Jugendliche bei der Wildtierhilfe: Leider eher selten, obwohl sie gebraucht werden

Hilfe für Igel: Luis Maurer (16) nimmt stachelige Mitbewohner bei sich in Laterns auf.
laterns Luis Maurer ist momentan der einzig Jugendliche unter 18 Jahren in Vorarlberg, der sich bei der Wildtierhilfe engagiert. Er selbst wollte schon länger Tieren helfen, wusste aber zunächst nicht, wie. Durch Bekannte erfuhr er von der Wildtierhilfe.

Laut Luis fehlt der Wildtierhilfe vor allem die Präsenz auf Social-Media. Viele Kinder und Jugendliche würden gar nicht mitbekommen, dass es eine Organisation gibt, bei der sie sich unverbindlich engagieren können. Wie die Mitarbeit aussieht, hängt auch von den eigenen Interessen ab. So können Freiwillige etwa bei der Pflege von Igeln mithelfen oder später bei der Auswilderung von Tieren dabei sein.

Vor allem da bald -Datum steht noch nicht fest- die Wildtierstation in Dornbirn eröffnet, sei es wichtig zu wissen, dass man nicht jeden Tag helfen muss. Auch ein Tag in der Woche oder im Monat sei möglich. Wer Wildtiere bei sich zu Hause aufnimmt, wird dabei betreut. Neue Helfer werden laut Luis nicht einfach ins kalte Wasser geworfen. Bei Fragen können sie anrufen und bekommen Unterstützung.

Luis selbst nimmt Igel bei sich zu Hause auf. In seinem Garten hat er ein Igelhaus, in dem die Tiere untergebracht werden können. Die Igel, die er aufpäppelt, dürfen sich auch im Haus bewegen und dort herumrennen. Für Luis geht es beim Ehrenamt aber um mehr als nur um die Tiere. „Man lernt, wie man mit Menschen umgeht. Und man kann der Natur etwas zurückgeben“, sagt der 16-Jährige.
Gefahr durch Mähroboter
Schon kleine Veränderungen im Alltag können den Tieren helfen. Mähroboter sollten etwa nicht nachts fahren. Gerade nachtaktive Tiere wie Igel können durch die Geräte gefährdet werden. Auch das Land Vorarlberg empfiehlt, in der Dämmerung und nachts auf Mäharbeiten, insbesondere mit Mährobotern, zu verzichten.
Straßenverkehr, versiegelte Flächen und stark verbaute Gärten machen Wildtieren das Leben zusätzlich schwer. Umso wichtiger sind Rückzugsräume und ein bewusster Umgang mit den tierischen Nachbarn.
Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass nicht jedes Tier, das am Boden liegt, tatsächlich Hilfe braucht. Die Wildtierhilfe empfiehlt deshalb, vor dem Mitnehmen eines Tieres Kontakt aufzunehmen. So kann geklärt werden, ob das Tier wirklich hilfsbedürftig ist. KRA
Kontakt zur Wildtierhilfe: 0664 3711639 und wildtierhilfe-vorarlberg@outlook.at