Hard bekommt mehr Raum für Rat und Hilfe

Der Sozialsprengel Hard öffnet am 18. September nach dem Umbau sein Haus.
Hard Am Freitag, 18. September, können Besucherinnen und Besucher die neuen Räume des Sozialsprengels Hard in der Ankergasse 24 kennenlernen – und erfahren, welche Angebote hier zu finden sind. Wo früher eine Stickerei arbeitete und Jugendliche später ihre ersten Partys feierten, beginnt ein neues Kapitel. Das vereinseigene Gebäude wurde im Frühjahr saniert. Im Erdgeschoss führen ein barrierefreier Zugang und ein zentraler Empfang zu den Anlaufstellen. Hier heißt Gabi Meusburger die Gäste willkommen.
Der Sozialsprengel begleitet Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Geschäftsführung, Verwaltung, Casemanagement und Seniorenangebote befinden sich nun im Erdgeschoss. Einst stiegen hier Partys mit coolem Sound und Nebelmaschine. Heuer zogen die Verwaltung der Offenen Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit in Büros im ersten Stock. Die neue Raumaufteilung soll die Arbeitsbedingungen verbessern und verkürzt die Wege für Ratsuchende. Die neuen Räume bieten einen geschützten Rahmen für Beratungen und Selbsthilfegruppen.

Einrichtung mit Geschichte
1982 erkannten Manfred Dörler, Helmut Kopf und Ferdinand Lerbscher, dass die bestehenden sozialen Vereine und Gruppen ihre Kräfte bündeln mussten. Zu den ersten Mitarbeitern zählte Armin Kloser. Nach Stationen in St. Martin, im ehemaligen Gasthaus Post und im Pfadiheim beim Seezentrum erwarb der Verein 1993 eine frühere Stickerei und eröffnete dort ein Jahr später seinen neuen Standort. Nach mehr als drei Jahrzehnten stieß das Haus räumlich an seine Grenzen: Der Zugang war nicht barrierefrei, Beratungszimmer und Arbeitsplätze fehlten, Feuchtigkeit und Mauerwerksschäden machten eine Sanierung notwendig. Ende Februar begann der Umbau, Ende Mai war das Erdgeschoss bereits bezugsfertig. Böden wurden aufgearbeitet, Räume neu gegliedert und Bestehendes möglichst erhalten.

Der Harder Baumeister Andreas Wieland plante und koordinierte die Arbeiten. Schon sein Vater hatte 1994 die Bauleitung für den Sozialsprengel übernommen. Die Sanierung führten vorwiegend Harder Betriebe aus. Land Vorarlberg, Marktgemeinde Hard und Verein tragen die Finanzierung zu je einem Drittel. Die Raiffeisenbank Bodensee-Leiblachtal sowie weitere Unternehmen, Vereine, Initiativen und Privatpersonen unterstützten den Vereinsanteil – unter anderem mit der Bausteinaktion “Stein für Stein” und der Friedenslicht-Aktion der Pfadfinder. Weitere Unterstützung ist willkommen.


Offene Türen und Einblicke
Am Freitag, 18. September, wird das Ergebnis der Bevölkerung vorgestellt. Um 11 Uhr beginnt der Tag mit einer öffentlichen Danksagung und Einblicken in den Umbau; anschließend stellen die Fachbereiche ihre Arbeit vor. Kinder und Jugendliche können in der Werkstatt kreativ werden oder den Waffelstand der Offenen Jugendarbeit besuchen. Dazu kommen Riesenseifenblasen im Garten, ein Flohmarktstand des Brockenhaus-Teams, Rikschafahrten und eine Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen von Dotspot. Um 14 Uhr informiert das Case Management über die Betreuungs- und Pflegeangebote in Hard. Um 15 Uhr lädt die Bewegungsgruppe der Tagesbetreuung zur Schnupperstunde, um 16 Uhr stellen die Familienlotsinnen ihre Angebote vor.


Conny Reibnegger leitet den Sozialsprengel seit 2018 und war zuvor zehn Jahre in der Offenen Jugendarbeit tätig: “Unsere Eröffnung lenkt den Blick auf die Menschen und Angebote, die dafür sorgen, dass soziale Unterstützung in Hard niederschwellig und rasch erreichbar bleibt.”
