Wälder Musik-Urgesteine auf einer “Reise ins Glück”

George Nussbaumer startet gemeinsames Projekt mit Uli Troy und Co.
Egg, Alberschwende Endlich fanden sie wieder zu einem gemeinsamen Programm zusammen: zwei echte Schwergewichte der Ländle-Musikszene – Russ-Preisträger George Nussbaumer, gerne als Österreichs schwärzeste Stimme apostrophiert – und Ulli “Zündschnur” Troy, seit einem halben Jahrhundert Fixstern in der Szene, in verschiedenen Formationen erfolgreich und aktuell Bandleader von Hanskaspas Enkeln, die im Herbst ihren nächsten Coup planen.
In der gemütlichen Nussbaumer-Stube verrät Ulli “ein wenig, aber längst nicht alles”. Die neuen Lieder sind geschrieben “und ich bin mit Rich und Jos eifrig am Proben”. Am Freitag, den 13. November ist im Thalsaal Premiere für “Eine Reise ins Glück …”. Untertitel: “… und andere Wa(h)rheiten”.

Ein Wortspiel mit bewusster Zweideutigkeit, denn George wird Geschichten aus seinem Leben zum Besten geben – manches davon war (ohne h), manches davon wahr (mit h), “und bei vielem darf das Publikum rätseln, ob es denn wahr war oder nicht”, schmunzelt der 63-jährige wie ein frecher Lausbub, dem ein Streich gelungen ist.
Mehr daraus gemacht
“So ein Projekt kann man nicht erzwingen, man muss es einfach wachsen lassen”, stellt George klar, und Ulli ergänzt, dass “wir in der Vergangenheit immer wieder miteinander unterwegs waren – etwa mit den Bagger-Boys oder bei einigen Auftritten, bei denen George Hanskaspas Enkel als Erzähler begleitet hat.”

Man sollte mehr daraus machen, war man sich damals einig, und als sich Ulli und George diesbezüglich wieder einmal zusammensetzten, kam eine CD heraus: “Eigentlich ist die Zeit der Tonträger vorbei, weil sich jede und jeder Musik irgendwo herunterladen kann”, gibt Ulli zu bedenken. Man habe dann aber erkannt, “dass es doch sinnvoll wäre, einen Ausschnitt von Enkel-Liedern der Nachwelt in Form einer CD zu hinterlassen”, schmunzelt George, der seinen Freunden anbot, diese CD ohne großen Aufwand bei ihm in seinem Studio zu brennen. Brennen war dann auch das Stichwort: “Brennmeister George produzierte die CD Hanskaspas Enkel 2045 Oago-Brand, das Coverbild war generiert – Hanskaspas Enkel in 20 Jahren”, holt Ulli einen dieser Tonträger aus der Tasche.

Stolz auf “Pioniertat”
George lächelt verschmitzt, dass seine “Brennerei” bei den Enkel-Fans gut ankam, freut ihn natürlich riesig, und er erinnert daran, “dass er mit seinen Ideen immer wieder Marksteine setzen konnte. Etwa bei seinem legendären Auftritt beim European Song Contest vor 30 Jahren. Mit “Weil’s dr guat got” präsentiert George als erster ESC-Teilnehmer ein Dialektlied. “Es war nur der zehnte Platz – ich war wohl der Zeit voraus, heute würde ich damit vielleicht gewinnen”, mutmaßt er und ergänzt, dass er “gerne gewonnen hätte, weil mir in Aussicht gestellt war, bei einem Sieg die Straße, in der ich wohne, nach mir zu benennen. Wurde leider nichts daraus – wohne ich halt weiter im Zipfel, so heißt der Ortsteil hier. Aber ganz ehrlich: Möchtest du im Zipfel wohnen?”

Am Freitag, den 13.
Themenwechsel zum aktuellen Projekt, das am Freitag, den 13. November im Thalsaal startet. Unlängst gab es auf dem Egger Galgenbühel Aufnahmen für einen Videoclip zu einem neuen Enkel-Song “Dor Panzar vom Ortsmaschinoring”. Der Clip ist wild besetzt, da spielen “dor Panzar”, Hans Waldner, der Chor im Hasar Pub oder das Hasar-Vereinsauto mit. Wie das alles zusammengefügt wird? Schwierig … Hans Farkas würde sagen: “Schau’n Sie sich das an!” STP