Bregenz holt sich Anregungen in Salzburg: Welche Ideen könnten auch am Bodensee funktionieren?

VN / 03.09.2026 • 18:00 Uhr
Bregenz holt sich Anregungen in Salzburg: Welche Ideen könnten auch am Bodensee funktionieren?
Von Landeshauptstadt zu Landeshauptstadt: “Sie haben uns drei tolle Beispiele gezeigt, was möglich ist”, berichtet Bürgermeister Michael Ritsch. Prisma

In Bregenz stehen mehrere große Bauvorhaben an. Salzburg liefert Beispiele.

Bregenz Bregenz schaut nach Salzburg: In dieser Woche hat eine Delegation aus Bregenz die Mozartstadt besucht. Mit dabei waren Bürgermeister Michael Ritsch, Vizebürgermeister Roland Frühstück, Eva Blum, Leiterin der Dienststelle Stadtraum und Klima, sowie Bregenz-Tourismus-Geschäftsführer Robert Salant. Was kann sich Bregenz von Salzburg abschauen?

Bregenz holt sich Anregungen in Salzburg: Welche Ideen könnten auch am Bodensee funktionieren?
Bernhard Ölz (Vorstandsvorsitzender der Prisma Unternehmensgruppe), Bürgermeister Michael Ritsch, sein Salzburger Kollege Bernhard Auinger und Vizebürgermeister Roland Frühstück. Prisma

Der Vorarlberger Projektentwickler Prisma hat in Salzburg seit 2009 drei innerstädtische Quartiere mit insgesamt rund 800 Wohnungen und 19.000 Quadratmetern Büro-, Arbeits- und Gewerbeflächen entwickelt. Auch in Bregenz stehen mehrere große Projekte an. Prisma plant Quartiere im Weiherviertel, an der Arlbergstraße und in der Seestadt. Hinzu kommen der Bahnhofsneubau sowie das Seequartier von Rhomberg Bau und i+R.

Motel One Bregenz
Am Eingang zum Bregenzer Weiherviertel entsteht das erste Motel One der Bodenseeregion mit 128 Zimmern. Die Eröffnung ist im Frühling 2029 geplant. Rendering/Cukrowicz Nachbaur Architekten
Motel One Bregenz
Neben dem Austausch mit dem Salzburger Bürgermeister Bernhard Auinger stand in Salzburg auch ein Treffen mit dem CEO der Hotelkette Motel One am Programm. Rendering/Cukrowicz Nachbaur Architekten

„Beim Weiherviertel geht es konkret um die Nutzung der Erdgeschoßzonen. Es stellt sich immer die Frage, ob dort nur Dienstleistungen wie Physiotherapiepraxis, Rechtsanwaltskanzlei oder Architekturbüro funktionieren – oder ob dort auch eine hochwertige Gastronomie, Handel oder andere Nutzungen möglich sind. Das haben wir uns in den Salzburger Quartieren angeschaut, die ebenfalls nicht unbedingt mitten im Zentrum liegen, aber mittlerweile mit dem Zentrum zusammengewachsen sind“, erläutert Bürgermeister Michael Ritsch.  

Auf dem Areal soll das Innovationsquartier Bregenz entstehen.   prisma
Beim „Brevue“ getauften Projekt an der Ecke Arlbergstraße/Josef-Huter-Straße ist der Vorentwurf für das Quartier mittlerweile abgeschlossen, wie Prisma-Vorstand Bernhard Ölz unlängst mitteilte. Läuft alles nach Plan, soll der Baustart Mitte 2027 erfolgen. Prisma

Beim Prisma-Projekt im Weiherviertel steht der Baustart unmittelbar bevor: Für das Motel One ist der Spatenstich noch in diesem Jahr geplant. Mit dem Bau der Wohn- und Geschäftsgebäude, die Prisma gemeinsam mit der Vorarlberger Landesversicherung (VLV) im hinteren Bereich umsetzt, soll, wenn möglich, im ersten Quartal 2027 begonnen werden.

Bregenz holt sich Anregungen in Salzburg: Welche Ideen könnten auch am Bodensee funktionieren?
Auf Einladung von Prisma holte sich die Delegation aus Bregenz Anregungen in Salzburg. Im Bild: Prisma-Vorstand Bernhard Ölz, der Salzburger Bürgermeister Bernhard Auinger, Bregenz-Bürgermeister Michael Ritsch und Vizebürgermeister Roland Frühstück. Prisma

Bürgermeister Ritsch geht davon aus, dass sich mit dem Bahnhofsneubau und den Projekten Seequartier und Seestadt die Fußgängerströme verändern werden und sich damit auch viele Querungen durch das Weiherviertel ergeben werden. „Darum ist der Standort auch für andere Nutzungen, die eine gewisse Frequenz brauchen, interessant. Diese Erkenntnis haben wir gewonnen. Wir bleiben aber im Diskurs“, erläutert er.

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In Bregenz stehen mehrere Großprojekte an.

In den nächsten Wochen sollen auch bei anderen Projekten wichtige Entscheidungen fallen. Laut Ritsch stehen die finalen Gespräche mit den ÖBB, dem Land und den Investoren an. „Es geht um die Finanzierung der Umlegung der Landesstraße und des neuen Bahnhofs mit ÖPNV-Knoten. Sobald die Entscheidungen getroffen sind, wollen die Eigentümer von Seestadt und Seequartier sehr zeitnah mit den Planungen und der Bebauung von Teilen dieser Gebiete beginnen. Den Bahnhof, so höre ich, wollen die ÖBB von 2031 bis 2034 umsetzen“, führt er aus.

Expertensitzung legt sich auf Variante fest
Der Masterplan zu Bregenz-Mitte: In den nächsten Wochen stehen laut Ritsch die finalen Gespräche mit den ÖBB, dem Land und den Investoren an.