Neue Bierbar in Dornbirn – hier sollen Gleichgesinnte zusammenkommen

VN / 11.09.2026 • 15:30 Uhr
Neue Bierbar in Dornbirn – hier sollen Gleichgesinnte zusammenkommen
In Dornbirn soll es bald eine Nischenbar für Bierliebhaber geben. Laut Teilinhaber Constantin Amann wird der Innenausbau voraussichtlich in zwei bis drei Wochen fertiggestellt sein.Roland Paulitsch

Ständig neue Biere, eingravierte Bierkrüge für Stammkunden und die Möglichkeit, die einzelnen Sorten per App zu bewerten, sind geplant.

Dornbirn: “Hier wird es wirklich nichts außer Bier und einer Soda Zitron geben”, sagt Constantin Amann (45). Gemeinsam mit Marc Hoffenscher (49) will er im Roten Haus gleich neben der Bar August bald die ProBierBar eröffnen. Jeweils zwei Fässer von sechs verschiedenen Sorten soll es geben. Sobald ein Bier leer ist, kommt das nächste.

Neue Bierbar in Dornbirn – hier sollen Gleichgesinnte zusammenkommen
Constantin Amann (li.) und Marc Hoffenscher (re.) sind beide selbst leidenschaftliche Biertrinker. Roland Paulitsch

Abwechslungsreich und einfach zugleich

Das Lokal ist im alten Frisörsalon des Roten Hauses untergebracht. Vor mehreren Jahren hatte dieser geschlossen. Als Inhaber des denkmalgeschützten Gebäudes versuchten Amann und Hoffenscher zuerst, einen passenden Nachfolger zu finden. Doch das stellte sich als schwerer heraus als gedacht. Schlussendlich entschieden sie sich dafür, den 24 Quadratmeter kleinen Raum in eine gehobene Nischenbar zu verwandeln.

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Im alten Frisörsalon des Roten Hauses, gleich neben der Bar August, eröffnet die ProBierBar.Roland Paulitsch

“Hier soll es nicht ums Saufen gehen”, erklärt Hoffenscher. “Wir werden qualitativ hochwertige Biere anbieten, aber immer ganz unterschiedliche – egal, ob von nationalen oder internationalen, großen oder kleinen Brauereien.” Die Geschmäcker werden von hopfig und malzig bis hin zu überraschend schräg reichen. Auch alkoholfreie Biere möchten sie ins Angebot aufnehmen.

Neben der abwechslungsreichen, aber simplen Getränkekarte mit sechs Bieren pro Tag gibt es noch Bretzel und jeden Samstag Weißwürste – sonst nichts. Das Konzept ist bewusst einfach und klar gewählt, da es zwar alle Altersgruppen, ansonsten aber vor allem Gleichgesinnte ansprechen soll.

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Jeweils 15 Plätze soll es im Innenbereich und im Gastgarten geben.Roland Paulitsch

“Aufgrund der hohen Qualität richtet sich die Bar einerseits an Bierkenner, dank der Probiermöglichkeit aber ebenso an Neulinge, die tiefer in die Welt des Bieres hineinschnuppern möchten”, meint Amann. Auch kleinere Kostproben werden angeboten, sodass man nicht gleich ein Glas in Standardgröße bestellen muss.

Besonderheiten

In der Bar ist ein Biertresor geplant. Stammkunden und regionale Persönlichkeiten sollen einen Bierkrug erhalten, der neben der Theke Platz findet und auf ihren nächsten Besuch wartet. In den Deckel wird sogar der Name eingraviert. “Außerdem sind diese Krüge 0,5 statt 0,3 Liter groß, und man trinkt trotzdem zum selben Preis”, erwähnt Hoffenscher.

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Die Preise in der ProBierBar werden im mittleren bis gehobenen Bereich liegen.Roland Paulitsch

Mit Sicherheit soll der Dornbirner Pfarrer Dominik Toplek einen solchen Krug erhalten. Denn für den geplanten Gastgarten, der ebenso wie der Innenbereich 15 Plätze bieten wird, spielte er eine entscheidende Rolle. “Wir benötigten dafür nicht nur die Zustimmung der Stadt, sondern wegen der Nähe zur Kirche auch die des Pfarrers”, erklärt Hoffenscher. “Und der war vom Konzept gleich begeistert.”

Darüber hinaus wollen die beiden Dornbirner Inhaber die ProBierBar bei der weltweit bekannten App “Untappd” registrieren. “Auf dieser Plattform kann man zum Beispiel einzelne Getränke bewerten, Listen erstellen und Geschmacksprofile anlegen”, erklärt Amann.

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Aktuell sind noch einige lose Kabel sichtbar, doch schon bald soll die Bar gänzlich fertiggestellt sein.Roland Paulitsch

Geschäftsführer gesucht

Bei der Einrichtung ist die Liebe zum Detail erkennbar. “Alles ist selbst designt”, sagt der Architekt Hoffenscher. Die eigens angefertigten Tische haben beispielsweise eine ungewöhnlich unebene Oberfläche, die an Bierschaum erinnert. “Die Investition für einen so kleinen Raum war unwirtschaftlich hoch”, kommentiert Amann lachend. “Aber wir fühlen eine große Verantwortung für das alte Haus und gestalten es immer auch mit dem Blick auf die nächsten Generationen.”

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Als Architekt hat Marc Hoffenscher sehr viel Leidenschaft in die Einrichtung des Lokals gesteckt. Roland Paulitsch

In zwei bis drei Wochen soll das Lokal fertig eingerichtet sein. Das Einzige, was noch fehlt: ein passender Geschäftsführer. “Wir suchen einen Bierfanatiker und würden sogar eine Ausbildung zum Biersom­me­li­er bezahlen”, betont Amann. Eröffnet wird, sobald sie die richtige Person gefunden haben.

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