Erntezeit für das Kindi-Projekt von Witus

VN / 18.09.2026 • 12:14 Uhr
Kurz vor Ferienende war Erntezeit angesagt – Theo und Jodok zeigen stolz einige ihrer dabei geernteten Bohnen. PETER STRAUSS   
Kurz vor Ferienende war Erntezeit angesagt – Theo und Jodok zeigen stolz einige ihrer dabei geernteten Bohnen.   Peter Strauss

Klimaschutz-Aktion für die Kindergärten von Mellau und Reuthe erfolgreich abgeschlossen.

Reuthe, Mellau Grund zur Freude hatten in den letzten Ferientagen die Initiatoren von Witus, die im Rahmen des Programms Klima- und Energie-Modellregion (KEM Witus) das Thema Klimaschutz unter dem Motto “Kleiner Daumen, große Wirkung” auch in die Kindergärten getragen hatten – Erntezeit war angesagt, voll Stolz konnten die Kids die Bohnen ernten, die sie kurz vor Schulschluss in ihre “Bohnentöpfle” gepflanzt hatten.

Im Rahmen der KEM-Projekts von Witus haben auch Theo (li.) und Jodok – wie Dutzende Kolleginnen und Kollegen in den Kindergärten von Mellau und Reuthe – ihre Bohnentöpfle gepflanzt.
Im Rahmen des KEM-Projekts von Witus haben auch Theo (li.) und Jodok – wie Dutzende Kolleginnen und Kollegen in den Kindergärten von Mellau und Reuthe – ihre Bohnentöpfle gepflanzt. Peter Strauss

Auch die Jüngsten einbeziehen

“Als wir Aktionen im Rahmen der KEM-Region planten”, so Margit Hinterholzer, die das Projekt der Witus-Gemeinden Bezau, Bizau, Reuthe, Mellau und Schnepfau koordiniert, “haben wir nicht nur an die Erwachsenen gedacht, sondern waren bestrebt, auch die Jüngsten einzubeziehen. Kinder sind neugierig, Kinder stellen jede Menge Fragen – und sie tragen auch in ihre Familien hinaus, was im Kindergarten Thema ist. Sie konfrontieren Eltern und Großeltern damit und sorgen dafür, dass zu Hause darüber geredet wird.”

Abschluss eines interessanten Projekts: Theo und Jodok zeigen mit ihren Müttern Annemarie und Steffi sowie der Projektbetreuerin Isabella Moosbrugger, was daraus geworden ist.
Abschluss eines interessanten Projekts: Theo und Jodok zeigen mit ihren Müttern Annemarie und Steffi sowie der Projektbetreuerin Isabella Moosbrugger, was daraus geworden ist. Peter Strauss

Themen wie bewusster Konsum, klimafreundliche Mobilität oder Abfallvermeidung und -verwertung wurden von den Pädagoginnen der Kindergärten immer wieder angesprochen und kindgerecht und spielerisch vermittelt.

Sehen, wie es wächst und gedeiht

Abschließender Höhepunkt dieser Aktionen: 60 Kinder aus Reuthe und Mellau erlebten kurz vor Schulschluss einen spannenden Klimaschutztag. Gemeinsam mit den Gartenfreunden Reuthe-Bezau, mit Obfrau Isabella Moosbrugger sowie dem Küchenprofi Wolfgang Mätzler (fairkocht) konnten die jungen Klimaschützer zuerst Kräuter entdecken und dann mithelfen, mit Zutaten aus regionalem Anbau ein Mittagessen zuzubereiten. Im zur Gärtnerei umfunktionierten Bauhof durften sie ihre eigenen “Bohnentöpfle” pflanzen und diese mit nach Hause nehmen, um in den Ferienwochen zu verfolgen, wie ihre Bohnen wachsen und gedeihen.

Margit Hinterholzer: „KEM auch in den Kindergärten zu thematisieren, war ein voller Erfolg.“
Margit Hinterholzer: “KEM auch in den Kindergärten zu thematisieren, war ein voller Erfolg.” Peter Strauss

Mit Stolz und Freude

Am Ende der Ferien war es dann so weit: In Dutzenden Gärten von Familien in Reuthe und Mellau konnten die Kinder mit Stolz und Freude ernten. Die VN durfte in Reuthe dabei sein, als Theo und Jodok mit ihren Müttern Annemarie Bruckschlegl und Steffi Rüf ihre Bohnen ernteten. Mit dabei war auch Isabella Moosbrugger, die die Aktion fachlich begleitet hatte und mit dem Ergebnis hochzufrieden war. “Wie es gelaufen ist, war jedenfalls sehr ermutigend, und die Aktion wird sicher fortgesetzt”, so Hinterholzer.

Symbolisch, aber vielsagend

Es könne natürlich nur symbolisch sein, aber die Aktion habe aufgezeigt, wie man auf einfache Art und Weise gesunde Lebensmittel im eigenen Garten anbauen kann. Es sei dabei nicht um die Menge gegangen, sondern einfach darum, aufzuzeigen, was möglich ist. Isabella Moosbrugger, die mit dem Gemeinschaftsgarten für mehr als zwei Dutzend Familien “Gemüse ohne Kilometer” auf den Weg gebracht hat, war denn auch begeistert, wie dieses Projekt bei den Familien Bruckschlegl und Rüf umgesetzt wurde: Bei den Wohnhäusern in Reuthe werden die Gärten optimal genutzt – die Bohnen sind beispielsweise in einem Hochbeet gewachsen. Neben anderen Ackerfrüchten wie Kohlrabi, aber auch Kräutern oder Blumen als “Weide” für Bienen und andere Insekten. Die Hochbeete sind eine interessante Version: “umfunktionierte Abwasserschächte”

„Kleiner Daumen – große Wirkung“ ist ein treffender Slogan für eine bemerkenswerte Aktion, bei der rund 60 Kinder aus den Kindergärten Mellau und Reuthe in einer originellen Aktion ihre Bohnen pflanzten.
“Kleiner Daumen – große Wirkung” ist ein treffender Slogan für eine bemerkenswerte Aktion, bei der rund 60 Kinder aus den Kindergärten Mellau und Reuthe in einer originellen Aktion ihre Bohnen pflanzten. Peter Strauss

Salat oder Suppe?

Es sei spannend gewesen, wie die Bohnenstauden herangewachsen seien, meinten die beiden Kids, die jetzt ihre Ernte einbringen konnten. Ob daraus ein feiner Salat oder eine Suppe werde, werde sich ergeben – jedenfalls eine besondere Zutat zu einem nicht alltäglichen Mittagessen. STP