Vorhang auf für die TiK-Kids

42 junge Talente machten aus fünf Tagen ein Musical voller Musik und Bewegung.
Dornbirn Als am vergangenen Samstag der Vorhang im Studasaal in Haselstauden aufging, standen 42 Kinder und Jugendliche auf der Bühne und zeigten, woran sie zuvor fünf Tage lang gearbeitet hatten. Im Gruppenhaus Wieshof in Bad Wurzach-Hauerz war in dieser Zeit ein eigenes Musical entstanden. Dabei wurde gesungen, getanzt, gespielt, gelacht und improvisiert – nun fügte sich alles zu einer gemeinsamen Aufführung zusammen, die vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert wurde.

Von der Idee zur Bühne
“Es war eine unglaubliche Erfahrung für die Kinder”, erzählte Valentin Sottopietra, der gemeinsam mit Robert Kahr die TiK Kids leitet und das Camp organisierte. 42 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren waren dabei, darunter zehn Burschen und 32 Mädchen. Manche brachten bereits Bühnenerfahrung mit, andere betraten in Sachen Tanz, Gesang oder Schauspiel Neuland. Das Konzept war bewusst offen: “Die Kinder sollten Neues ausprobieren und eigene Talente entdecken”, so Sottopietra. Die beiden engagierten Theaterprofis wurden dabei von 13 Betreuerinnen und Betreuern unterstützt. Neben Sottopietra übernahm Florian Palatz-Hartl Gesang und Musik, Markus Zmölnig war für Tanz und Choreografie zuständig, Johanna Palatz-Hartl hielt das Camp in Foto und Video fest. So wurden Ideen zu Szenen, Stimmen zu Songs und Bewegungen zu einer Choreografie.


Handy weg, Kreativität rein
Der Tagesablauf beim Camp war dicht. Proben, neue Aufgaben, gemeinsames Essen, Zeit im Freien – und ganz viel Lachen. Nur das Smartphone musste sich gedulden. Eine halbe Stunde Handyzeit pro Tag war vorgesehen. Der Empfang im Allgäu war zudem überschaubar. “Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Die Kids hatten so viel Spaß, dass das Handy zur Nebensache wurde, das war auch ein tolles Gefühl für uns Organisatoren”, so Sottopietra.

Abends wurde zusammengesessen und gesungen. Die Gruppe wuchs so zu einem Ensemble zusammen. “Es war eine Woche mit unglaublich viel Freude, Gesang und Gemeinschaft”, führte Sottopietra weiter aus.

Tränen vor dem Vorhang
Zum Abschluss wartete die große Bühne. Im Studasaal präsentierten die jungen Talente ihre “Caféhaus-Sketche” und zeigten, was sie in dieser kurzen Zeit alles gelernt hatten. Für Sottopietra war dieser Moment besonders emotional. Im Kreis der Kinder standen ihm bei der Aufführung die Tränen in den Augen: “Es gibt nichts Schöneres, als die glücklichen Gesichter der Kinder und Jugendlichen zu sehen. In einer Zeit, in der Jugendliche häufig kritisiert werden, ist es umso schöner, so viele junge Menschen mit Engagement, Freude und Kreativität zu erleben. Es ist einfach genial, was es für tolle junge Menschen gibt.”

Wie viel Potenzial neben der Schule steckt, wurde in der Kreativwoche sichtbar. Die Teilnehmer übernahmen Verantwortung, probierten sich aus und unterstützten einander. Nicht Perfektion stand im Mittelpunkt, sondern der Mut, etwas zu wagen.

Nächstes Camp ist schon fix
Bei der abschließenden Feedbackrunde gab es dafür eine klare Botschaft: “Bitte die Kreativwoche unbedingt wieder machen!” Dieser Wunsch wird auch erfüllt. Nach dem gelungenen Camp soll es weitergehen. Das nächste TiK-Camp ist bereits fix geplant und führt vom 16. bis 21. August 2027 ins Ferienheim Maien oberhalb von Schwarzenberg. Dann heißt es erneut: “Bühne frei für junge Talente, die Theater, Tanz und Gesang verbinden und dabei vor allem eines mitbringen dürfen – Freude am Ausprobieren.” CTH