Hattrick für Eggers “Gebirgs-Feuerwehr”

Dritter Sieg in Folge bei zehnter Auflage des Alpin-Wettkampfs um den Goldenen Bergschuh.
Alberschwende Waldbrandkatastrophen von Griechenland über Italien und Frankreich bis Spanien und Portugal sind seit Wochen in den Schlagzeilen. Auch im Osten und Süden von Österreich halten brennende Bergwälder Feuerwehren in Atem – Vorarlberg blieb bislang von größeren Ereignissen verschont, kleine Brände in alpinem Gelände wurden im Keim erstickt.

Wertvolles Training
Dessen ungeachtet hat sich auch bei uns die Feuerwehr gewappnet und zwei Waldbrand-Stützpunkte eingerichtet und diese entsprechend ausgestattet. Hilfsmittel ist das eine, die Ausbildung der Feuerwehrleute das andere – und deshalb ist der alpine Wettkampf um den Goldenen Bergschuh eine wertvolle Trainingsmöglichkeit, um sich im Kampf gegen Feuer in unseren Bergregionen zu wappnen.

Dabei ist der Wettkampf in Alberschwendes ehemaliger Eis-Arena, die zu einem spektakulären Bikepark umgebaut wurde, nur die Spitze des Eisbergs, denn die teilnehmenden Wettkampfgruppen müssen sich intensiv vorbereiten, um eine Chance auf Bergschuh und Wanderpokal zu wahren.

Anspruchsvolle Herausforderung
Das für wagemutige Biker adaptierte Gelände simuliert eine realistische Ernstfall-Annahme: Bergauf und bergab sowie quer zum Hang Leitungen zu legen, würde auch bei einem wirklichen Waldbrand im alpinen Gelände erforderlich sein. Der Aufgabenstellung entsprechend ist die Zeit denn auch wesentlich länger als beim Wettbewerb um den goldenen Helm oder beim Kampf um das goldene Strahlrohr. Dementsprechend größer auch die “Chance”, Strafsekunden aufzureißen.

Insgesamt auf gutem Weg
Bezirksfeuerwehrinspektor Reinhard Karg und Bezirksvertreter Gallus Beer konnten sich bei einem spannenden Wettkampf davon überzeugen, dass vor allem die Spitzen-Wettkampfgruppen auf gutem Weg sind, wogegen es bei anderen Gruppen noch durchaus Luft nach oben – sprich Trainingsbedarf – gibt. Dass ausgerechnet die Wettkampfgruppe der Stützpunktwehr Bezau das Ranking der Fehlerpunkte anführte und deshalb nur an 19. Stelle der 21 angetretenen Teams landete, mag einer rabenschwarzen Tagesform geschuldet sein, soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch eine Reihe anderer Wettkampfgruppen noch Potenzial ausschöpfen sollte.

Reine Nervensache
Der Wettkampf, von Platzsprecher Michael Lenz dem zahlreichen Publikum bestens erläutert, wurde zu einer wahren Nervenschlacht. Im Grunddurchgang zeigte Sibratsgfäll unmissverständlich an, dass es Egg nicht leicht haben würde, den 2024 und 2025 gewonnenen Wanderpokal erneut zu erringen. Sibratsgfäll erzielte Tagesbestzeit, ließ Egg 73 Hundertstelsekunden zurück, kassierte aber zehn Strafsekunden. Auch Riefensberg blieb nicht fehlerfrei, konnte aber Blons und Alberschwende auf Distanz halten.

Diese fünf Teams qualifizierten sich für das Finale, wo zunächst Alberschwende Blons überholte und Sibratsgfäll hinter Riefensberg zurückfiel. Es lag also am Titelverteidiger, der als letztes Team auf die Bahn ging. Die Mannschaft aus Egg leistete sich zwar zehn Fehlerpunkte, war erneut 15 Hundertstel langsamer als Sibratsgfäll, doch diese Gruppe kassierte erneut zehn Fehlerpunkte, sodass Egg knapp vor Riefensberg und Sibratsgfäll endgültig den Wanderpokal holte und den dritten Goldschuh in Folge mit nach Hause nahm.
Gemeindevertretung hielt mit
Detail am Rande: Die Alberschwender Gemeindevertretung stellte sich der “Profi”-Konkurrenz und schlug sich mit dem 10. Platz – einen Rang hinter den Tiroler Gästen aus Ranggen und zwei Plätze vor Liechtensteins Gast aus Vaduz – respektabel. STP











