Fehlstart für die Pioneers

Gegen Villach verloren die Feldkircher mit 1:2.
Feldkirch Auch im fünften Liga-Jahr glückte den Pioneers kein Auftaktsieg: Gegen den EC VSV unterlagen die Feldkircher mit 1:2. „Wir verloren knapp, das stimmt mich zumindest positiv. Allerdings fanden wir lange Zeit nicht ins Spiel, da müssen wir noch einiges lernen“, bilanzierte Pioneers-Headcoach Marko Ojanen nach der Auftaktpartie.
Beide Klubs sorgten bereits vor dem ersten Bully für reichlich Gesprächsstoff. So taumelten Feldkirch wie auch Villach nach der vergangenen Saison am finanziellen Abgrund. Während die Pioneers im Juni grünes Licht für ihr Antreten gaben, herrschte bei den Kärntnern bis vor wenigen Tagen Ungewissheit. Erst ein von Liga und Stadt geschnürtes Rettungspaket ermöglichte den Meisterschaftsstart der Adler.

Wallenta mit Führung
Die Gäste trafen erst zwei Stunden vor Spielbeginn in der Vorarlberghalle ein. Auf dem Eis ehrte die Liga zunächst VSV-Routinier John Hughes für sein 1000. Ligaspiel. Von schweren Beinen war bei den Blau-Weißen in der Folge wenig zu sehen, wenngleich die Abschlussqualität im Startdrittel zu wünschen übrig ließ. Die Hausherren gerieten unter Dauerdruck und brachten sich durch unzählige Fehlpässe selbst in Bedrängnis.
In der 15. Minute schlug schließlich eine Vorarlberger Koproduktion auf Kärntner Seite zu: Nach perfektem Zuspiel von Julian Metzler ließ Elias Wallenta im Eins-gegen-Eins Pioneers-Goalie Alex Caffi keine Abwehrchance. Wenig später verhinderte Caffi den zweiten Treffer des Lustenauers, als Wallenta bei nummerischer Unterzahl einen verunglückten Querpass der Heimischen abfing und so frei zum Abschluss kam.

Shorthander-Schock
Im Mittelabschnitt stabilisierte sich die neu formierte Feldkircher Mannschaft. In der 29. Minute lag der Ausgleich in der Luft: Weder Kapitän Guus van Nes noch Jesse Seppälä brachten die Scheibe im Powerplay an VSV-Schlussmann Joe Cannata vorbei. Selbst eine 15-sekündige Fünf-gegen-Drei-Überzahl ließen die Gastgeber ungenutzt verstreichen.
Die Strafe folgte prompt: Kurz vor Ablauf der eigenen Überzahl vertändelten die Feldkircher den Puck hinter dem eigenen Gehäuse. Joel Teasdale schob eiskalt zum 0:2 ein. Die Adler drängten auf die Vorentscheidung, doch Cannata holte die Hausherren kurz vor der zweiten Pause unfreiwillig zurück ins Spiel: Nach einem verunglückten Befreiungsschlag des VSV-Keepers zog van Nes gedankenschnell ab und verkürzte Sekunden vor der Sirene auf 1:2.

Schlussoffensive bleibt unbelohnt
Der Anschlusstreffer verlieh den Pioneers spürbar Aufwind. Die Montfortstädter schränkten die Villacher Offensivaktionen im Schlussdrittel deutlich ein. In der 48. Minute strich ein Schuss von van Nes aus zentraler Position nur haarscharf am Tor vorbei. Trotz intensiver Bemühungen verteidigten die Kärntner den knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Feldkirchern nicht. Bereits am Samstagabend (19.30 Uhr) wartet in der Vorarlberghalle gegen die Graz99ers die nächste Bewährungsprobe. ABR