Andreas Ender gehen “die Ideen nie aus”

VN / 10.09.2026 • 13:11 Uhr
Elke Hubmann-Kniely, Rosemie Becker, Evelyn Marschall-Gebhard, Andreas Ender, Silvia Bitschnau, Uta Oberneder, Gerd Stritzel, Kulturstadträtin Erika Kawasser und Künstler Stefan Kresser.
Elke Hubmann-Kniely, Rosemie Becker, Evelyn Marschall-Gebhard, Andreas Ender, Silvia Bitschnau, Uta Oberneder, Gerd Stritzel, Kulturstadträtin Erika Kawasser und Künstler Stefan Kresser. Arno Meusburger

Künstler und Galerist feierte im “at & co” mit Kolleginnen und Kollegen mehrere Jubiläen.

Hohenems Große Vielseitigkeit prägt das künstlerische Schaffen von Andreas Ender, der vor 40 Jahren als 17-Jähriger mit kreativer Betätigung begonnen hat. “Die ersten Experimente galten der Anatomie des menschlichen Körpers, ich habe einen Aktworkshop bei Künstlerin Hildegard Unterweger absolviert”, erinnert sich der Autodidakt. Zum Zeichnen ist ab 1992 die Fotografie gekommen, mit Landschaften, Stillleben und dem Körper als Hauptmotiven.

Küsntler Kurt Bonner, Renate und Walter Zingerle.
Künstler Kurt Bonner, Renate und Walter Zingerle. Arno Meusburger

Erweitert hat Ender sein künstlerisches Schaffen in der Folge um Konzeptfotografie mit Alltagsgegenständen, unter den fünf, sechs realisierten Konzepten findet sich “Dancing in the Street”, wo er die Balletttänzerin Valentina Bischof dazu anregte, die Reifenspuren eines Autos vor dem Berliner Olympiastadion aufzunehmen und umzusetzen. Aber auch Straßenmarkierungen und Verkehrszeichen, deren Farbe mit dem EU-Beitritt Österreichs wechselte.

Marnicq Hager, Florentina Ender und Nina Obexer.
Marnicq Hager, Florentina Ender und Nina Obexer. Arno Meusburger

Als Gradmesser seines Erfolgs kann die “Photo Schweiz” in Zürich gelten, wo jährlich 200 Schweizer sowie fünf bis zehn internationale Künstler Arbeiten zeigen dürfen. Neun von zehn Mal war Andreas Ender dabei, nur sein interaktives “Spiegel”-Projekt wurde nicht angenommen. Dieses verfolgt er aber trotzdem weiter.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Antonella und Aurelia Marzari, Margit Macher-Kocher.
Antonella und Aurelia Marzari, Margit Macher-Kocher. Arno Meusburger

Neben dem eigenen Jubiläum standen im Hohenemser Dienstleistungszentrum “at & co” zwei weitere an: das fünfjährige Bestehen der dort vom Künstler initiierten, kuratierten und organisierten “gallery.T69” und die 25. Ausstellung dort. “Im Foyer und den Gängen in den beiden Obergeschossen sind von mehr als 300 Kunstschaffenden 387 Plätze bespielt worden”, stellte Ender bei der Eröffnung der jüngsten, noch bis zum 17. Oktober zu sehenden Ausstellung fest.

Leonie Lussnig und Patrizia Hagen.
Leonie Lussnig und Patrizia Hagen. Arno Meusburger

Dazu eingeladen hat er seine Favoriten. Die schon mehr als zehn Mal vertretenen Rosemie Becker aus Bonn und Uta Oberneder aus Ochsenhausen brachten Worte des Dankes und je ein Geschenk mit. Von seinen Eltern Ilse und Norbert bekam Ender Blumen und Sekt. Weitere Künstler sind Silvia Bitschnau, Kurt Bonner, Marcel Dergecz, Patricia Frida, Marnicq Hager, Elke Hubmann, Carina Kastenhuber, Stefan Kresser, Evelyn Marschall-Gebhard, Mayra, Gerd Stritzel und Susanne Walser.

Künstlerinnen MAYRA und Carina Kastenhuber.
Künstlerinnen Mayra und Carina Kastenhuber. Arno Meusburger

Den “young.ARt-Award” bekam einmal mehr Enders Tochter Florentina, die mit Anämie-Motiven auf gehäkelten Kleidungsstücken oder Taschen punktet. Überreicht hat ihn Nina Obexer vom Sponsorpartner Gerstaecker Künstlerbedarf. Für Süßes und Herzhaftes sorgten Andrea, Andreas, Antonella und Aurelia Marzari aus Neu-Ulm, Kuchen steuerten Margit Macher-Kocher und Conny Kresser bei.

Bild mit UV-Lampe angeleuchtet.
Bild mit UV-Lampe angeleuchtet. Arno Meusburger

Zu den Besonderheiten der “gallery.T69” gehört neben den Räumlichkeiten der Umstand, dass Andreas Ender keine Provision für verkaufte Werke nimmt. Ihn freuen die familiäre Atmosphäre und das Fehlen von Konkurrenzdenken. Immer wieder werden Künstlerinnen und Künstler durch die Vernissagen zu neuen Arbeiten angeregt. Als “Außenstellen” gibt es seit zwei Jahren die Dornbirner Filiale des Schlafsystemanbieters Samina, seit letztem Monat Enders Lieblingslokal, das Schiheim Schuttannen. AME