Hattrick für Eggers “Gebirgs-Feuerwehr”

VN / 02.09.2026 • 15:15 Uhr
Kommandant Matthias Flatz gelang mit seinem Team – Lorenz Lang, Christof Geiger, Jakob Metzler, Jodok Geiger, Richard und Benjamin Flatz, Gerhard Schneider und Tobias Metzler (v. l.) das Kunststück, den Alpin-Bewerb um den Goldenen Bergschuh zum dritten Mal in Folge zu erringen. PETER STRAUSS
Kommandant Matthias Flatz gelang mit seinem Team – Lorenz Lang, Christof Geiger, Jakob Metzler, Jodok Geiger, Richard und Benjamin Flatz, Gerhard Schneider und Tobias Metzler (v. l.) – das Kunststück, den Alpin-Bewerb um den Goldenen Bergschuh zum dritten Mal in Folge zu erringen. peter strauss

Dritter Sieg in Folge bei zehnter Auflage des Alpin-Wettkampfs um den Goldenen Bergschuh.

Alberschwende Waldbrandkatastrophen von Griechenland über Italien und Frankreich bis Spanien und Portugal sind seit Wochen in den Schlagzeilen. Auch im Osten und Süden von Österreich halten brennende Bergwälder Feuerwehren in Atem – Vorarlberg blieb bislang von größeren Ereignissen verschont, kleine Brände in alpinem Gelände wurden im Keim erstickt.

Beim traditionellen „Blaulicht-Clubbing“ in der umfunktionierten Feuerwehrgarage konnte Bezirksfeuerwehrinspektor Reinhard Karg den Goldenen Bergschuh und den Wanderpokal an die Egger Wettkampfgruppe überreichen.
Beim traditionellen “Blaulicht-Clubbing” in der umfunktionierten Feuerwehrgarage konnte Bezirksfeuerwehrinspektor Reinhard Karg den Goldenen Bergschuh und den Wanderpokal an die Egger Wettkampfgruppe überreichen. peter strauss

Wertvolles Training

Dessen ungeachtet hat sich auch bei uns die Feuerwehr gewappnet und zwei Waldbrand-Stützpunkte eingerichtet und diese entsprechend ausgestattet. Hilfsmittel ist das eine, die Ausbildung der Feuerwehrleute das andere – und deshalb ist der alpine Wettkampf um den Goldenen Bergschuh eine wertvolle Trainingsmöglichkeit, um sich im Kampf gegen Feuer in unseren Bergregionen zu wappnen.

Nach oben spritzen heißt
Nach oben spritzen heißt “Löschangriff beendet”. peter strauss

Dabei ist der Wettkampf in Alberschwendes ehemaliger Eis-Arena, die zu einem spektakulären Bikepark umgebaut wurde, nur die Spitze des Eisbergs, denn die teilnehmenden Wettkampfgruppen müssen sich intensiv vorbereiten, um eine Chance auf Bergschuh und Wanderpokal zu wahren.

Zum letzten Mal drückt Hauptbewerter Johannes Moosbrugger den Startknopf. 63,15 Sekunden später schloss die Egger Wettkampfgruppe den Bewerb als Sieger ab. 7,28 Punkte vor Riefensberg, 9,12 Punkte vor Sibratsgfäll.
Zum letzten Mal drückt Hauptbewerter Johannes Moosbrugger den Startknopf. 63,15 Sekunden später schloss die Egger Wettkampfgruppe den Bewerb als Sieger ab. 7,28 Punkte vor Riefensberg, 9,12 Punkte vor Sibratsgfäll. peter strauss

Anspruchsvolle Herausforderung

Das für wagemutige Biker adaptierte Gelände simuliert eine realistische Ernstfall-Annahme: Bergauf und bergab sowie quer zum Hang Leitungen zu legen, würde auch bei einem wirklichen Waldbrand im alpinen Gelände erforderlich sein. Der Aufgabenstellung entsprechend ist die Zeit denn auch wesentlich länger als beim Wettbewerb um den goldenen Helm oder beim Kampf um das goldene Strahlrohr. Dementsprechend größer auch die “Chance”, Strafsekunden aufzureißen.

Unter den kritischen Blicken der Bewerter startet der Löschangriff. Jetzt muss jeder Handgriff sitzen.
Unter den kritischen Blicken der Bewerter startet der Löschangriff. Jetzt muss jeder Handgriff sitzen. peter strauss

Insgesamt auf gutem Weg

Bezirksfeuerwehrinspektor Reinhard Karg und Bezirksvertreter Gallus Beer konnten sich bei einem spannenden Wettkampf davon überzeugen, dass vor allem die Spitzen-Wettkampfgruppen auf gutem Weg sind, wogegen es bei anderen Gruppen noch durchaus Luft nach oben – sprich Trainingsbedarf – gibt. Dass ausgerechnet die Wettkampfgruppe der Stützpunktwehr Bezau das Ranking der Fehlerpunkte anführte und deshalb nur an 19. Stelle der 21 angetretenen Teams landete, mag einer rabenschwarzen Tagesform geschuldet sein, soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch eine Reihe anderer Wettkampfgruppen noch Potenzial ausschöpfen sollte.

In der Pause versorgte Bürgermeister Klaus Sohm (Mitte) den Platzsprecher Michael Lenz (r.), Feuerwehrkommandant Johannes Geser, BFI Reinhard Karg und Bezirksvertreter Gallus Beer.
In der Pause versorgte Bürgermeister Klaus Sohm (Mitte) den Platzsprecher Michael Lenz (r.), Feuerwehrkommandant Johannes Geser, BFI Reinhard Karg und Bezirksvertreter Gallus Beer. peter strauss

Reine Nervensache

Der Wettkampf, von Platzsprecher Michael Lenz dem zahlreichen Publikum bestens erläutert, wurde zu einer wahren Nervenschlacht. Im Grunddurchgang zeigte Sibratsgfäll unmissverständlich an, dass es Egg nicht leicht haben würde, den 2024 und 2025 gewonnenen Wanderpokal erneut zu erringen. Sibratsgfäll erzielte Tagesbestzeit, ließ Egg 73 Hundertstelsekunden zurück, kassierte aber zehn Strafsekunden. Auch Riefensberg blieb nicht fehlerfrei, konnte aber Blons und Alberschwende auf Distanz halten.

Zwischen Grunddurchgang und Finale noch schnell ein Pausensnack, samt
Zwischen Grunddurchgang und Finale noch schnell ein Pausensnack, samt “V’rrupferle” von den Marketenderinnen. peter strauss

Diese fünf Teams qualifizierten sich für das Finale, wo zunächst Alberschwende Blons überholte und Sibratsgfäll hinter Riefensberg zurückfiel. Es lag also am Titelverteidiger, der als letztes Team auf die Bahn ging. Die Mannschaft aus Egg leistete sich zwar zehn Fehlerpunkte, war erneut 15 Hundertstel langsamer als Sibratsgfäll, doch diese Gruppe kassierte erneut zehn Fehlerpunkte, sodass Egg knapp vor Riefensberg und Sibratsgfäll endgültig den Wanderpokal holte und den dritten Goldschuh in Folge mit nach Hause nahm.

Gemeindevertretung hielt mit

Detail am Rande: Die Alberschwender Gemeindevertretung stellte sich der “Profi”-Konkurrenz und schlug sich mit dem 10. Platz – einen Rang hinter den Tiroler Gästen aus Ranggen und zwei Plätze vor Liechtensteins Gast aus Vaduz – respektabel. STP

Kurze Verschnaufpause für das zahlreiche Publikum.
Kurze Verschnaufpause für das zahlreiche Publikum. peter strauss
Penible Vorbereitung am Startplatz . . .
Penible Vorbereitung am Startplatz. peter strauss
Das Kommando schickt die Gruppe auf den Parcours.
Das Kommando schickt die Gruppe auf den Parcours. Peter Strauss
Nur nicht daneben greifen . . .
Nur nicht daneben greifen. Peter Strauss
Unzählige Male trainiert – jetzt muss es passen.
Unzählige Male trainiert – jetzt muss es passen. Peter Strauss

 

Wo sonst die Mountainbiker ihre Runden ziehen, eilen Feuerwehrler zum „Brandplatz“.
Wo sonst die Mountainbiker ihre Runden ziehen, eilen Feuerwehrler zum “Brandplatz”. Peter Strauss
Die Riefensberger Wettkampfgruppe hat sich an der Strecke zur hautnahen Beobachtung der Konkurrenten eingerichtet.
Die Riefensberger Wettkampfgruppe hat sich an der Strecke zur hautnahen Beobachtung der Konkurrenten eingerichtet. Peter Strauss
   Feuerwehrjugend an der Strecke – bequem fußfrei in der ersten Reihe.
Feuerwehrjugend an der Strecke – bequem fußfrei in der ersten Reihe. Peter Strauss
Auf dem letzten Steilhang noch ein paar Schritte bis zum „Brandplatz“.
Auf dem letzten Steilhang noch ein paar Schritte bis zum “Brandplatz”. Peter Strauss
Wasser marsch!
Wasser marsch! Peter Strauss
Riefensberg hat vorgelegt, in 67,01 fehlerfreien Sekunden Sibratsgfäll überholt, aber ob es auch zum Sieg reicht?
Riefensberg hat vorgelegt, in 67,01 fehlerfreien Sekunden Sibratsgfäll überholt, aber ob es auch zum Sieg reicht? Peter Strauss
Die Egger Zeit passt, 63,15 Sekunden - jetzt entscheiden die Fehlerpunkte. Fünfzehn sind verkraftbar, es sind nur zehn – das bedeutet Platz eins!
Die Egger Zeit passt, 63,15 Sekunden – jetzt entscheiden die Fehlerpunkte. Fünfzehn sind verkraftbar, es sind nur zehn – das bedeutet Platz eins! Peter Strauss