machen kann”, meint Schäfer. Alles, was man zum Mitmachen braucht, ist ein Handtuch oder eine Sportmatte.

Seit diesem Jahr ist das Interesse an dem Kurs deutlich gestiegen, sagt Bernd Schäfer. Früher waren acht bis zwölf Personen pro Einheit am Start, heuer kommen meist rund 20 Personen, um sich auf der Wiese am See zu bewegen. Mitmachen kann jeder, egal ob jung oder alt, Anfänger oder Fortgeschrittener. Die junge Generation sei eher weniger vertreten, “aber ich würde sagen, von Mitte 20 bis über 60 kommen die Menschen schon”, meint der Trainer. Der Kurs ist gratis, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Egal, ob die Sonne scheint oder Regen fällt, die eine Stunde Ganzkörperworkout wird durchgezogen. Zuerst wird mit einem Aufwärmprogramm gestartet, danach folgen Kraft- und Ausdauerübungen wie Liegestütze oder Sit-ups. Zuletzt wird noch gedehnt und mobilisiert. Das Programm variiert jedes Mal ein wenig, ist vom Grundaufbau aber immer gleich. Während des Workouts dürfen ein paar motivierende Songs nicht fehlen. Außerdem betont Schäfer immer wieder, dass die Teilnehmer selbst auf ihren Körper hören und nur so viel mitmachen sollen, wie gut für sie ist. JUF