Admira Dornbirn rüstet für das große Fest

80 Jahre Verein und neue Sportanlage – in Rohrbach laufen die Vorbereitungen fürs Fest.
Dornbirn Derzeit ist auf der neuen Sportanlage des SC Admira Dornbirn bereits einiges los. Die Kampfmannschaft hat gerade das Stadtderby gegen den Dornbirner Sportverein im Cup gewonnen, der Spielbetrieb läuft – und gleichzeitig rückt ein ganz besonderes Wochenende näher. Am 19. und 20. September feiert die Admira ihr 80-jähriges Bestehen. Mit der Eröffnung der neuen Sportanlage kommt ein zweiter Grund zum Feiern dazu. Die Vorbereitungen für das Jubiläumswochenende laufen bereits seit Monaten.

„Das ist natürlich etwas ganz Besonderes“, sagt Daniel Böhler. Der 30-Jährige gehört dem Organisationsteam an und hat viele Fäden in der Hand. Seit Anfang des Jahres arbeitet das sechsköpfige Komitee an den Festtagen. Alexandra Feuerstein, Gerhard Ritter, Hermann Huber, Maximilian Huber, Laurin Moll und Böhler trafen sich regelmäßig, dazu kamen kleinere Abstimmungen.

Ein Wochenende mit vielen Facetten
Der Auftakt erfolgt am Samstag, 19. September. Um 12.30 Uhr treffen die Juniors auf Hohenems 1b, um 15 Uhr spielt die Kampfmannschaft in der Eliteliga gegen Hard. Ab 17 Uhr folgt ein Kleinfeldturnier für Alt-Herren- und Hobbyteams aus Dornbirn. Ab 19 Uhr sorgen The Spooners für Live-Musik. Dazu stehen die Siegerehrung und die Ziehung der Jubiläumstombola auf dem Programm.

Am Sonntag geht es um 10 Uhr weiter. Dann werden die Nachwuchsteams von der U7 bis zur U16 präsentiert. Um 10.30 Uhr folgen Feldmesse und Weihung der Sportanlage. Um 11.15 Uhr wird die neue Sportstätte durch Bürgermeister Markus Fäßler eröffnet. Anschließend folgt ein Frühschoppen mit Musikverein Rohrbach und Pure Acoustic. Für Kinder gibt es eine Tombola mit Tauschbörse, eine Kinderolympiade und Kinderschminken.

Nach zwei Jahren zurück „nach Hause“
Dass die Eröffnung weit mehr als ein weiterer Programmpunkt ist, hat einen konkreten Grund. Am 16. Dezember 2024 zerstörte ein schwerer Brand die Sportanlage im Rohrbach. Clubheim, Kabinen, Sanitäranlagen, Duschen, Lagerflächen und Tribüne wurden vollständig zerstört. Was folgte, waren zwei Jahre mit Provisorien. Trotzdem musste der Spiel- und Trainingsbetrieb weiterlaufen. Vor allem die Spielerinnen und Spieler haben in dieser Zeit einiges zurückstecken müssen. „Gleichzeitig hat sich der Zusammenhalt bei der Admira gezeigt. Es wurde nie groß gejammert, viele haben im Hintergrund mitangepackt“, erzählt Böhler.



Nun soll die neue Anlage wieder zum Treffpunkt werden. „Endlich wieder richtig nach Hause zu kommen“, ist für viele im Verein ein besonderer Gedanke, wie er sagt. Nach den vergangenen zwei Jahren wird bei der Eröffnung wohl bei vielen ein großer Stein vom Herzen fallen.
Eine zweite Familie
Böhler selbst ist seit 2014 eng mit der Admira verbunden. Mit 18 Jahren wechselte er vom FC Dornbirn zur Admira, nachdem er zuvor eine Saison in Schwarzach gespielt hatte. Schon damals überzeugte ihn der Weg des Vereins, auf Dornbirner Spieler zu setzen. 2022 kam er in den Vorstand, 2023 beendete er seine aktive Karriere. Heute kümmert er sich unter anderem um Social Media, Veranstaltungen, Fotos und Videos sowie den Fanshop.

Die Admira ist für ihn längst mehr als ein Fußballverein: „Der Verein ist wie eine zweite Familie.“ Dass ihm nun bei Jubiläum und Eröffnung eine zentrale Rolle zukommt, empfindet er als Ehre und als Zeichen des Vertrauens. Gleichzeitig betont er, dass ein Fest dieser Größe nur gemeinsam möglich sei.
Seit 1946 gehört die Admira zum Vorarlberger Amateurfußball. Das Festwochenende soll zurückblicken, aber vor allem auch ein besonderer Neustart sein. cth