Das soll jetzt nach dem “Franz-Josef” in Lustenau kommen

VN / 08.09.2026 • 17:07 Uhr
Das soll jetzt nach dem "Franz-Josef" in Lustenau kommen
Die Rollläden sollten beim ehemaligen Austria-Café bzw. Franz-Josef im Lustenauer Ortszentrum bald wieder hochgehen.VN/Hämmerle

Spannendes Projekt von zwei Akteuren, die sich in der Gastro-Szene bereits einen Namen gemacht haben.

Lustenau Seit vielen Wochen ist das ehemalige Austria-Café und spätere “Franz-Josef” mitten im Lustenauer Zentrum verwaist. Seit Christoph Piringer (49) als letzter Pächter nach einem Konflikt mit der Hausbesitzerin den Betrieb zusperrte, um sich auf sein neues Lokal “Vorkoster” am Standort Maria-Theresien-Straße zu konzentrieren. Doch jetzt deutet alles darauf hin, dass das altehrwürdige Haus Kaiser-Franz-Josef-Straße 1 wieder mit gastronomischem Leben erfüllt wird.

Es soll “leistbar” sein

Nicola Vulai (55), ein aus Südtirol stammender gastronomischer Tausendsassa, sowie Haubenkoch Jan Härle (43) möchten gemeinsam ein Lokal betreiben, das qualitativ hochwertige Kleingerichte mit italienischem Einschlag samt dazu passender Getränkepalette anbietet. “Es soll etwas Einfaches geben, das leistbar ist”, beschreibt Vulai die konzeptive Stoßrichtung. Härle wurde in den letzten Monaten immer wieder mit einem Restaurant-Projekt zusammen mit der Landwirtin Ruth Hagen in Verbindung gebracht – die VN berichteten. Ein Projekt, das sich aufgrund behördlicher und wirtschaftlicher Gründe verzögert.

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Nicola Vulai hat sich in Vorarlberg unter anderem als Weinexperte einen Namen gemacht. Wird er jetzt Gastronom in Lustenau?Vulai

“Doch es bleibt am Horizont. Und Jan ist nach wie vor an Bord. Dass er jetzt für einige Zeit etwas anderes macht, ist nur okay”, äußert sich Ruth Hagen (55), die an der Ecke Sägerstraße/Vorachstraße ihren landwirtschaftlichen Betrieb mit Viehstallungen, Lagerhalle und Hofladen-Gebäude entstehen lässt. “All das hat jetzt für mich Priorität”, sagt die ehemalige Ausdauersportlerin.

Noch nicht in trockenen Tüchern

Im Dorfzentrum ist die Realisierung des geplanten Lokals laut Auskunft von Vulai zwar noch nicht in trockenen Tüchern, doch wird sein Projekt am Mittwoch im Lustenauer Wirtschaftsausschuss präsentiert. “Am 17. September liegt das Vorhaben im Gemeindevorstand zur Genehmigung vor. Ich gehe davon aus, dass es dafür grünes Licht gibt”, sagt Bürgermeister Patrick Wiedl (42). Die Gemeinde ist die Mieterin der Räumlichkeiten im Haus Franz-Josef-Straße 1. Die Vermieterin betont ihre grundsätzliche Zustimmung zu einer gastronomisch nachhaltigen Nutzung des Hauses. Zu möglichen Betreibern, laufenden Gesprächen oder Spekulationen wolle sie sich jedoch nicht äußern.

Das soll jetzt nach dem "Franz-Josef" in Lustenau kommen
Jan Härle wäre der Partner von Nicola Vulai beim Gastro-Projekt in der Kaiser-Franz-Josef-Straße 1 in Lustenau.vN/Hartinger

Zum Auftakt auf der Kilbi

Nicola Vulai, der auch mit Wein handelt, Essig produziert und eine Glasmanufaktur betreibt, will noch einige Voraussetzungen erfüllt sehen, ehe er seine Unterschrift unter einen Vertrag setzt.

Sollte der gebürtige Südtiroler gemeinsam mit Partner Jan Härle das Vorhaben realisieren, so soll das erstmals bei der Kilbi sichtbar werden. “Da würden wir mit einem Stand vorpreschen. In der Vorweihnachtszeit wäre dann die Eröffnung des Lokals geplant.”