Auch das SPZ ist am Lustenauer Campus angekommen

Das Sonderpädagogische Zentrum hat zwei Klassen im Schulcampus Rotkreuz untergebracht.
Lustenau Für die Schüler des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ) Lustenau hat mit dem neuen Schulcampus Rotkreuz auch ein neues Schuljahr begonnen. Zwei der insgesamt elf SPZ-Klassen sind in den Neubau eingezogen, die übrigen Klassen bleiben im bestehenden SPZ-Gebäude, das direkt mit dem Campus verbunden ist. Bei einem Lokalaugenschein haben die Vorarlberger Nachrichten nachgesehen, wie sich der neue Alltag für die Kinder gestaltet.

Fünf Institutionen unter einem Dach
Der Campus Rotkreuz ist nicht nur die neue Heimat der Volksschule und des SPZ. Rund 400 Schülerinnen und Schüler besuchen das Gebäude, außerdem sind dort die Esskultur, die Schülerbetreuung und der Kindergarten Rotkreuz untergebracht. Architektonisch bietet der Neubau viel Raum und große Glasflächen.
Gerade diese Gestaltung bringt für die Kinder des SPZ allerdings auch Herausforderungen mit sich, wie Direktorin Simone Grabner-Vogel erklärt. Die vollständig verglasten Klassenzimmer und großen Fensterflächen würden für manche Schüler zu zusätzlichen Reizen und Ablenkungen führen. Bei einem Rundgang durch den Campus erklärt sie: “Sobald hier jemand den Gang entlangläuft, blicken die Kinder automatisch hinaus. Und selbstverständlich schaue auch ich hinein. Man ist abgelenkt”, sagt Grabner-Vogel. Für die SPZ-Schüler sei aber nicht nur die Architektur eine Herausforderung. Auch die Größe des Campus und die große Zahl an Kindern könne zu einer Belastung werden. Die Kinder des SPZ benötigen kleine Gruppen, klare Strukturen und geregelte Abläufe. Zu viele Eindrücke und ein hoher Lärmpegel können sich negativ auswirken. Inklusion muss dabei behutsam angegangen werden.


Vorhänge gegen die Ablenkung
Im Campus sind derzeit die Schmetterlings- und die Salamander-Klasse des SPZ untergebracht. In einem Klassenzimmer ist momentan noch ein Vorhang zugezogen. Der Grund: die Straße vor dem Gebäude, die jetzt noch große Ablenkung birgt. Schrittweise werden die Kinder an die neue Umgebung eingewöhnt. Simone Grabner-Vogel sieht den Einzug als Beginn eines gemeinsamen Prozesses, an dem nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer mitwirken. BVS