Buchs Hausberg trägt neues Schmuckstück

Nach 44 Jahren steht am Schneiderkopf wieder eine Kreuzweihe bevor.
Buch Auf dem Schneiderkopf bei der Aussichtskuppe auf etwa 940 Metern, der höchsten Erhebung der Kleingemeinde Buch, steht seit Kurzem ein neues Bergkreuz. Es ersetzt jenes Kreuz, das 1982 auf Initiative von Albert Tomasini (Naturwacht Wolfurt) errichtet worden war und den Witterungseinflüssen zunehmend Tribut zollen musste. Übrigens liegt der höchste Punkt des Bergrückens Schneiderkopf, obwohl das Kreuz auf Bucher Gemeindegebiet steht, auf einer unmittelbar benachbarten, bewaldeten Kuppe in der Gemeinde Bildstein.

Den Anstoß zur notwendigen Erneuerung gab der pensionierte Landwirt Egon Eberle. Beim Pflanzenmarkt im Mai gelang es Altbürgermeister Ewald Hopfner, den erfahrenen Zimmerer Eugen Flatz für die nicht alltägliche Aktion zu gewinnen. Dieser sagte zu und investierte in weiterer Folge zahlreiche Stunden in die Umsetzung.

Gemeinschaftlich
Allein die Einteilung der Inschrift “Dem Herrn aller Berge” beschäftigte Flatz einen ganzen Arbeitstag, weitere drei Tage widmete er den Schnitzarbeiten. Am Projekt beteiligten sich weitere Helfer: Hubert Müller stellte das benötigte Holz zur Verfügung. Norbert Steurer erneuerte Sockel und Halterung am Berg, Wernfried Bilgeri jun. fertigte den Blumenhalter aus Chromstahl an und Julian Steurer übernahm die Spenglerarbeiten. Mit einer teilweisen Metallabdeckung wurden besonders wetteranfällige Stellen geschützt, um die Lebensdauer des Kreuzes deutlich zu erhöhen. “Das neue Schmuckstück misst 3,55 Meter und bringt rund 120 Kilogramm auf die Waage”, hielt der hauptverantwortliche Handwerker Flatz fest.


Besondere Verbindung
Es war ein heißer Nachmittag, als eine Handvoll Engagierter aus dem Kameradschaftsbund, der künftig die Patronanz innehat, zur Neuaufstellung ausrückte. Große Freude über das gelungene Werk zeigte Ewald Hopfner, der mit dem Schneiderkopf eine besondere Verbindung hat. Seit 2003 dokumentiert der rührige Dorfchronist unter anderem seine Aufstiege auf den Hausberg. “Es dürften inzwischen rund 4000 sein”, erzählt er. “Kurz vor dem nächstjährigen Neunziger werden es naturgemäß weniger”, meint der Ehrenbürger schmunzelnd. Mehr geworden sind hingegen die Möglichkeiten zur Rast entlang des Wanderweges, konkret oberhalb der Parzelle Tobel: Aus dem Altholz des vormaligen Kreuzes wurde eine Sitzbank gefertigt.

Bergmesse mit Weihe
Im Rahmen der Bergmesse wird das neue Kreuz – ein seltener Akt – seiner Bestimmung übergeben. Die Freiluftmesse wird am Sonntag, 6. September, um 12 Uhr von Dekan Marius Dumea zelebriert. Für die musikalische Umrahmung samt Frühschoppenkonzert sorgt der Musikverein Buch. Die Bewirtung beginnt bereits um 10.30 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt verkehrt auch ein Shuttledienst für gehbeeinträchtigte Gäste (Anmeldungen bei Christian Winder unter der Nummer 0664/62 55 871) ab der Bucher Kirche. Seit knapp zehn Jahren kümmert sich der Kameradschaftsbund nun eigenständig um die Pflege der beliebten Veranstaltung am Berg. Zuvor wechselten sich die Rotkreuz-Ortsstelle Buch und die Naturwacht Wolfurt im Rotationsprinzip viele Jahre ab. MST









