Erntezeit für das Kindi-Projekt von Witus

Klimaschutz-Aktion für die Kindergärten von Mellau und Reuthe erfolgreich abgeschlossen.
Reuthe, Mellau Grund zur Freude hatten in den letzten Ferientagen die Initiatoren von Witus, die im Rahmen des Programms Klima- und Energie-Modellregion (KEM Witus) das Thema Klimaschutz unter dem Motto “Kleiner Daumen, große Wirkung” auch in die Kindergärten getragen hatten – Erntezeit war angesagt, voll Stolz konnten die Kids die Bohnen ernten, die sie kurz vor Schulschluss in ihre “Bohnentöpfle” gepflanzt hatten.

Auch die Jüngsten einbeziehen
“Als wir Aktionen im Rahmen der KEM-Region planten”, so Margit Hinterholzer, die das Projekt der Witus-Gemeinden Bezau, Bizau, Reuthe, Mellau und Schnepfau koordiniert, “haben wir nicht nur an die Erwachsenen gedacht, sondern waren bestrebt, auch die Jüngsten einzubeziehen. Kinder sind neugierig, Kinder stellen jede Menge Fragen – und sie tragen auch in ihre Familien hinaus, was im Kindergarten Thema ist. Sie konfrontieren Eltern und Großeltern damit und sorgen dafür, dass zu Hause darüber geredet wird.”

Themen wie bewusster Konsum, klimafreundliche Mobilität oder Abfallvermeidung und -verwertung wurden von den Pädagoginnen der Kindergärten immer wieder angesprochen und kindgerecht und spielerisch vermittelt.
Sehen, wie es wächst und gedeiht
Abschließender Höhepunkt dieser Aktionen: 60 Kinder aus Reuthe und Mellau erlebten kurz vor Schulschluss einen spannenden Klimaschutztag. Gemeinsam mit den Gartenfreunden Reuthe-Bezau, mit Obfrau Isabella Moosbrugger sowie dem Küchenprofi Wolfgang Mätzler (fairkocht) konnten die jungen Klimaschützer zuerst Kräuter entdecken und dann mithelfen, mit Zutaten aus regionalem Anbau ein Mittagessen zuzubereiten. Im zur Gärtnerei umfunktionierten Bauhof durften sie ihre eigenen “Bohnentöpfle” pflanzen und diese mit nach Hause nehmen, um in den Ferienwochen zu verfolgen, wie ihre Bohnen wachsen und gedeihen.

Mit Stolz und Freude
Am Ende der Ferien war es dann so weit: In Dutzenden Gärten von Familien in Reuthe und Mellau konnten die Kinder mit Stolz und Freude ernten. Die VN durfte in Reuthe dabei sein, als Theo und Jodok mit ihren Müttern Annemarie Bruckschlegl und Steffi Rüf ihre Bohnen ernteten. Mit dabei war auch Isabella Moosbrugger, die die Aktion fachlich begleitet hatte und mit dem Ergebnis hochzufrieden war. “Wie es gelaufen ist, war jedenfalls sehr ermutigend, und die Aktion wird sicher fortgesetzt”, so Hinterholzer.
Symbolisch, aber vielsagend
Es könne natürlich nur symbolisch sein, aber die Aktion habe aufgezeigt, wie man auf einfache Art und Weise gesunde Lebensmittel im eigenen Garten anbauen kann. Es sei dabei nicht um die Menge gegangen, sondern einfach darum, aufzuzeigen, was möglich ist. Isabella Moosbrugger, die mit dem Gemeinschaftsgarten für mehr als zwei Dutzend Familien “Gemüse ohne Kilometer” auf den Weg gebracht hat, war denn auch begeistert, wie dieses Projekt bei den Familien Bruckschlegl und Rüf umgesetzt wurde: Bei den Wohnhäusern in Reuthe werden die Gärten optimal genutzt – die Bohnen sind beispielsweise in einem Hochbeet gewachsen. Neben anderen Ackerfrüchten wie Kohlrabi, aber auch Kräutern oder Blumen als “Weide” für Bienen und andere Insekten. Die Hochbeete sind eine interessante Version: “umfunktionierte Abwasserschächte”

Salat oder Suppe?
Es sei spannend gewesen, wie die Bohnenstauden herangewachsen seien, meinten die beiden Kids, die jetzt ihre Ernte einbringen konnten. Ob daraus ein feiner Salat oder eine Suppe werde, werde sich ergeben – jedenfalls eine besondere Zutat zu einem nicht alltäglichen Mittagessen. STP