Jason (16) erlitt einen plötzlichen Herzstillstand – Lustenauer Familie bittet um Hilfe

Zwischen Hoffnung und finanzieller Not: Von einem auf den anderen Tag stand die Welt der Familie Hajbeera auf dem Kopf.
Lustenau: “Mein Sohn Jason sagte nur, dass ihm übel sei, er übergab sich mehrmals und legte sich in sein Zimmer. Als ich dann zu ihm ging, um nach ihm zu sehen, lag er verkrampft da und atmete nicht mehr”, erzählt seine Mutter Bianca Hajbeera (38) aus Lustenau. “Ich spürte sein Herz nicht mehr schlagen, riss ihn sofort vom Bett herunter und begann mit der Reanimation.” Dieser Moment im Februar stellte das Leben der sechsköpfigen Familie völlig auf den Kopf. “Innerhalb weniger Minuten zerbrach unsere Welt”, sagt Jasons Vater Ismail (39).

Bianca erzählt, wie der heute 17-jährige Jason von den Rettungskräften noch lange reanimiert wurde. Anschließend wurde er zuerst nach Feldkirch auf die Intensivstation und dann weiter nach Innsbruck gebracht, wo er einige Zeit im künstlichen Koma lag. Die Ärzte sprechen von einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand, dessen Ursache unbekannt ist. Anzeichen habe es in Jasons Leben nie gegeben. “Er war gesund und hatte erst ein halbes Jahr zuvor eine Einzelhandelslehre bei Spar begonnen. Alles war normal.”

Neue Lebensumstände
Seit Juli befindet sich Jason in einer Neurorehabilitationsklinik in Salzburg. Er atmet und schluckt eigenständig, muss aber über eine Magensonde ernährt werden. Außerdem ist seine Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt. “Er kommuniziert durch seine Augen. Wenn er Ja sagen will, blinzelt er. Bei einer Verneinung lässt er die Augen offen”, erklärt Bianca. “Vor zwei Wochen begann er zu lächeln. Und vergangene Woche konnten wir zum ersten Mal mit dem Rollstuhl an die frische Luft mit ihm.”

In der Kinderklinik muss rund um die Uhr eine Person des persönlichen Umfeldes vor Ort sein. In den Sommerferien übernahm diese Aufgabe vor allem Bianca. Mit Beginn des Schuljahres wird überwiegend Ismail in Hospizkarenz die Betreuung von Jason übernehmen. “Es ist schwer, dass wir nicht alle zusammen sein können”, sagt er.

Große Hoffnung
Jasons Eltern sehen klare Verbesserungen seit seinem Aufenthalt in Salzburg. Doch die Zukunft ihres Sohnes sei noch völlig ungewiss. “Wenn man auf manche Ärzte hören würde, müsste man die Hoffnung schon aufgeben”, meint Bianca. “Aber wenn wir sie nicht mehr hätten, wer dann? Man sieht, dass er kämpft.”
Es könnte noch Monate dauern, bis Jason entlassen wird. Doch dann möchten ihn seine Eltern nach Hause holen – zu sich und den drei jüngeren Geschwistern. Er soll wieder gemeinsam mit der ganzen Familie am Esstisch sitzen. Um das zu ermöglichen, müsste jedoch eine große Summe aufgebracht werden.

Finanzielle Unterstützung
“Das aktuell gemietete Haus ist überhaupt nicht für einen Rollstuhl geeignet”, sagt Bianca. Nicht nur zum Eingang, sondern auch zum Bad im oberen Geschoss gibt es Stiegen. Und jegliche Umbauten könnten durch eine mögliche Auflösung des Mietvertrags zu einer vergeblichen Investition werden. “Es ist schwer, etwas Passendes und Leistbares für eine sechsköpfige Familie mit Hund zu finden.” Neben den Kosten für eine adäquate Wohnmöglichkeit werden noch einige weitere auf die Familie zukommen: etwa für einen Rollstuhl, ein Pflegebett und, wenn möglich, ein rollstuhlgerechtes Auto. “Vom Staat gibt es ein wenig Unterstützung, aber es wird dennoch sehr, sehr viel auf uns zukommen.”

Deshalb hat die Familie einen GoFundMe-Spendenaufruf für Jason gestartet. “Es ist unangenehm, nach Hilfe zu fragen”, sagt Bianca. “Doch für die Zukunft unseres Sohnes werden wir alles tun, was nötig ist.” Sie möchten, dass finanzielle Sorgen niemals darüber entscheiden, welche Unterstützung, Therapien oder Hilfsmittel er erhalten kann.
Gespendet werden kann über die Plattform „GoFundMe“. Der Spendenaufruf ist dort unter „Jason Hajbeera“ zu finden.