Altacher Niederlage bei Doublesieger LASK

Der SCR Altach kassiert bei Champions-League-Teilnehmer LASK eine 0:3-Niederlage.
Linz Auch das erste Aufeinandertreffen seit dem Cupfinale am 1. Mai ging an den LASK. Seit dem letzten Spiel gegen Altach hatte sich viel getan – vor allem bei den Linzern. Zum Cup- gesellte sich ein Meistertitel, erst am Dienstag wurde mit einer sensationellen Aufholjagd der Einzug in die Ligaphase der Champions League geschafft. In der Bundesliga war die Elf von Dietmar Kühbauer in drei Spielen dreimal siegreich – und behielt die makellose Bilanz auch im vierten Ligaspiel. Bei Altach hingegen dominierte in den vergangenen zwei Wochen vor allem ein Thema: Das von Yann Massombo bestreikte Auswärtsspiel beim SK Sturm inklusive dem Zwist zwischen Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch und den Altacher Verantwortlichen im Nachgang. Massombo jedenfalls entschuldigte sich für sein Verhalten bei der Mannschaft, er stand gegen die Linzer wieder im Kader. Als er nach der Pause den Rasen betrat, lag sein Team bereits 0:2 zurück – in Hälfte zwei kam noch ein weiteres Linzer Tor dazu.
In der Startelf nahm Trainer Ognjen Zarić zwei Änderungen im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den TSV Hartberg vor. Statt dem verletzten Benedikt Zech (Muskelfaserriss) rückte Rassa Rahmani in die Abwehr, im Angriff ersetzte Marko Raguz Srdjan Hrstić und feierte sein Startelfdebüt bei Altach.
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Wie der LASK in die Partie startete, glich einem Überfall. Nach gerade einmal 25 Sekunden schob Moses Usor den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Keine drei Minuten später ging es erneut über die halblinke Seite, Christoph Lang bekam viel zu viel Platz, wurde weder von Lukas Jäger noch von Vesel Demaku und Mike Bähre attackiert und schloss nach kurzem Dribbling schnörkellos via Innenpfosten ins kurze Eck zum 1:0 ab (3.). Der LASK spielte gefällig, mit Tempo, kreativ – und Altach ließ sich hinten reindrücken.

In Minute elf wurde es wieder brenzlig, erneut spielte Lang Jäger aus, Stojanović konnte im Eins-gegen-Eins blocken, in der 19. Spielminute wehrte Altachs Tormann einen Distanzschuss von Krystof Danek stark zur Ecke ab, und nach genau dieser Ecke fiel das 2:0. Die Linzer gewannen gleich drei Kopfballduelle im Strafraum, den letzten verlängerte Lang zum Doppelpack (19.). Auch nach dem 2:0 gehörten die besseren Möglichkeiten den Hausherren, Kasper Jörgensen köpfelte drüber (25.), Stojanović wehrte eine kurz vor ihm abgefälschte Hereingabe von George Bello reaktionsschnell ab (26.).

Ein Versuch von Altach-Schienenspieler Niklas Niehoff drehte sich indes vom Tor weg (23.), einen Freistoß von Rahmani hielt Lukas Jungwirth im Nachfassen (33.). Der LASK hatte alles im Griff, Altach spielte auch mit.
Zerfahren nach der Pause
Massombo kam zur Pause für Raguz, wurde demonstrativ mit High Fives bedacht, aus dem Gästesektor gab es nur vereinzelt Pfiffe. Auf dem Platz änderte sich wenig, die erste Chance nach Wiederbeginn hatte Xavier Mbuyamba, sein Schuss segelte knapp am Kreuzeck vorbei (52.), Usor platzierte einen Abschluss zu zentral (61.). Im Gegensatz zur ersten Hälfte fehlte aber weitgehend das Tempo, aufgrund vieler Fouls war die Partie zerfahren – und die Abschlüsse des LASK waren wesentlich harmloser als noch vor der Pause.

Altachs ersten wirklichen Abschluss in Hälfte zwei konnte der eingewechselte Srdjan Hrstić verbuchen, nach einem Ballgewinn kurz hinter der Mittellinie versuchte er, Jungwirth zu überheben – der Versuch war allerdings zu unpräzise (69.). Neben Yanis Eisschill schickte Zarić in der Schlussphase auch Rodney Elongo-Yombo zu seinem Debüt für Altach auf den Platz. In Minute 83 verbuchte der auch einen Abschluss, der Ball ging drüber. Der LASK hingegen nutzte zunächst zwei gute Möglichkeiten durch Florian Flecker (84.) und Danek (84.) nicht, kurz vor dem Ende legte Flecker per Schuss ins Kreuzeck aber doch noch nach (89.).
Durch die 0:3-Niederlage in Linz steht Altach zumindest vorübergehend am Tabellenende. Am Freitag folgt das Cupspiel der zweiten Runde gegen den SK Bischofshofen.
Admiral Bundesliga, 5. Spieltag
LASK – SCR Altach 3:0 (2:0)
Linz, Raiffeisen-Arena; 12.659 Zuschauer; SR Alexander Harkam
Torfolge: 3. 1:0 Christoph Lang, 19. 2:0 Christoph Lang, 89. 3:0 Florian Flecker
Gelbe Karten: 47. Mbuyamba, 55. Tornich, 56 Nastl (Co-Trainer) bzw. 51. Diawara, 53. Demaku, 54. Greil, 66. Milojevic
LASK (5-3-2): Jungwirth – Jörgensen (64. Flecker), Mbuyamba, Tornich (64. Freckleton), Andrade, Bello (72. Dibango) – Danek, Schöpf, Horvath (64. Bogarde) – Usor (81. Kane), Lang
SCR Altach (3-4-3): Stojanovic – Jäger, Milojevic, Rahmani – Niehoff, Demaku (78. Eisschill), Bähre, Böckle – Diawara (62. Hrstic), Raguz (46. Massombo), Greil (78. Elongo-Yombo)